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Bild Aska, Farbe Mücke, made for Myra

Vhara te Gourn ist eine Magierin aus dem verschollenen Volk der Aegyr, die im Pareistaeseon, einem der Sieben Türme von Etrorien auf Karnicon lebt.

Szene 1 Bearbeiten

Vhara schritt im Zimmer auf und ab. Irgendetwas musste passieren. Die Geschehnisse der letzten Zeit ließen sie schon lange nicht mehr ruhig schlafen. Sie konnte nicht länger mit ansehen, wie in dem Reich, in dem sie lebte, zunehmende Unruhen herrschten. Zuerst durch die Prismatoren, die schon eine ganze Weile nicht mehr zurückgezogen in den Bergen lebten und weite Teile des Landes unsicher machten und nun auch noch durch diesen ominösen Lichtbringer, der immer tiefer ins Reich eindringt und alles, was auf seinem Weg liegt, in seinen Bann zieht. Sie hatte zwar verlauten hören, dass er angeblich gute Absichten hege, nur die Finsternis vertreiben wolle und danach wieder abziehe, aber irgendwie mochte sie das nicht so recht glauben. Irgendetwas störte sie an dieser Gestalt und seiner Geschichte und sie wäre nicht Vhara te Gourn, würde sie nicht versuchen, sich Klarheit zu verschaffen. Irgendwie würde ihr das schon gelingen. Nicht umsonst war sie eine Meisterin der Illusion.

Schon früh fühlte sie sich zur Magie hingezogen und schnell war klar, welchem Zweig ihre Leidenschaft galt. So begab sie sich schon in jungen Jahren in den Dienst eines angesehenen Magiers. Ihre Eltern waren zwar anfänglich nicht sehr erfreut über die Pläne ihrer Tochter, wollten sie doch, dass einmal eine hohe Priesterin aus ihr würde. Aber sie wussten auch um die Eigensinnigkeit ihres Kindes und akzeptierten, dass es eigene Zukunftspläne hegte und so entließen sie sie schließlich in ihre Lehre. Dass sie sich dort nicht dumm anstellte und schnell und beflissentlich ihre Lektionen lernte, verstand sich von selbst. War ihr doch als Aegyr von Natur aus eine höhere Intelligenz beschieden. In Kombination mit ihrem Talent, das sie zweifelsohne besaß, kam sie schnell voran und schon nach wenigen Jahren war sie ihrem Meister fast ebenbürdig. So beschloss dieser, dass es an der Zeit für sie sei, fort zu ziehen und anderen Magiern zu dienen. Auf diese Weise zog sie lange Jahre durch die Welt, von einem Magier zum nächsten und eignete sich immer mehr Wissen und Können an. Solange, bis sie keinen mehr fand, der ihr noch etwas hätte beibringen können. Danach reiste sie nur noch umher, um einen geeigneten Platz zu finden, an dem sie sich niederlassen konnte. In ihre Heimat zurück zu reisen hatte für sie keinen Reiz, wären doch ihre Eltern ohnehin nicht mehr dort gewesen. Diese hatten sich, wie fast alle Aegyr, dazu entschlossen, diese Welt zu verlassen, als der große Krieg zwischen den Lichtkämpfern und den Dunkelkriegern herrschte und woanders in Frieden weiter zu leben. Kümmerten sie doch die Zwistigkeiten der Sterblichen nicht sonderlich. Vhara war eine der wenigen, die sich dazu entschloss, in dieser Welt zu verweilen und den Menschen mit Hilfe ihrer Magie beizustehen. Irgendwie hängte sie zu sehr an ihrer Heimat, als dass sie hätte einfach fortgehen können und in Kauf nehmen, dass die Dunkle Seite eventuell die Weltherrschaft erlangen könnte. So zog sie weit herum, bis sie schließlich in Etrorien landete. Hier gefiel es ihr, hier wollte sie bleiben und das tat sie dann auch.

Vhara warf einen Blick aus dem Fenster. Sie ließ ihre Augen über das weite Land schweifen und verlor sich im Glitzern des Meeres, das sie gerade noch so am Horizont ausmachen konnte. Nein! Sie würde ganz sicher nicht still danebenstehen und zuschauen, wie dieses Reich, in dem sie sich mittlerweile heimisch fühlte, irgendeinem Wesen in die Hände fiel, das sich als den Lichtbringer bezeichnete. Sie wusste zwar nicht, wer oder was er war - noch nicht - aber das war nur eine Frage der Zeit. Alles, was ihr jetzt noch fehlte, war eine zündende Idee, ein Plan, wie sie am Besten vorzugehen hatte. Sie hatte zwar schon ein paar Überlegungen angestellt, aber irgendwie fühlte sie, dass es besser war, sich in dieser Sache mit anderen Magiern zu beraten. Sie wusste aus Erfahrung, dass andere Köpfe andere Gedanken hervorbrachten und sie wäre dumm, würde sie die nicht für sich nutzen. Nicht umsonst hat sie einen Teil ihres Lebens damit verbracht, Totenmasken ausfindig zu machen und in ihren Besitz zu bringen. Überwiegend Totenmasken von großen Magiern, aber auch einige von bedeutenden Kriegern und hohen Priestern. Natürlich wusste sie, dass sie vorsichtig sein musste. Sie durfte nicht zulassen, dass die Totenmaske Besitz von ihr ergreift. Natürlich ist es verständlich, dass eine Seele, die Jahrhunderte lang in einer Maske gefangen ist, irgendwann gerne wieder Macht über einen Menschen besitzen möchte, aber sie war eigentlich sehr geübt darin, Herrin über sich selbst zu bleiben und konnte sich sehr gut gegen den Versuch fremder seelischer Übernahmen schützen. Und schließlich stand fest, dass etwas geschehen musste. Sie hatte eh schon viel zu lange tatenlos zugesehen. Energisch ging sie zur Tür und begann den Aufstieg in den obersten Raum des Turmes. Quietschend öffnete sich die schwere Eisentür und fiel kurz darauf krachend wieder hinter ihr ins Schloss. Ihr Blick zeugte von Entschlossenheit als sie langsam die erste Totenmaske von der Wand nahm.

Bild 1 Bearbeiten

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