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Kokyo

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公共 = Kokyo (*Öffentlichkeit*,*Gemeinschaft*, *zum Nutzen Aller*) Bearbeiten

Japan-VincentVanDerPas-CC-BY-SA.jpg

Kokyo

In Kokyo leben schwarzhaarige mandeläugige Menschen mit hellbrauner gelblicher Hautfarbe, die eine einzigartige Seins- und Lebensweise entwickelt haben, die danach strebt, jede -auch alltägliche- Handlungen bewußt und mit Tiefe gefüllt gleichsam zu zelebrieren. Von außen betrachtet und meist mißverstanden- erscheint das als eine sehr auf Formen und Disziplin bedachte traditionelle Kultur, die besonderen Wert auf die Stellung und Position innerhalb der Gemeinschaft legt. Vieles ist ungewöhnlich, die Sprache, die Schrift, die Umgangsformen, traditionelle Waffen und vieles mehr. Kokyo gilt darüber hinaus als die einzige Kultur, die das Geheimnis der Herstellung echter Seide kennt und dementsprechend sorgsam hütet.

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GeschichtlichesBearbeiten

Altertum Bearbeiten

Im Altertum breitete sich Kokyo über das ganze Hochland von Kiomba aus. Über Aaghryhr soll ein Teil der Kultur von Kokyo in die Kultur von Subarashi gelangt sein. Die legendäre Amazone Hengeka Guzon brachte vor Jahrhunderten die traditionellen Rüstungen der Amazonen aus der Ophiswelt nach Kokyo, die dort auf besondere und eigene Weise dem Weg der Krieger oder Ritter, *Ba-Du*, *Basho-Du* oder *Semareo-Du* angepaßt und weiterentwickelt wurde.

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405 bis 435 n.P. Bearbeiten

Ab etwa 405 n.P. fiel das Hochland von Kiomba an die Buka-Boos, die Führungsschicht des Reiches floh im Jahr der Schatten in die Schatten von Rhim und die lose ohne staatlichen Zusammenhang lebenden einstigen Bürger von Kokyo flohen von dort, um sich in andere Kulturen Kiombas oder ab 415 auch ganz Kiombaels zu integrieren, wo sie als Exoten kleine Gruppen von Minderheiten oder jedenfalls sippenartige Zusammenschlüsse in den Gastnationen bilden, wie die Finosoj eine sein soll. Die Menschen aus Kokyo gelten als extrem gesetzestreu, passen sich also den Regeln der Gastnation an (und befolgen dazu ihre eigenen Traditionen, sofern diese im Gastland nicht gesetzwidrig sind).

Reste eines Reiches Kokyo waren bis zum Jahr der Geister im Hochland der Buka-Boos, soweit bekannt, nicht mehr zu finden. Als allerdings 435 N.P., im Jahr des Lichts, die Buka-Boos -soweit bekannt- von Kiomba verschwanden, tauchten schwarzhaarige, mandel-äugige Menschen auf, die in entlegenen, gut verborgenen und schwer zugänglichen Bergtälern des Hochlandes die Schreckensherrschaft der Buka-Boos nicht nur überlebten, sondern die alte Kultur, Sprache, Schrift, Gebräuche und das traditionelle Hamdwerk pflegten, bewahrten und in der Abgeschiedenheit sogar weiter verfeinerten und verbesserten. Damit nicht genug - Offenbar von dort aus bekämpften sie in kleinen aber gezielten Kommando-Unternehmen die Buka-Boos, um auf diese Weise deren Leitungsstruktur zu eliminieren, in der Hoffnung die dann führungslos gewordene Masse zum Abziehen zu bewegen. Diese mehr als fünftausend Kokyo-Menschen nennen sich selbst die *huntu nu Hotunukokyo* (wahre Menschen aus Kokyo), weil sie die einzigen waren, die in der geheiligten Heimat verharrten und um ihre geliebte Muttererde kämpften. Diese durch den langen Widerstand gestählten und kampferprobten Hotunukokyo bilden seither den Kern der neuen und alten Provinz Kokyo im Reich Kiomba.

Die Haltung gegenüber den Geflohenen ist ausgesprochen ambivalent - sie werden einerseits als ehrlose Feiglinge verachtet, die dem Kampf um die heilige Muttererde und dem ehrenhaften Tod aus dem Weg gingen, andrerseits auch mit einfühlendem Verständnis für einen aussichtslosen Kampf, dem man besser umgeht. Angesichts der unleugbaren Tatsache, daß fünftausend Bürger unzureichend sind für den Aufbau einer wiederauflebenden Blüte und Hochkultur Kokyos, hat sich eine pragmatische Haltung durchgesetzt. Daher wurden die in der Ferne lebenden Sippen Kokyos aufgerufen, in die Heimat der Götter, ihrer Kemo, also nach *Kokyo nu Kemo* (wörtlich = Gemeinschaft der Götter) zurück zu kehren und sich in der Heimat zu integrieren, dabei allerdings die neu entstandenen Führungsstrukturen (Adel durch den Weg des Richtigen Lebens) )jenseits des *alten* Geburts-Adels vorbehaltlos zu akzeptieren.

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Jahr der Flut 436 n.P.Bearbeiten

In diesem Jahr erscheint Koyusho RyuaYako auf der Bühne der Geschichte in Kiomba, um sich dem Traumritterorden anzuschließen. RyuaYako-sen ist ein Mensch aus Kokyo, ein *huntu nu Hotunukokyo* (wahrer Mensch aus Kokyo), wie er sich in seiner Sprache selbst bezeichnet.

Damit kommt nun nach über 30 Jahren etwas mehr Licht in das Dunkel um den Verbleib diesen stolzen Volkes, ebenso wie neue Erkenntnisse über diese in den Jahrzehnten des Widerstands möglicherweise gewandelte hochstehende Kultur, mit ihren eigentümlich fremden Gebräuchen und Ritualen, der hohen Wertschätzung für Ehre, Aufrichtigkeit und *DU* dem *richtigen Weg* zu leben, ehrenvoll zu handeln und zu sterben, imgrunde für alles Sein und Tun.

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KulturBearbeiten

Sprache *Keogu* 会語 Bearbeiten

Die Sprache keogu (wörtlich: zusammenkommen und erzählen) scheint zunächst einfach. Es existieren lediglich zwei Zeitformen, Gegenwart und Vergangenheit und nur die Grundform der Tätigkeitsworte, die immer am Satz-Ende stehen, was dem Zuhörer Geduld abverlangt - nach einer längeren Aufzählung erfolgt erst am Satzende die bejaende oder verneinende Aussage *sein* bzw. *haben* oder *nicht sein* bzw *nicht haben*.

Beispiele : haben = Grundform *era*. Ich, Du, er sie, es hat, wir haben, ihr habt, sie haben, werden ausgedrückt durch die Grundform er + anhängen von -omes, also *eromes*. Die Vergangheitsform wird ausgedrückt durch ein Anhängen von *-omeshote*, also *eromeshote*. Verneinung durch Anhängen von *-in*, also *eromesin* = nicht-haben. Verneinte Vergangenheitsform mit folgender Modifikation *eromesindishote*. Jeweils verstärkt werden, kann die Verneinung durch Voranstellen von *diwe*, als ganz bestimmt hatte er nicht = *diwe eromesindishote*. Die Frageform wird gebildet durch einfaches Anhängen von *ke*, d.h. *eromeske?* = hat er, sie, es?, haben wir?, habt ihr?, haben sie?, analog in der Vergangheitsform, *eromeshoteke?*, hatte er sie es ? usw. Verneinungsform analog *eromesinke?*, hat es, sie, es nicht? oder *eromesindishoteke?* hatte er, sie, es nicht?.

Wirklich kompliziert wird die Sprache für jeden *huntu nu Hotunukokyo diwe eromesin*, d.h. (wörtlich) *wahrer Mensch aus Kokyo nicht sein*, wenn es um die richtige Anrede und die vielfältig verflochtenen und differenzeirten Beziehungsformen und Standesunterschiede geht, die jeweils korrekt sprachlich ausgedrückt werden müssen, um Unhöflichkeiten zu vermeiden. So gibt es bspw. jeweils unterschiedliche Anreden für ältere und jüngere Brüder, für ältere und jüngere Schwestern, Schüler in höheren und niedrigeren und gleichen Ausbildungsstufen, wobei in der Anrede von Mitschülern desselben Ausbidlungsgangs ausgedrückt werden kann, ob man selbst sie für besser, gleich oder schlechter qualifiziert hält und vieles, sehr vieles mehr.

Für einen *Geojon*, (j-ausgesprochen als stimmhaftes *dsch* wie in Dschinn) wie respektlose und dumme Ausländer im Keogu abfällig bezeichnet werden können, ist es nahezu aussichtlos, die sprachlichen Feinheiten dieser ausgeklügelten Beziehungsstrukturen und Höflichkeitsformen je zu erlenen. Am sichersten ist es, möglichst die höflichste Anrede für jeden zu verwenden, also zumindest ein *sen* (Herr oder Frau) an den Nachnamen anzuhängen, wenn nicht gar ein *seme* (Hochwohlgeboren, Höchstverehrter, von göttlicher Abstammung). Besser man sagt: *Höchstverehrtester hochwohlgeborener Herr Hund von göttlicher Abstammung, hättet ihr die unvergleichliche unverdiente Güte von mir Unwürdigen diesen Knochen anzunehmen*, als einen höhergestellten Würdenträger mit *Friß, Du unwürdiger Nichtsnutz* zu beleidigen. Eine ähnliche Beleidigung stellt es dar, wenn man jemanden mit dem bloßen Vornamen anspricht. Letzteres ist lediglich aller-allerbesten Freunden als besonderer Ausdruck der allerengsten Verbundenheit vorbehalten und auch nur, wenn es der Angesprochene ausdrücklich anbietet und erlaubt, oder auch in liebevollen, familiären Beziehungen wie Eltern zu ihren Kindern. Umgekehrt sprechen Kinder ihre Eltern respektvoll mit *-sen* an, also *utu-sen = Herr Vater* und *unne-sen = Frau Mutter*.

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Keogu Aussprache und Vokabeln für Anfänger Bearbeiten

  • Abweichende Aussprache zur Allgemein-Sprache:
  • j = stimmhaftes *dsch* wie in Dschinn
  • r = Mittellaut zwischen r und l mit Zungenschlag an den oberen Schneidezähnen
  • ts = z wie in Zähne
  • y = j wie in ja
  • z = stimmhaftes *s* wie in summen
  • p, q, v, x fehlen

Vokabeln Bearbeiten

  • Ich = Wetescho we
  • Sie (neutrale Anrede) = Enete we
  • sein = disa   nicht sein = diwe eromesin   sein? = disake?
  • haben = eromeso   nicht haben = eromesin   haben? = eromesinke?
  • Entschuldigung = samomesin
  • Wie geht es Ihnen ? = u ginko disa ke ?
  • Es geht mir gut = ginko disa
  • Ja, so ist es ! = Heo, su disa !
  • Nein = Ooi (seeehr unhöflich = brüske Ablehnung) besser mechogeo disa (wörtlich - es ist anders) oder direkter mundeo eromesin (wörtlich - es gibt ein Problem)
  • Bitte = duzu
  • Danke = dumu oder Erogetu (bei Tiefergestellten, Bediensteten etc. o. als Beleidigung)   Dumu erogetu (bei weniger Tief- und befreundeten Gleichgestellten) Dumu erogetu guzeo mesa (höflich bei außenstehenden Gleichgestellten und Höhergestellten)   Dumu erogetu guzeo meshote (sehr höflich und ehrerbietig bei seeehr Höhergestellten oder ironisch z.B. bei ungehorsamen Bediensteten, unwilligen Pferden etc.)
  • Guten Morgen = Uheou guzeo mesa
  • Guten Tag = Kunnocho we
  • Guten Abend = Kumbem we
  • Hejomomeschto = Herzlich Willkommen, Schon Euch zu sehen (sehr höflich und freundlich)

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Schrift *Keka* - 書 = Kenjo für *schreiben / malen*Bearbeiten

Im Keka (wörtlich: *malen* / *schreiben*, für beides ein- und dasselbe Wort und Schriftzeichen) gibt es drei Schriftsysteme, das *Kenjo*, das *Horegene* und das *Ketekene*, die vermischt miteinander verwendet werden und sich grundsätzlich von der Gemeinschrift unterscheiden. Das *Kenjo* besteht aus komplexen Zeichen, die sich aus unterschiedlich vielen Strichen zusammensetzen und jeweils für ganze Wörter o. Begriffe (kutube) stehen und gleichsam nur gemalt werden können. Daher sind Malen und Schreiben identisch, es gibt auch eine Kunstform, den *Weg des Schreibens* = KeKa-Du.

*Horegene* und *Ketekene* sind Silbenschriften. Mit *Horegene* werden die *Kenjo*-Worte näher bestimmt, grammatische Erweiterungen geschrieben, Tätigkeitsworte durch zeitliche Bestimmungen erweitert, Umstände und Beziehungen untereinander bezeichnet. Mit dem *Ketegene* können Fremdworte. d.h. Worte aus anderen Sprachen in Kokyo-Zeichen übersetzt werden.

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Traditionelle Waffen Bearbeiten

Die traditionellen Waffen sind einzigartig, von außergewöhnlicher meisterlicher Machart und Qualität, deren Herstellungs-Geheimnis sorgsam gehütet wird und ausschließlich von Schmieden der *Hotunukokyo* angefertigt werden kann. Zuvörderst zu nennen sind die beiden Schwerter der *Semareo* (Ritter aus Kokyo), das längere *Ketene*, das ein- und zweihändig geführt werden kann, sowie das kürzere *Wekosesho*, beides ungewöhnlich filigrane, schlanke Schwerter, ergänzt durch unterarm-lange Dolche, den sog. *Tentu*, allesamt leicht geschwungen. Sie zeichnen sich vor allem gegenüber den herkömmlichen -dagegen plump wirkenden und schweren Schwertern, die imgrunde Hiebwaffen sind- dadurch aus, daß die Hotunukokyo- Klingen einseitig und die oberen Drittel jeweils rasiermesserscharf geschliffen sind. Sie haben allesamt keine übliche Parierstange, sondern einen runden Klingenfänger, das sogenannte *Tsabe*, welche Symbole, Tierdarstellungen und Kampfszenen darstellen. In den seltsam anmutenden mit Stoff umwickelten Griffen (möglicherweise sogar aus Seide?) sind meist jeweils 2-4 kleine ca. 1cm breite und 10cm lange, aber dennoch tödliche Wurfmesser eingearbeitet.


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