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Sukor

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Hinweis: Dieser Abschnitt ist aus der Sicht eines Bewohners von Myra geschrieben und daher notwendigerweise subjektiv.

Sukor, Höchstpriester des Göttervaters Chnum, im Tammus des Jahres 410 n.P.

  • an alle Hohepriester Chnums auf Myra
  • an alle Mitglieder des Bunds der Chnumgläubigen
  • an alle chnumgläubigen Herrscher und Fürsten.

Ich grüße Euch im Namen des Göttervaters Chnum, des Widdergottes, des Herrn der Sieben Quellen, des Beschützers der Menschen und Elfen: Saluton!

Viel wird in diesen Zeiten überlegt, wie man der Finsternis Herr werden und sie -zumindest einmal von Karcanon- vertreiben könnte. Es gilt der Schlacht­ruf Clarions von Helion "Schlagt Arus Ur Eklas, solange er noch fern von My-re weilt". Signifer vis Dyvenloon, der künftige Segmentshüter Ysatingas, hat sich dieser Aufgabe angenommen und versucht, die Kräfte der Lichtwelt für dieses Ziel zu einen. Man möge ihm jede erdenkliche Unterstützung bei seinem Versuch, den Krieg zwischen den Lichtreichen zu beenden, gewähren, denn ich wiederhole es nocheinmal: Der Göttervater will keinen Krieg. Es erscheint jedoch fraglich, ob tatsächlich der Feuerhund Genrals diejenige Gefahr für unsere Religion darstellt, die in diesen Jahren am größten ist. Viele Anzeichen sprechen dafür, daß es zwar Kräfte des Feuers sind, die uns und selbst die größten unserer Tempel bedrohen werden, doch daß dieses Feu­er kein an sich Schwarzes Feuer ist, sondern daß statt spuckenden Vulkanen bald brennende Holzscheite unser Verderben werden. Deutlicher noch: Es gibt Anzeichen, daß alle Feueranbeter uns und unserer Religion übel wollen. Die umfangreichen Missionierungen im einst orcangläubigen bakanasanischen Gebiet im Machairas des Inneren Meeres müssen mit verstärkter Energie betrieben wer­den, um zu verhindern, daß auch dort die Feuer entflammen, wenn man andern­orts versucht, uns die Dächer über den Köpfen anzuzünden. Siedlungsgebiete der feueranbetetoden Anguri sollten, soweit sie für uns erreichbar sind, verstärkt Ziel unserer Mission sein. Hier ist auch eine wesentliche Aufgabe für die chnumtreuen Mönchs- und Ritterorden. Ich fordere Clod Tyriaid, den Ordensmeister der Chnumiten und künftigen Primas der bakanasanischen Reichs­kirche auf, die Chnumiten wieder zu bewaffnen, wie dies in Teilen bereits geschehen ist, um für den Schutz unserer Tempel und die Glaubensfreiheit unserer Gläubigen sorgen zu können.

Besonders besorgt sehen wir auf die Lage der Chnumgläubigen im Gebiet der Purpurnen Bruderschaft, wo der Verwandte des verstorbenen Chaireddin de Valmore, Nerus Chemnos (genannt der Feuerkopf) gegen die Chnumgläubigen auch in den Grenzgebieten der Bruderschaft, und wo unter den Borgontreuen Wolfs­brüdern das Gebiet der Bugander verheert wird, mit besonderer Härte gegen die Anhänger und Verkünder unserer Religion. Sollten die Verfolgungen durch die Bruderschaft nicht aufhören, so ist ein gemeinsames Vorgehen der Chnum­gläubigen gegen sie ein Gebot der Zeit. Wir können nicht warten, bis sie sich stark genug fühlen, auch gegen unsere Großen Tempel und gegen unsere Diener im Gebiete von Ataris und Karalo-Floran vorzugehen. Vor allem Ebed Zakeen und Vrucht Barkeyt seien hiermit aufgerufen, Aktivitäten in dieser Richtung vorzubereiten und miteinander abzustimmen. Kosmasius Bestetor, Uzori, Zewaratt und Clod Tyiriaid mögen ihre Unterstützung mit diesen beiden absprechen und auf ihre Arbeit hinarbeiten.

Je bedrohlicher die Lage der Lichtwelt, umso wichtiger ein Frieden in Lapathien. Alle chnumgläubigen Beteiligten an diesem Konflikt sind hiermit aufgerufen, die von Signifer vis Dyvenloon vorgeschlagene Lösung zu unter­stützen, da eine Unabhängigkeit eines Königreichs Lapathien oder eines mit Phialeia und Anthrizia vereinigten neuen Königreiches die beste Lösung dar­stellt, die keine der Kriegsparteien begünstigt. Bofri von Gorgon scheint am Besten geeignet, den Frieden dieser Region zu sichern - er sei König. Was die Seher künden scheint wahr zu werden - wenn wir uns nicht bemühen, wird 412 das Jahr der Spinne, anstatt das Jahr der Goldenen Drachen. Das Urböse aber kann nicht wie ein Hort des Feuerhunds ausgerottet werden. Umso wichtiger ist eine einige Lichtwelt, und so scheint es uns wünschenswert, daß die Lichtwelt von ganz Myra einen einigen Führer habe, dem sie im Falle eines globalen Konfliktes und Kampfes gegen die Finsternis folgen können, denn auch die Finsternis wird immer direkter und gezielter auf den verschie­denen Kontinenten Einfluß nehmen, nun da Agon auf Ysatinga den BDO, den Bund seinen Dämonenanhänger, neu formiert, und nun da sich von Corigani die Schlei­er der Untätigkeit gehoben haben. Muß denn nicht die Tatsache, daß Zardos, der Hochlord der Finsternis, in Agon keinen Konkurrenten und in Arus keinen stärkeren mehr auf Myra hat, bedeuten), daß er die Dark Union wieder unange­fochten und straffer führt, muß nicht die Tatsache, daß man auf Karcanon schon lange keine Mörderbienen mehr sah, bedeuten, daß er sie anderswo zum Einsatz bringen will oder zum Einsatz aufgestellt hat? Die Finsternis hat einen eini­gen Führer - auch die Lichtwelt kann das brauchen.

Auf jedem Kontinent seien die Chnumgläubigen aufgefordert, die Lichtbündnisse zu unterstützen, sich selbst als Sprecher und Leiter dieser Bündnisse zur Verfügung zu stellen, und den Besten unter ihnen zum Leiter der Lichtwelt dieses Kontinents zu wählen, den die Lichtreiche als Schlichter anrufen und anerkennen. Während nun die Hohepriester Chnums als Schlichter auftreten können und sollen, dürfen sie doch nicht soweit in weltliche Belange vor­dringen, daß sie selbst die Leitung der Lichtwelt übernehmen wollen. Diese Aufgabe ist von unserem Göttervater Chnum für die chnumgläubigen Herrscher vorbehalten worden.

Der Beschützer der Menschen und Elfen hat in mir seinen geistlichen Vertre­ter, dobh scheint die Zeit erneut gekommen, auch einen weltlichen Vertreter zu suchen, der würdig ist, diesen Titel zu führen. Wenn sich unter den Rei­chen der Lichtwelt ein Herrscher findet, den die Götter mit der Macht beschenkt haben, Chnums weltlicher Arm zu-sein und den auch andere Könige und Herrscher als als Autorität und Hochkönig anzuerkennen bereit sind, so daß die welt­lichen Voraussetzungen eines Kaiserreiches gegeben sind (Fünfhundert Gemarken Land, in denen man auf sein Wort hört, Einwohner, die gemeinsam drei Millio­nen Steuern im Jahr aufbringen und drei Herrscher oder Herrscherinnen, die ihm Gefolgschaft leisten), so wird Chnum selbst durch mich auch den geist­lichen Segen nicht fehlen lassen und seine Weihe zum Kaiser soll durch mich oder die Chnumhohepriester von mindestens fünf Reichen Myras erfolgen. Es wäre wünschenwert, wenn auch nicht wahrscheinlich, daß dieser Herrscher auch von den Gläubigen anderer Religionen anerkannt würde. Ich fordere Kahl-Kot-toni und Dandairia auf, mir von ihren Kontinenten geeignete Herrscher zu benennen, ich fordere den Königlichen Rat ßagundas und den Senat Bakanasans sowie den Königlichen Rat Karalo-Florans auf, entsprechende Vorschläge zu machen. Wer, so meint Ihr, wäre würdig und in der Lage dieses Amt zu führen? An Euch und Euch Hohepriestern sei es, Namen zu nennen.

Mit dem Höchstpriester unseres Sohnes Dondra bin ich mir einig, daß es eines der Ziele des WALD sein muß, die Wüste des Schnellen Todes ihres Namens zu berauben. Ein Kanal soll langfristig das Berusinische Meer durch die Zun mit der Weiten See verbinden, als Grundlage eines großangelegten Bewässerungs­programms zur Wiederbelebung dieser Wüste. Spenden an das Lebenshilfekonto 357 können auch dafür zweckgebunden werden. Der Weltbund Aller Lebensoffenen Druiden faßt auch eine Wiederbelebung der von der WOLKE verseuchten Gebiete ins Auge, denn nicht nur wir Menschen und Elfen sind Teil der umfassenden Schöpfung der Götter, deren größter der Göttervater Chnum ist.

Als letztes will ich Euch auffordern, alle für den Tempelfonds zu sammeln, um die Religion und das Licht des Göttervaters in viele Regionen dieser Welt zu bringen, in denen noch Düsternis wohnt und Unwissenheit, und die Herzen vieler Menschen durch das goldene Licht Chnums zu erhellen. Nach dem Fall des DULAROTHOMAE gegen die Feuerreligion Cuicuilcos, die damit auch verging, ist Chelo-Darn, der Hauptkontonent Karnicons, eine Hoffnung der Lichtwelt. Laßt uns dort durch die Unterstützung des Tempelbaus eine Bastion des Glaubens er­richten!

Agape n'Or - die Liebe und das Goldene Licht Chnums mit Euch!

gez. Sukor

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