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Pflanzen aus Muscae Bearbeiten

Dies ist eine kleine Übersicht über die vielfältigen Lebensformen im Thysias Karcanons, vor allem im Reiche des Lichts und der Frömmigkeit, Muscae:

Absiss-Strauch Bearbeiten

Eine essbare Pflanze von bescheidener Höhe, die vielleicht gerade mal vier Fuß, etwas mehr als einen Schritt, erreicht. Allein durch seine Farbe jedoch fällt der Absiss-Strauch meist schon von weitem auf, da Blätter und vor allem Blüten von einem leuchtenden Violett sind.

Der vor allem im Dreieck zwischen Vondu, Yesanur und Broklyd-Dyll heimische Absiss-Strauch wird nicht nur von der Chnumpriesterschaft Muscaes wegen seiner vielfältigen Heilkräfte geschätzt. Essbar sind dabei nur die Blüte, die Blätter und die Wurzel, während der Stamm des Strauches ein eigenes Gift hat, von dessen Verzehr dringend abzuraten ist. Die Absiss- Wurzel wird zerkocht als Heilmittel für Durchfall, Brechreiz und viele innere Krankheiten mehr verwendet, zerstampft und getrocknet findet sie auch als Würze für Speisen Verwendung und wird auch da wegen ihrer vielfältigen positiven Wirkungen auf das gesamte Befinden geschätzt. Aus den Blüten wird in einer speziellen Wirkstätte in Yesanur eine Art Öl gewonnen, das erwärmt durch seinen Dampf die besten Wirkungen auf einen trüben Geist hat und manche Verwirrung heilt - im Übermass aber vielleicht selber zu Verwirrung führen kann.

Lorea-Eiche Bearbeiten

Die Lorea-Eiche gehört zu den größten auf Karcanon bekannten Bäumen überhaupt, und ist fast ausschliesslich im Wald von Camen zwischen den Camen-Hügeln und der Festung Chnumar zu finden. Der von manchen für heilig gehaltene Baum unterscheidet sich von anderen Eichen nicht nur durch seine Höhe von bis zu sechzig Schritt, sondern auch durch seine borkenfreie, glatte Aussenrinde. Sein Umfang kann von vier ausgewachsenen Männern nur mit Mühe gefasst werden und erreicht nahe den Wurzeln bis zu acht Schritt. Die Lorea-Eiche hat relativ kleine, grüne Blätter in der typischen Eichenform, in einer meist eher kleinen Krone.

Verwendung findet das Holz der Lorea-Eiche vor allem im Brückenbau, im Schiffbau und im Bau von Tempeln und Palästen, selten auch Privathäusern wohlhabender oder bedeutender Funktionsträger. Letztere schmücken sich gerne auch mit lebenden Lorea-Eichen bei, an oder vor ihrem Haus, wobei diese dann als Jungpflanzen aus dem Wald von Camen geholt werden müssen, da sie nur dort heimisch sind.

Muscalierischer Farn Bearbeiten

Hierbei handelt es sich, wie der Name schon andeutet, um einen ausschliesslich in Muscae vorkommenden Farn, der bis zu sechs Schritt hoch werden und dabei eigene kleine Farnwälder bilden kann, in denen sich der Unvorsichtige allzuleicht verläuft.

Geschätzt wird er wegen einer im Sommer zutage tretenden Besonderheit: In der Blütezeit sondert der Muscalierische Farn unablässig eine beigeweisse Substanz ab, die Wolle ähnelt und zu Stoffen verarbeitet wird. Aus diesem Grund wird dieser Farn auch im Ophis des Landes bewusst in grossen Mengen verbreitet, ja, fast angebaut. Von der Hauptstadt Haradad bis nach Urkania am Kolon-Fluss, von Lakarmard bis zur Küste von Syndina findet man immer wieder Farnwälder. Die überreichliche Farnwolle, die während der drei-vier monatigen Blütezeit abgesondert wird, kleidet das ganze Land und bildet auch die Basis für den Export von Stoffen und Stoffprodukten aller Art aus Muscae. Wohl aufgrund der Tatsache, dass in allen Gemarken mit Farnwäldern auch kleine und größere Tempel des Göttervaters und Reichsgottes Chnum stehen wird von Frommen der Umkehrschluss gebildet, dass mit diesem Farn der Göttervater, der auch Vater Muscaes ist, das Land und seine Kinder kleidet.

Sifur-Schilf Bearbeiten

Ein etwa mannshoher Wasserschilf, der vor allem im Klados der Brücke von Lakar wild wuchert, aber auch an allen anderen Wasserläufen der Dancaer-Ebene und am Rande des Meers der Hoffnung zu finden ist.

Als schnell nachwachsender Rohstoff ist der Sifur-Schilf im Hausbau für die Dächer sehr geschätzt, rasch getrocknet aber auch von einfacheren Familien als leicht erhältliches Brennmaterial. Es heisst, daß im Dunklen Zeitalter, als die Menschen sich von den Alten Göttern abwandten, in der Dancaer-Ebene die ebenso wie das Sifur verbreiteten Scheiterhaufen mit Sifur-Schilf errichtet und befeuert wurden.

Tschirr-Baum Bearbeiten

Der Tschirr ist ein bis zu zwanzig Schritt hoher Baum, der innen hohl ist. Er erreicht einen Durchmesser von bis zu drei Schritt, gemessen mit dem Messseil. Auffällig sind seine zum Teil viele Schritt langen rot-grün gefärbten Blätter, die in Einzelfällen in der Länge fast die Höhe des Baumes erreichen, und zur Seite abstehen. Der Tschirr hat zweimal im Jahr, zu Beginn und Ende des Sommers, bis zu kopfgrosse rote, essbare Früchte mit harter Schale, und weichem, roten Fruchtfleisch.

Verwendung findet der Tschirr-Baum vor allem beim Bau von Wasserleitungen in Städten und zu Burgen. Im Handel spielte er in der Vergangenheit fast keine Rolle, doch wurden größere Mengen Tschirr-Holz in den letzten Jahren von atarischen Händlern abgenommen. Der Handel mit Jungpflanzen unterliegt strengen Kontrollen, Schmuggel ist jedoch nicht völlg ausgeschlossen (wenn auch hart bestraft).

Vormula Bearbeiten

Eine sehr wirksame Heilpflanze, die ebenso selten wie geschätzt ist, weil sie sich außer im Umfeld der Festung Imor vor allem in den Höhenlagen des Muscalad-Gebirges findet, dort wo es schon ins Zakate-Scotrigh-Gebirge übergeht, welches als Teil des Gipfels der Götterberge für die Mucaliener tabu ist. Ihre Höhe erreicht nur etwa zwei Handspannen, mit charakteristisch roter Blüte und grünen, mit Stacheln versehehen Blättern.

Vor allem wegen der blutstillenden Wirkung wird die Vormula geschätzt, gekocht als Breiumschlag heilt sie alle Blutungen und Verletzungen, sofern sie innerhalb von zwei Stunden nach Entstehung der Wunde aufgebracht wird. Die Heilung selbst dauert etwa zwei bis drei Tage, ist jedoch in aller Regel so vollständig wie dies mit keinem anderen bekannten Mittel erreicht werden kann. Ein Export der lebenden Pflanze ist verboten, in getrockneter, gestossener Form sind Blätter und Blüten jedoch schon verkauft worden, etwa nach Yslannad.

(Haradad, im Siwan 416 nP., Gaboa Feryd im Auftrag des Forschungsministers Mahar)