Fandom

MyraPedia

Tritonen

7.167Seiten in
diesem Wiki
Seite hinzufügen
Diskussion0 Teilen
My077.Learges-Tritone.jpg

Learges, einer der Tritonen von Ptaath.

TRITONEN — Meeresbewohner der versunkenen Stadt Ptaath (Nasses Grab), die sich selbst Okeazar nennen. Sie sind annä­hernd menschenähnlich, haben jedoch eine grünliche, ge­schuppte Haut, an den Händen und FUBen jeweils einen kur­zen, muskulösen Daumen mit Kralle und drei durch Schwimmhäute verbundene Finger, bzw. Zehen. Abgesehen von kurzen Finnen an den Ellbogen und entlang der Wirbel­säule, die in einem kurzen Schwanz endet, ist ihre Anatomie menschlich, was nicht weiter verwundern darf, sind sie doch die Nachfahren des alten Volkes aus Singara, und das waren Menschen. Die Gesichter dagegen sind echsenähnlich, mit tiefliegenden Fisch äugen, großen, muschelförmigen Ohren, ei­nem vorspringenden Oberkiefer mit zwei spitzen ReiBzähnen und zwei Hörnern auf der Stirn. Sie atmen durch Kiemen, die links und rechts des Halses sitzen und eine hellrote Farbe ha­ben. Die Physiognomie wird um so fremdartiger, je tiefer im Meer der Okeazar geboren wurde.

Die Okeazar von Ptaath haben ein Kastenwesen, das drei Klas­sen kennt den ersten, zweiten und dritten Kreis. Dabei ist die erste Klasse die niedrigste, ihre Angehörigen sind praktisch rechtlos, die Tritonen der dritten dagegen sind die stärksten und für menschliche Begriffe die häßlichsten. Physische Stär­ke hat bei den Ptaath-Tritonen überhaupt einen hohen Stel­lenwert und Ist mit ein Garant für den Aufstieg in eine höhere Klasse.

Die drei Klassen unterscheiden sich auch durch ihre Namen: Bei der ersten enden sie auf -s (z.B. Evlos, Learges), bei der zweiten auf -r (wie Orvar, Ndryar), bei der dritten auf -ch (Azrach, Ertach). Die Okeazar der niedrigsten (ersten) Klasse leben in den äußeren Bezirken der Unterwasserstadt und ha­ben die niedrigsten Tätigkeiten zu verrichten, zu denen Reini­gungsarbeiten gehören, wie das Jäten der Seepflanzen, Säu­berung der Anlägen von Algen und der Fischfang und die Un­terwasserjagd. Angeführt werden solche Arbeitsgruppen zu­meist von Tritonen der dritten Klasse, die auf strenge Zucht und Ordnung achten. Die Tritonen der niedrigsten Klasse sind in der Regel der menschlichen Sprache nicht mächtig und sind fast ausschließlich an das Leben im Wasser gebunden; sie können nur kurze Zeit an Land überleben. Auch die Angehörigen der zweiten Klasse geniessen keine be­sonderen Vorrechte, können jedoch auf eine gediegenere Ausbildung zurückblicken und auf eine größere Erfahrung, auch im Umgang mit den Landbewohnern.

Ältere und ver­diente Tritonen steigen mit den Jahren in diese „Mittel­schicht" auf und stellen größtenteils die Wachmannschaften und Kampftruppen und auch die Handwerker. Die wirklich Privilegierten sind die Tritonen der dritten Klasse, die dem Wasser auf einige Stunden und bis zu einem Tag ent­steigen können und die Sprache der Menschen beherrschen, zu denen sie rege Kontakte haben. Als Faustregel kann gelten, daB ein Tritone um so geachteter ist, je länger er es an Land aushält, in welchem MaBe er dem Anemona-Kult dient und wie stark sein EinfluB auf die Bewohner der Oberwelt ist, sprich: wie stark er sie in seine Abhängigkeit bringt. Die Vertreter die­ser Kaste stellen auch die Wächter des inneren Tempelbe­zirks. Aber das Betreten des eigentlichen Heiligtums im Mittel­punkt von Ptaath, des Anemona-Tempels, ist auch ihnen bei Todesstrafe verboten.

Hier leben und herrschen die Okeara-lor, die Hohenpriesterin­nen der Meermutter und der Anemona, von denen es nur wenige an der Zahl gibt und die im Gegensatz zu den anderen Tri­tonen nicht auf Stärke, sondern auf „Schönheit" gezüchtet sind. Sie haben langes, weißes Haar, flache, feingeschnittene Gesichter mit ausgeprägten Wangenknochen und sind emp­findlich gegen helles Licht. Sie zeigen sich nie auf der Ober­welt, und wenn Notfälle oder besondere Feste dies erforder­lich machen, dann nur bei Nacht. Sie sind es auch, denen die Verwandtschaft zu den Menschen am deutlichsten anzumer­ken ist und in ihrer näheren Ahnenreihe Väter oder Mütter der Oberweltbewohner aufzuweisen haben. Sie entstammen den Verbindungen zwischen Menschen und Tritonen bei den nächtlichen Riten in den Buchten der Inseln, oder aber sie sind Nachkommen jener Menschenkinder, die aus der Ober­welt entführt wurden, um in den Menschenpferchen von Ptaath ein ewiges Dämmerdasein zu führen, bis der Tod sie davon erlöst — was in 99 von 100 Fällen durch die Opferung an die Anemona geschieht. Es scheint das Bestreben der Okeara-lor zu sein, das Volk der Ptaath-Tritonen durch gezielte Aufzucht und Vermischung mit den' Landbewohnern des Nas­sen Grabes zu einer Spezies zu machen, die sowohl für das Leben unter Wasser wie auch für das über Wasser geeignet ist. Dahinter stecken allerdings keine Fraternisierungs- bestrebungen, sondern eher die Absicht, den Anemona-Kult auch über die Unterwasserwelt von Ptaath auszuweiten. Neben den Ptaath-Tritonen aus dem Nassen Grab gibt es auch andere, die sich vom Anemona-Kult abgewendet haben und ihn verdammen, wie etwa die Okeazar-Kolonie aus dem Grundlosen Wassergraben, von wo der junge Learges stammt. Darüber hinaus sollen auch die versunkenen Städte des ehe­maligen Grossreiches Singara von Tritonen bewohnt sein, die, bei aller körperlichen Anpassung an das Unterwasserleben, als die traditionellsten Vertreter des Alten Volkes bezeichnet werden, aber kaum in Erscheinung treten und mit dem Ane­mona-Kult (trotz aller ursprünglichen Zusammenhänge) über­haupt nichts zu schaffen haben.

Tritonen verständigen sich unter, Wasser durch Pfeiflaute. Oberweltbewohner können sie mittels trichterförmiger Signal­geber über große Entfernungen rufen und auf diese Weise mit ihnen in Kontakt treten. Ein solcher Kontaktpunkt ist die „Flü­sterbucht". An Land geschieht die Verständigung mit den pri­vilegierten Tritonen mittels der menschlichen Sprache.

Die Bewaffnung der Tritonen besteht in der Hauptsache aus Dreizacken und Sägezahnschwertern, die sich im Unterwas­sereinsatz besonders bewähren, weil der Druck und der Wi­derstand des Wassers besondere Bedingungen schaffen und herkömmlichen Waffengebrauch unterbinden. Die Waffen be­stehen durchwegs nicht aus Metall, sondern aus Fischkno­chen, die sich vorzüglich als Reiß-, Stich- und Sägewaffen eig­nen.

Die Meermutter ist die absolute Herrscherin in diesem Unter­wasserreich und steht den Okeara-lor vor, sie ist Mittlerin zur grausamen und Menschenopfer fordernden Göttin Anemona, die in einem tiefen Spalt unterhalb der Opfergalerie des Tem­pels haust. Diese dualistische Macht hat das Nasse Grab zum Schrecken aller Seetrauen Vangas gemacht und konnte sich sogar über mehr als fünfhundert Jahre hinweg dem Zugriff der Zaubermütter entziehen. Die Meermutter wird auch SCHWARZE MUTTER genannt — und von der Hexe Sosona als Zaems schlimmste Feindin bezeichnet!

Mythor-Fundort: My77/60 MW
.
FlattrButon.png

FlattrThis.

Störung durch Adblocker erkannt!


Wikia ist eine gebührenfreie Seite, die sich durch Werbung finanziert. Benutzer, die Adblocker einsetzen, haben eine modifizierte Ansicht der Seite.

Wikia ist nicht verfügbar, wenn du weitere Modifikationen in dem Adblocker-Programm gemacht hast. Wenn du sie entfernst, dann wird die Seite ohne Probleme geladen.

Auch bei Fandom

Zufälliges Wiki