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Die Trang gelten vielen anderen Bewohnern der Einhorninsel als allenfalls halbmenschlich. Sie sind mindestens zwei Köpfe kleiner als der durchschnittliche Colteke und wesentlich behaarter, wobei ihr Haar meist in zweifarbigen, kontrastreichen Mustern wächst. Frauen und Männer tragen gern zu Stammesmustern rasierte, kurze und weiche Bärte. Ihr Siedlungsgebiet teilen sie sich mit den Torreken.

Nicht nur, weil sie H'ralv verehren, nennen viele sie auch Dachsleute, sondern vor allem, weil ihre Gesichter und ihre leicht gebeugte Haltung oft an dieses Tier erinnern. Obwohl ihre Hände dafür viel zu groß und linkisch wirken, gibt es unter ihnen eine Vielzahl begabter Fein- und Goldschmiede. Daneben kommen aus ihren Werkstätten die feinsten Töpferwaren – kein grobes Steingut, sondern leuchtend weißes, feinstes Porzellan, in strahlenden Farben überglasiert, das meist als Trangware (oder kurz Trang) in den Handel kommt.

Vor allem aber bilden sie – noch vor den Jüngern Dondras – die besten Heiler und Heilerinnen der Provinz Vanxor aus. Von Generation zu Generation haben sie viele, oft als Familiengeheimnis behandelte Rezepte weitergegeben wie die Rote Salbe, die die Wundheilung unterstützt sowie Gelenk- und Rückenschmerzen vertreibt. Wird nach dem Einrichten eines Bruchs das Bein unter dem Verband mit einer fingerdicken Schicht der Roten Salbe bedeckt, wird dieser Verband mit der getrockneten Salbe hart wie Stein. Nach dem Aushärten kann sogar die Schiene entfernt werden. Bei einem Beinbruch etwa kann der Patient oft schon zwei Tage später wieder mit dem steifen Verband herum humpeln. Nach sechs Tagen wird der Verband gewechselt, und wiederum sechs Tage später ist der Bruch meist schon ausgeheilt.