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Der Sterndeuter und Magier Thonensen

Thonensen & Vassander - Ersterer war Leibmagier des ugalienischen Grafen Corian auf Burg Anbur, zugleich auch Sterndeuter, der aus den Beobachtungen der fernen Schatten­zone die Horoskope für seinen Herrn erstellte. Von Gestalt fast sieben Fuß groß, dazu feingliedrig und schfank, mit wallendem weißen Vollbart und seidigem Haupthaar von gleicher Farbe. Dazu standen seine rötlichen Augen in starkem Kontrast. Er stammte aus Eislanden. Für einige Zeit war Steinmann Sadagar sein Gehilfe und lernte von seinem Meister einiges von der Weißen Kunst der Magie. Thonensen war kein sorgloser Hexenmeister, der die Magie als Mittel zum Zweck benutzte, sondern er war ein Gelehrter der Weißen Magie mit Verantwortung. Ganz anders da Vassander, der immer mehr der Schwarzen Magie ver­fiel, was in einem Pakt mit dem Dämon Derzinuum gipfelte und den Erzmagier des L'umeyn von Ugalien zu einem Befehlsempfänger der Dunkelmächte machte. Seine geringe Größe von nicht ganz 5 Fuß, die ihn wie einen Troll erscheinen ließ, wog er mit grenzenloser Eitelkeit auf. Bei seiner traditionellen Magier­kleidung (Spitzhut und weiter, versteifter Umhang) bevorzugte er die Farben purpur bis violett, vermischt mit Grautönen und Schwarz, die Farben der Düsternis.
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Der Magier Vassander aus Ugalien.

Als es auf Burg Anbur zum Treffen der Vertreter der Lichtwelt kam, wo die Ugaliener, Karsh, Salamiter, Leoniter und die noch freien Tainnianer Maßnahmen gegen die vorrückenden Caer und ihre Dämonenpriester berieten, kam es zwischen den beiden grundverschiedenen Magiern zum Eklat, der schließlich in einem magischen Duell gipfelte.

Es war V., der die Entscheidungsschiacht zur Wintersonne im Hochmoor von Dhuannin forderte, und es war T., der sich da­gegen aussprach und den Erzmagier des Paktierens mit den Dunkelmächten bezichtigte. T. hatte damals genügend Indizien gesammelt, nicht zuletzt durch die tatkräftige Unterstützung Mythors und setner Gefährten. Doch fand sich niemand auf Burg Anbur, der ihm so richtig Glauben schenken wollte. T.s Warnungen, daß zur Wintersonnenwende das Licht am schwächsten sei und die Kräfte des Bösen am stärksten, blie­ben ungehört. Die Geschichte gab ihm recht, denn inzwischen ist.es mit dem Blut der Kämpfer wider das Böse unauslöschlich ins Buch der Welt geschrieben, daß das Gute damals im Hoch­moor von Dhuannin seine ärgste Niederlage erlitten hatte. Und diese verlorene Schlacht führte letztlich auch dazu, daß die Heere der Caer die Länder des Oklis überschwemmten und die Dämonenpriester dem Bösen zu seinem Siegeszug verhal­fen.

Das Duell der beiden grundverschiedenen Magier konnte nichts daran ändern, der Sieg T.s über V. trug keine Früchte mehr. V. kämpfte mit der Hilfe des Dämons Derzinuum, doch als er auf die Verliererstraße geriet, entfleuchte der Dämon und ließ ein Wesen mit geschädigtem Geist und Körper zurück - ei­nen Xandoren.

Doch welche Ironie des Schicksals: V.s Sturz und Verwandlung Zu einem dämonischen Zwitterwesen öffnete den Ugalienern noch immer nicht die Augen über seine wahre Gesinnung. Sie feierten ihn als Helden, der sich im Kampf gegen das Böse ge­opfert hatte, und ihre Verehrung reichte so weit, daß sie dem Xandoren eine Insel im See Theaur zur Verfügung stellten und ihm huldigten wie einem Gott.

Darüber war Mythor damals so verbittert, daß er sich weigerte, mit Graf Corians Heer in die Schlacht zu ziehen. V. blieb auf Burg Anbur zurück, um von hier einen einsamen Kampf gegen das vorrückende Böse zu führen und um den Xandor auf der Insel Theaur in Schach zu halten.

Nottr verdankt dem Sterndeuter das Leben, denn dieser be­wahrte ihn, den Barabaren, der plündernd durch Ugalien gezo­gen war, vor dem Scheiterhaufen, auf den Graf Corian ihn schicken wollte. Und T. pflegte ihn gesund und versteckte ihn solange, bis er genesen war und er sich mit dem Steinmann Sadagar zu dem vereinbarten Treffpunkt mit Mythor auf den Weg machen konnte: Zum Koloss von Tillorn, dem 6. Fixpunkt des Lichtboten. Dies hat Nottr dem Sterndeuter nicht vergessen.

Segment: Rodebran - Mythor-Fundort: My91
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