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Von Theatern (Haus der Spiele) und anderem Bearbeiten

(Quelle: Gra-Tha N’My)

Was macht man in Gra-Tha N’My, wenn man ausgehen und sich unterhalten lassen will? Man geht in das Haus der Spiele, das in jeder Stadt und Festung steht. In Kartis gibt es sogar zwei, das große und das kleine. In diesen Häusern werden Tragödien, Komödien und Dramas aufgeführt. Die Stücke stammen meist von den Schauspielgruppen selber, oder lehnen sich an Stücke bekannter Dichter an. Es gibt in viele kleine Schauspielergruppen, die über das Land reisen, und ihren Lebensunterhalt mit ihrer Kunst in Dörfer und Städten verdienen. Kommt so eine Gruppe in eine Stadt kann sie dort für einige Zeit bleiben, und im Haus der Spiele auftreten, solange sie eine bestimmte Anzahl Stücke pro Mond spielen.

Die Häuser der Spiele werden von dem Amt für Religion und Kultur unterhalten, und für eine bestimmte Zeit an die Schauspieler ausgeliehen. Eintritt ist in Gra-Tha N’My unbekannt, nach der Vorstellung stehen am Ausgang die Schauspieler mit Schalen, in denen das Publikum Spenden legt. Da die Schauspieler davon leben müssen geben sie sich viel Mühe. Das Publikum weiß dies meistens zu schätzen, gibt aber nicht nur Geld sondern oft auch Lebensmittel.

Ein besondere Veranstaltung sind die Lesungen. Die meisten erwachsenen Grathani sind nicht in der Lage zu lesen, und die wenigen, die es können, können sich die sehr teueren Bücher nicht leisten. Geschichten werden aber gerne gehört. So gibt es fast wöchentliche in den Häusern der Spiele Lesungen von Büchern. Dabei stehen Reiseberichte hoch in der Gunst des Publikums, den diese stillen etwas die Sehnsucht und Neugier nach fremden Ländern. Woher kommen nun die ganzen Reiseberichte? Die Alchimisten haben eine alte Tradition wieder belebt, es ist üblich, das ein Alchimist eine Reise in ein noch kaum bereistes Land unternimmt, ehe er Alchimist oder Meister der Alchimie wird. Da sie nicht nur reisen, sondern genau ihre Umgebung beobachten, um daraus zu lernen, fertigen sie genaue Berichte an. Diese Berichte dienen anderen wie der als Grundlage für ihre Reisen. Es kommt jedoch auch vor, daß so ein Bericht die Anregung für eine neue Entdeckung lieferte. Einige Alchimisten sind aber auch begnadete Dichter, ihre Reise berichte fesseln die Zuhörer, und lassen die durchreisten Gegenden vor ihren Augen entstehen.


Wie sieht nun so ein Haus der Spiele von innen aus? Bearbeiten

Das Haus ist ein kuppelförmiger Bau. Tritt man durch die großen Doppeltüren ein, gelangt man in einen großen, Platz genommen, die den Vortragenden mit dezenter dem Text untermalender Musik begleiten werden.

Zum Ssakat findet in Kartis ein dreitägiger Dichterwettbewerb statt. An jedem Tag finden in beiden Häusern der Spiele drei Aufführungen statt. Jeweils eine Tragödie, Komödie und ein Drama. Die Stücke werden dabei zum erstenmal aufgeführt, dies ist Bedingung, damit das Publikum unvoreingenommen urteilen kann, welches Stück das beste an diesem Ssakat ist.

Es gibt einen Rundgang, der um das halbe Gebäude geht. An seinem Enden befinden sich Stätten für das unaufschiebbare körperliche Bedürfnis. An den Wänden des Rundganges haben verschiedene Händler ihre Stände eröff net und beglücken die vorbei flanieren den Gäste mit allerlei Köstlichkeiten und Nützlichkeiten. Durch verschieden Türen gelangt man in das Innere des Gebäudes. Viele Meter unterhalb der Eingänge liegt eine große, steinerne Bühne, die Kuppel in zwei Hälften teilt. Die hintere Hälfte ist nicht sichtbar, denn eine Wand trennt die dort liegenden Räumlichkeiten für die Schauspieler von den Blicken des Publikums ab. Die Gäste nehmen auf nach unten zur Bühne hin abfallenden Sitzreihen Platz. Auffällig ist, daß alle Sitzreihen aus dem gleichen behauenen Stein bestehen, es gibt auch keine Logen oder andere Annehmlichkeiten für hochgestellte Persönlichkeiten.

Beleuchtet wird der Saal durch gläserne Fenster in der Kuppel über der Bühne und durch eine Vielzahl von Öllampen, die an den Seiten der Bühne und an ihrem vorderen Rand angebracht sind. Dank den Lampen ist es im Haus der Spiele nie kalt. Seile und Flaschenzüge hängen von der Kuppel herunter. An ihnen werden die farbigen Hintergrundbilder der Stücke aufgehängt. Doch heute besteht der Hintergrund nur aus einem schwarzen Vorhang. In der Mitte der Bühne ist ein Lesepult aufgebaut. Links und rechts neben dem Pult haben auf Stühlen die Musiker essen Dichter und die Schauspielergruppe wird dann mit einem Preis von König Tek'ton kro K'Sy geehrt. Jeder Dichter kann nur in jeder Kategorie ein Stück aufführen lassen, er braucht jedoch für jedes Stück eine andere Schauspielergruppe.

Die zum Ssakat in Kartis gespielten Stücken, werden meistens von den Schauspielergruppen, im Laufe des nächsten Jahres in allen Städten des Reiches wiederholt aufgeführt. Stücke, die während des Wettbewerbs aufgeführt werden, gelten als besonders gelungen, und werden deswegen meistens noch oft gespielt.
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