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Wagenvölker

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Wagenvölker mit Reiterkriegern

Wagenvölker -


Allgemeines Bearbeiten

Meist barbarische Nomaden eher dunkler Hautfarbe, die zu verschiedenen Zeiten an verschiedenen Orten Myras Geschichte machten, indem sie etwa in einer Art Völkerwanderung um das Jahr 200 n.P. plündernd und brennend durch die Imperien zogen und damit zum Zerfall der Großreiche dieser Zeit führten. Ihre oft schamanischen Religionen sind meist kriegsorientiert, so wird man oft den Stiergott bei ihnen finden, zumal wenn Stiere oder deren Verwandte ihre Wagen ziehen, auf denen sie all ihre Besitztümer und meist auch Häuser oder Zelte transportieren.

Bekannt sind die Wagenvölker in Aellinan im heutigen +Aldodwereiya auf Kiomba, die dem Fürsten von Weria zu schaffen machten und das Wagenvolk von Nykerien. Heute meint der Begriff meist die Wagenvölker aus der Großen Ebene im +Freistaat +Aerinn, die +Ursus Goldmaske in die +Bruderschaft der Völker geführt hatte, und die vor allem in +Lapathien und +Bagunda große Zerstörung anrichteten. Literatur über sie findet sich in den +Ursus-Briefen und bei +Luglain.


Wagenvölker in der Bruderschaft der Völker Bearbeiten

Bericht von Theridor Curus, nach Aufzeichnungen von Ursus Goldmaske

Die Wagenvölker traten als viertes Volk der BdV bei.

Der Weg zum Thron des Klans (=Oberherr) aller Wagenvölker ist sehr beschwerlich. Es gibt unter den Brontos eine zahlenmäßig kleine Herde, von etwa 50 Stück, die ein weißes Fell haben.

Die vier nomadisierenden, der insgesamt sechs Stämme, erwählen jeweils einen Jungen, der unter, für den Stamm günstigen oder wichtigen Vorzei­chen geboren wurde. Dies jedoch nur dann, wenn der alte Klan den Zeit­punkt seines Todes kommen sieht. Diese vier Jungen dürfen nicht älter als drei Jahre sein, wenn sie erwählt werden. Sie werden dann auf dem Rundweg der Brontos ausgesetzt, den die Herde der weißen Brontos als einzige jedes Jahr durchwandert. Den Jungen, denen die weißen Brontos ausweichen, wird über dem Herzen ein Stück Fell eines weißen Brontos eingepflanzt. Um die anderen Jungen, denen die Brontos nicht ausweichen, braucht man sich nicht mehr zu kümmern, da sie von den Brontos zu Tode getrampelt werden.

Die überlebenden Jungen, sehr selten alle vier, meistens zwei, sehen ihre Eltern nicht mehr wieder. Sie werden in die Obhut des Königsstam­mes gegeben. Der Königsstamm hat keinen eigenen Klan, sondern anerkennt nur den Klan aller Wagenvölker. Die Krieger und Kriegerinnen dieses Stammes bekommen nach ihrer Geburt einen Streifen weißen Brontofells in den Rücken eingepflanzt. Dies soll bedeuten, daß sie der Stamm sind auf dessen Rücken sich der Klan stützen kann. Nachdem die Jungen zwischen 10 und 16 Jahren bei diesem Stamm aufgezog­en wurden, um dabei zu lernen, was ein Klan aller Wagenvölker können muß, werden sie auf Reisen durch die Lande jenseits der Flüsse und der Meere geschickt. Sie werden getrennt losgeschickt, da sie nach ihrer Rückkehr, nach etwa drei Jahren, gegen den, oder die anderen Herzfellträger bis zum Tod um den Thron zu kämpfen haben. Vorher jedoch müßen sie dem Rat der Mütter mitteilen, was sie in den fremden Ländern gelernt und gesehen haben. So bleibt gewährleistet, daß die Wagenvölker auch auf den meisten Gebieten Fortschritte in ihrer Entwicklung machen können, die sie nicht direkt mit ihren hauptsächlichen Lebensinhalten, dem Kampf, der Jagd und den Brontos, in Kontakt bringen. Außerdem erfahren sie so vieles über fremde Länder und Sitten.

Die Frauen der Wagenvölker sind vollauf gleichberechtigt. Sie stellen allerdings niemals den Klan aller Wagenvölker. Dafür stellen sie den Rat der Mütter. Dieser Rat besteht aus dreizehn Frauen. Je zwei für die vier nomadisierenden Stämme, vier für den fünften Stamm, dem Stamm der Bauern, Handwerker und Händler und einer Frau aus dem Königsstamm. Die Frau aus dem Königsstamm hat zugleich den Vorsitz.

Diese Mütter sind, während der Ssakatfeste der Wagenvölker, alle drei Jahre, gezeugte Mädchen. Sie werden aus den Mädchen ausgewählt, die von den berühmtesten Kriegern der einzelnen Stämme und den Ratsmitglie­dern gezeugt wurden. Die Männer und die Ratsmitglieder vollziehen den Geschlechtsakt berauscht durch gegorene Brontomilch auf dem Rücken eines extra dafür eingefangenen und gezähmten weißen Brontos. Sie werden ebenfalls vom Königsstamm ausgebildet.

Je nach Herkunft des Vaters werden die Mädchen als Beraterinnen für die Klans der jeweiligen Stämme ausgebildet. Bei ausscheiden eines Ratsmitglieds, aus dem Rat der Mütter, wird das geeignetste Mädchen in den Rat einberufen. Für die Eignung zählen zuerst die Herkunft, Intellingenz, Toleranz, Redegewandtheit, Kriegerische Taten und Jagderfolge.

Die Söhne, die an den Ssakatfesten mit den Ratsmüttern gezeugt werden, dies kommt höchst selten vor, werden sofort nach der Geburt getötet.


Die Stämme Bearbeiten

Die Wagenvölker sind die zahlenmäßig stärkste Gruppe in der BdV. Sie unterteilen sich, wie bereits erwähnt, in sechs Stämme. Der größte dieser Stämme ist der Stamm der Seßhaften. Dieser Stamm verteilt sich über das ganze Land der Wagenvölker. An den Grenzen des Landes, an den Teichen und Tümpeln sind die Seßhaften in besonders großer Zahl zu finden. Sie bauen Getreide an, verarbeiten es zu Mehl, gären die Brontomilch und verarbeiten das Fett der Brontos zu einer glitschigen Masse, die von den Nomaden zur Schmierung ihrer Wagen und Geschmeidige­rhaltung des Leders verwendet wird. Aus besonders schönen Brontoknochen formen und schnitzen sie Kunstgegenstände. Auch verarbeiten sie Metall, da die Nomaden dazu nicht in der Lage sind. Sie sind auch etwas größer gewachsen und nicht so wild wie die anderen fünf Stämme.

Der kleinste, aber am höchsten geachtetste, Stamm, ist der Königsstamm. Er besitzt zwar auch feste Ansiedlungen, aber größere Gruppen durchst­reifen immer wieder das ganze Land. Sie sind sozusagen die Ordnungshüt­er der Wagenvölker. Ein anderer Teil der Krieger und Kriegerinnen des Königsstammes folgt den weißen Brontos und beschützt diese. Die vier anderen Stämme sind die eigentlichen Nomaden. Sie ziehen hinter den größeren Brontoherden her. Es sind die Stämme des Horns, die Kaitaun, der Sonne, die Gintain, des Regens, die Mandzon, und der Erde, die Tschintong.

Sie reiten ausnahmslos auf ihren zähen, kleinen Pferden, während sie ihre Habe auf großen, vierrädrigen Wagen transportieren. Es sind, oft, schwarzäugige Menschen, mit langen, zu Zöpfen geflochten­en , schwarzen Haaren. Sie sind von gedrungener Gestalt, mit, durch das Leben im Sattel bestimmten, krummen Beinen. Ein echter Mangan, wie sich die Wagenvölker selbst nennen, fühlt sich nur auf dem Rücken eines Pferdes wohl. Nur die Kranken, Verletzten, die kleinen Kinder und die Alten fahren auf den Wagen. Auch die Frauen reiten, auf ihren eigenen, Pferden. Eine Ausnahme hiervon bilden die Seßhaften.

Die Mangan tragen hauptsächlich Lederkleidung. Für kriegerische Ausein­andersetzungen haben sie, mit Metallschuppen besetzte, Lederhemden und kleine, runde Helme, teils aus Metall, teils aus Leder, sowie mit Holz verstärkte Lederschilde als Schutz. Pfeil und Bogen beherrscht jeder und jede Mangan meisterhaft. Sie treffen dabei vom Rücken ihres galoppierenden Pferdes auf 50 Schritt das Auge eines Brontos. Außer dieser Waffe besitzen sie noch sogenannte Bonans. Das sind drei schwere Eisenkugeln, die durch gedrehtes Leder aus Brontoschwänzen zusammen gehalten werden. Diese Waffe dient jedoch meist nur dazu, Feinde unschädlich zu machen, sie nicht sofort zu töten. Für den Nahka­mpf haben sie leicht gebogene, vorn verbreiterte, Schwerter, die nur als Hiebwaffe verwendet werden können, da die Spitze fehlt. Außerdem haben sie noch zweischneidige Dolche.

Da sie fast ständig untereinander kleine Scharmützel austragen oder auf Plünderungszügen in den Nachbargebieten sind, sind sie das Kriegsh­andwerk von klein auf gewöhnt.

Jedes Jahr in den Ssakat treffen sich die Klans der fünf Stämme mit dem Klan aller Wagenvölker. Dann werden größere Streitigkeiten bereini­gt und gemeinsame Vorhaben, meist Plünderungszüge, beschlossen. Sowie viele kleinere Schwierigkeiten vor dem Rat der Mütter geschlichtet, bzw. gelöst.


Anmerkungen zu den Aufzeichnungen über die Wagenvölker Bearbeiten

von Theridor Curus

Die Aufzeichnungen des Ursus müssen in dem einen oder anderen Punkt richtiggestellt oder geklärt werden, weil sonst womöglich ein falsches Bild der Wagenvölker entstehen könnte.

Gleich zu Beginn könnte der Leser sich fragen, wer die Stämme beherrscht wenn der alte Klan verstorben ist und die von ihm aus­gewählten Jungen noch unmündig oder gerade auf ihrer Wanderschaft durch die Nachbarreiche sind.

Es geht aus dem Bericht nicht hervor, tatsächlich ist es aber so, daß sich im Verlauf der Jahrzehnte und Jahrhunderte seit die Geschichte der Wagenvölker bekannt ist, zu jeder Zeit einige der Herzfellträger bei den Stämmen befinden. Manche sind noch klein und in ihrer Ausbildung, manche sind älter, bereits zurück von ihren Wanderschaften, manche sogar steinalt.

Dies kommt daher, weil die Klans mit der Wahl der Jungen recht großzügig umgehen. Einige wählen Jungen aus und sterben dann Jahre lang nicht. Andere regieren nur recht kurz, weil sie in Stammes­fehden oder Raubzügen umkommen. Auch dann werden wieder Nachfolger gewählt, obwohl die Nachfolger des Vorgängers vielleicht noch nicht einmal ausgewachsen sind.

Wie dem auch sei, es befinden sich bei den Wagenvölkern, und in den umliegenden Reichen, immer einige Herzfellträger in verschie­denen Altersstufen. Außerdem ist ihnen die Teilnahme am Kampf um den Thron des Klans freigestellt.

Zuletzt sei dazu noch erwähnt, daß der Rat der Mütter ebenfalls mehr Einfluß haben kann, als Ursus dies erwähnt. So werden manche Stämme deren Häuptlinge aus irgendeinem Grund ihre Herrschaft nicht ausüben können, vom Rat der Mütter geleitet. Dies kommt auch vor, wenn einmal tatsächlich kein mündiger Herzfellträger da ist, der Klan aller Wagenvölker werden könnte. Dann werden alle Stämme vom Rat der Mütter geführt.

Man sollte nochmals darauf hinweisen, daß die Wagenvölker haupt­sächlich von den zahmen Brontoherden und der gelegentlichen Jagd auf die wilden Herden leben. Es gibt zwar Nachbarn die behaupten, die Wagenvölker würden hauptsächlich von Raubzügen leben, aber dies ist übertrieben. Nur in den Wintermonaten, wenn kühle Winde über die Ebenen blasen und die Herden an den Lagerplätzen gehalten werden, machen sie junge Krieger aus verschiedenen Stämmen auf, um Ruhm, Ehre und Beute zu gewinnen. Derjenige gilt bei ihnen als der Angesehendste, der am meisten Beute ins Lager bringt und der am meisten Feinde erschlagen hat.

Die Wagenvölker verehren Artan, dem die weißen Brontos geweiht sind. Außerdem irgendwelche obskuren Dämonen der Steppen über die ich bisher nicht viel in Erfahrung bringen konnte. Erdgeister und Windsgnomen kennen und fürchten sie ebenfalls.

Vielmehr ist über die Wagenvölker zur Zeit nicht bekannt. Auch ist es leider kaum möglich mehr zu erfahren, da sich der Freistaat Aerinn, dem sich die Wagenvölker angeschlossen haben, mit der Bruderschaft überwerfen hat.

Siehe auch Bearbeiten

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Segment: Karcanon - Reich: Aerinn - Provinz: Wagenvölker - Myra-Fundort: PR
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