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Die Berghunde der Moyteken haben nur wenig mit anderen Hunderassen gemein, und manche bezweifeln sogar, ob sie wirklich als Hunde zu bezeichnen seien. Allerdings sind sie durchaus in der Lage, mit anderen Hunderassen gemeinsame Nachkommen zu zeugen, obwohl diese Kreuzungen oft ihrerseits unfruchtbar bleiben.

Es gibt verschiedene Unterrassen der Moyta-Berghunde. Die kleinsten und schlanksten sind die Ruiji-Kletterhunde; sie erreichen etwa die Größe eines Schafbocks. Obwohl sie durch ihre unverhältnismäßig großen, breiten Vordertatzen fast tollpatschig wirken, zeichnen sich vor allem durch ihre Sicherheit beim Erklettern steiler Berghänge aus. Sie werden daher gern als Hütehunde in Ziegenalmen eingesetzt, da sie als einzige den Ziegen überall hin folgen können, selbst dorthin, wo sich die meisten menschlichen Bergsteiger nicht mehr wagen würden. Neben dem schwarzbraun gefleckten Fell mit drahtartiger Oberwolle und der doggenähnlichen Kopfform fallen sie vor allem durch die unterschiedlich spezialisierten Pfoten aus – die Hinterpfoten haben nur etwa den halben Durchmesser der weichen Vordertatzen und sind mit teils beweglichen, langen und nadelspitzen Krallen ausgestattet, während die Vordertatzen nur relativ kurze, dafür aber breite Klauen haben, ähnlich menschlichen Fingernägeln, aber wesentlich breiter. Die Ruiji-Kletterhunde sind auch die einzigen Moyta-Berghunde, die gerne schwimmen.

Etwa die anderthalbfache Masse bringen ausgewachsene Hochland-Hunde auf die Waage. Ihr Fell ist so dicht, dass sie im Frühjahr regelmäßig wie Schafe geschoren werden, um die Sommerhitze besser ertragen zu können. Aus dieser schwarz-rötlichen Wolle hergestellte Gewebe gelten als besonders wertvoll; sie sind härter, aber auch wasserabweisender als solche aus Schafwolle, lassen sich aber kaum färben, weshalb die Hundewolle oft mit anderer Wolle gemischt wird. Hochland-Hunde werden meist als Hof- und Hirtenhunde ausgebildet; sie haben ein eher sanftes Gemüt, können aber auch sehr stur sein. Obwohl sie längst nicht so gut klettern können wie die Ruiji-Kletterhunde, haben auch sie keine Furcht vor Höhen oder vor schmalen Bergpfaden.

Ganz anders von Körper und Charakter dagegen sind die Moyta-Jagdhunde: Etwa gleich groß wie die Hochland-Hunde sind sie deutlich schlanker, haben lange Beine und einen ausgepägten Jagdinstinkt, der durch eine strenge Ausbildung in Zaum gehalten wird. Die Moyteken setzen diese ausdauernden und schnellen Läufer hauptsächlich zur Hetzjagd auf Großwild im unwegsamen Berg- und Hochland ein, es soll in früheren Zeiten aber auch schon vorgekommen sein, dass in diese Rubrik auch fremde Reiter fielen.

Die letzte nennenswerte Unterart schließlich sind die Bärenhunde des hohen Berglands. Ihren Namen tragen sie nicht, da sie zur Jagd auf Bären eingesetzt würden – obwohl auch dieses wohl gelegentlich versucht wird –, sondern da sie diesen mit ihrem massigen Körperbau doch stark ähneln. Sie sind etwa ein Viertel größer als Hochland-Hunde, wirken aber vor allem durch ihr dickes, hellbraunes bis gelblichweißes Fell fast doppelt so dick. Während das Deckhaar wie bei den Ruiji-Kletterhunden eher drahtig-hart ist, tragen sie darunter noch eine dicke Schicht von leichten und luftigen Flaumhaaren, die sie auch die tiefsten Temperaturen im winterlichen Hochgebirge ertragen lässt. Trotz ihrer Größe sind sie aber geschickte Kletterer; ihre breiten, übergroßen Pfoten erlauben ihnen auch, trotz ihres Gewichts leichtfüßig sogar durch Tiefschnee zu rennen, ohne mehr als eine Handbreit einzusinken. Sie sind die ständigen Begleiter aller Berg-Moyteken; mit sechs Jahren erhält jeder Berg-Moyteke seinen ersten Welpen.

Allen Rassen der Moyta-Berghunde aber ist gemein, dass sie eher Einzelgänger sind; sie bilden keine Rudel wie andere Hunde. Geschwister aus dem gleichen Wurf halten zwar meist ein Leben lang zusammen, wobei die Rangordnung schon im ersten Lebensjahr für alle Zeit geklärt wird, aber schon Geschwister aus einem andern Wurf werden nur ausnahmsweise im Rudel akzeptiert. Allerdings bilden Rüden und Hündinnen öfter als bei anderen Hunderassen Paarbeziehungen aus, die wie die zwischen Wurfgeschwistern ein Leben lang halten, und die Rüden kümmern sich genauso intensiv um ihren Nachwuchs wie die Hündinnen.

Diese Besonderheit erschwert allerdings die Erziehung der Hunde, denn im allgemeinen gehorchen sie nur den Menschen, die sie bereits als Welpen kannten. Nur in besonderen Fällen erkennen sie auch einen anderen Menschen als Herrn an, allenfalls solche, die sie schon seit vielen Jahren kennen, wie etwa die Familienmitglieder ihres Herrn.