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Tuuk-Or-taak

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Titel des Herrschers von Tarn-A-tuuk, der soviel bedeutet wie „Edler Behüter des Reiches des Lebens“. Zur Erklärung dieses Titels muß man vielleicht ein wenig weiter ausholen. In der Talar-nyboz, der Sprache der Ter-baak, die das Gebirge der Tarnak-talaan („Armee der Steinriesen“, Kurzform Tarn, allgemein als „Rand der Welt“ bekannt) bewohnen, gibt es viele Begriffe, die verschiedene, mitunter gegensätzliche Aspekte verkörpern können. Diese enden immer mit einem -z. So hat z.B. der Begriff tuz die Aspekte des Raums zum Leben oder der Wesen, die in einem bestimmten Raum leben. Was davon jeweils gemeint ist, ergibt sich aus dem Kontext. Die Verdopplung des Vokals und die Endung -k führt zum Begriff für etwas, das beide Aspekte in einer höheren Größenordnung integriert. So bedeutet tuuk in etwa „Sphäre des Lebens“ oder auch „Reich des Lebens“. taz hat die Aspekte des Bewahrens oder des Entwickelns. Man könnte es als „Fortführen“ übersetzen. taak ist also eine Institution, deren Merkmal (und Aufgabe) die Bewahrung traditioneller Werte sowie die Entwicklung fortschrittlicher, die traditionellen ergänzender Werte ist. Im Falle des „Reiches des Lebens“ ist diese Institution durch eine Person (den Herrscher oder die Herrscherin) repräsentiert. Diese Person wird aus dem Volke erwählt.

Nun wird nicht etwa irgendeine Person erwählt, sondern die Kandidaten offenbaren sich durch besondere Fähigkeiten, die pro Generation nur bei sehr wenigen auftreten. Bisher ist noch kein Fall bekannt, in dem mehr als zwei in Frage kommende Kandidaten in einer Generation aufgetreten wären, mitunter bringt auch eine ganze Generation überhaupt keine hervor. Die besonderen Fähigkeiten der Kandidaten sind magischer Natur. Sie offenbaren sich meist zufällig beim Spiel der Kinder, wenn eines plötzlich anfängt, Steine oder kleinere Geschwister durch die Luft schweben zu lassen od.ä. Wird solch ungewöhnliche Begabung bei einem Kind festgestellt, so wird es im Alter von sieben Jahren in die Hauptstadt Ter-A-took gebracht. Die Familie des Kindes erhält ein Haus in Ter-A-took, um nicht dauerhaft von ihrem Liebling getrennt sein zu müssen. Auch bringt es den übrigen Familienmitgliedern einige Privilegien, einen Kandidaten für die Nachfolge des Tuuk-Or-taak zu stellen, so werden beispielsweise Bewerber um die Aufnahme in die Heere des Reiches aus diesen Familien - bei entsprechender Eignung - bevorzugt berücksichtigt oder bei Entscheidungen über Streitigkeiten - im Zweifelsfalle - begünstigt.

Die Kandidaten werden einer umfangreichen Ausbildung unterzogen. Sollte es mehrere Anwärter gleichzeitig geben, so gibt die Begabung für strategische Führung und die Ausprägung der kämpferischen Natur den Ausschlag dafür, wer als Taadrai (Thronfolger) benannt wird. Dabei spielt weder Herkunft noch Geschlecht noch Glaube der Kandidaten eine Rolle für die Auswahl, die durch den Rat der Ältesten getroffen wird (in ihm sind die bewandertsten Gelehrten der verschiedenen Wissenschaften, die Reichshohepriester sowie die Tin-maak (Minister) vertreten). Die Ausbildung umfaßt neben der weiteren Schulung der magischen Fähigkeiten die Unterweisung in diversen Kampftechniken, in strategischer Planung und die Ausprägung von Führungsqualitäten, aber auch die Vermittlung der Weisheiten unseres Volkes und seiner Gelehrten, sowie außerdem die Einweihung in die tieferen Mysterien der jeweiligen Religion (etwa drei Viertel der Ter-baak glauben an den Sturmboten und Vater der Riesen, den Adlergott Talarka, der Rest an den Kriegsgott und Schütterer Kerbatu; es gibt auch noch vereinzelte, wenige hundert Mitglieder zählende Gemeinden anderer Gottheiten). Spätestens bei Erreichen der Volljährigkeit wird die oder der Taadrai außerdem in die Allsämtlichen Wahren Geheimnisse des Tarn initiiert. Das Ritual findet, einer über hundert tausend Jahre alten Tradition folgend, im Steinkreis des Bakurf-Ter statt.

Mit dem Amtsantritt (beim Rücktritt oder Tod des bisherigen Tuuk-Or-taak, unabhängig vom Alter des/der Taadrai) wird der/die neue Tuuk-Or-taak automatisch auch Birkan (Reichshohepriester/in) seiner/ihrer Religion, Vorsitzende/r des Rates der Ältesten und Oberste/r Heerführer/in des Reiches. Es ist in der Geschichte Tarn-A-tuuk’s bisher einmal vorgekommen, daß eine Siebenjährige Tuuk-Or-taak wurde und damit auch Vorsitzende im Rat der Ältesten war. Auch in dieser letzteren Funktion ist sie ihrer Aufgabe hervorragend gerecht geworden. Kern-taak regierte 72 Jahre und legte den Grundstein für Tarn-A-tuuk’s heutige Größe. Sie gilt auch als Erbauerin von Biraka-A-natook, der Großen Zitadelle von Ter-A-took, obwohl sich das nicht mehr eindeutig beweisen läßt.

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