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"Die Lanzen wurden zurückgezogen, und die seltsamen Reitvögel rückten auf Befehl ihrer Reiter von ihm ab. Sie taten es offenbar nur widerwillig und mit steifen, unruhig zuckenden Stelzenbeinen. Ihre Krallen vergruben sich im Boden. Mythor sah sich die Tiere nun genauer an. Obwohl sie eini-gen Abstand von ihm hielten, musste er hoch zu ihnen aufblicken. Ihre flaumgefiederten Köpfe an den geschwungenen, dicken Hälsen befanden sich in einer Höhe von über zweieinhalb Mannslängen. Die furchterregenden Schnäbel waren wie bei Geiern nach unten gebogen. Mythor konnte sich vorstellen, dass ein Mann mit einem einzigen Schnabelhieb getötet wer-den konnte. Diese Schnäbel hatten zudem noch eine Art Kriegsbemalung, was sie noch bedrohlicher erscheinen liess. Einer der Vögel begann plötzlich zu kreischen, reckte den Hals nach vorne und versuchte, mit dem Schnabel nach Mythor zu hacken. Augenblicklich wurden auch die anderen Tiere von diesem Wutausbruch angesteckt und fielen in das Geschrei ein. Ihre muskulösen Hälse zuckten vor und zurück, ihre Schnäbel schnappten mit knöchernem Geräusch. Die Reiter hatten alle Mühe, ihre gefiederten Reittiere zu bändigen. Aber erst als sie ihnen kapuzenartige Hauben über die Köpfe stülpten, beruhigten sie sich. Ihre gesträubten Federn glätteten sich, das Zittern ihrer Körper hörte auf, und sie erstarrten zur Bewegungslosigkeit. »Liebeskralle gefallen die Augen dieses Jünglings nicht«, sagte einer der Reiter, der in zwei Mannslängen Höhe hinter dem Hals seines Tieres sass und im Vergleich zu diesem gera-dezu winzig aussah. »Kusswind wird von seiner Ausdünstung gereizt«, sagte ein anderer Reiter."
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