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Die Zatecen sind ein zurückhaltendes Volk, denen Schweigsamkeit als Tugend und Schwatzhaftig­keit als ärgstes Laster gilt; so sprechen sie gegenüber Fremden auch nie über ihre Stammesgeschichte. Nicht nur dadurch aber, sondern auch durch ihr Aussehen unter­scheiden sie sich von den meisten anderen Stämmen der Colteken. Sie sind großgewachsen und in der Regel eher hager; Korpulenz ist unter ihnen praktisch unbekannt. Ihre Haare schimmern rötlich-schwarz, ihre Augen sind mal schwarz-violett, mal dunkelblau.

Die Männer der Zatecen pflegen das Kriegshandwerk, sind aber zugleich außerordentlich begabte Waffenschmiede, wenn sie dabei auch das gewöhnliche dem Roten Eisen vorziehen und mehr als andere Völker Vanxors dazu neigen, Heft und Scheide übermäßig mit Gemmen und Edelsteinen zu verzieren. Auch ihre Frauen beherrschen den Kampf mit Dolch, Kampfstab und Reflexbogen, nicht aber mit dem Schwert.

Es heißt, das schon immer einzelne Zatecen auf dem Hügel gehaust hätten, um den herum schließlich die Stadt Draskon entstand; als aber Draskon heranwuchs und befestigt wurde, seien eines Frühjahrs mit dem Schmelzwasser Flöße mit ganzen Familien den Fluss herunter gekommen, die einen Bauplatz auf dem Hügel beansprucht hätten. Zu jener Zeit waren schon die P'nan'ara in Draskon, und die Sippenältesten der Zatecen verhandelten hinter verschlossenen Türen mit ihnen; danach ließ der Stadtwalter Draskons jeder Zatecen-Sippe einen bestimmten Platz auf dem Hügel zuweisen, jeweils 36 auf 36 Schritt groß, und jede Zatecen-Familie schickt seither ihre jüngeren Söhne für drei bis zwölf Jahre in den Dienst des Reiches.