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Das Reich Kartan und seine Provinzen Bearbeiten

Das kartanische Reich ist seit jeher eine Seemacht, und so ist es zu erklären, daß sich ein nicht unerheblicher Teil der Provinzen in Übersee befindet. Zum heuti-gen Zeitpunkt (Widdermond 415 n.P.) sind dies 4 Inseln bzw. Teile davon.

Kalos - „Orkons letzte Bastion“: Bearbeiten

  • Lage: Stauros bis Thysias vom kartanischen Kernland
  • Anzahl der Bewohner: 91.000 Menschen
  • Bedeutende Bauwerke: Ordensburg Malminest
  • Tempelanlage Orkons Sitz

Die Insel Kalos befindet sich ca. 500 km von Kartan entfernt. Mit einer kartani-schen Trireme erreicht man sie nach ungefähr 40 Tagen. In den Tagen bevor Kartan in die Dunkle Union eintrat, war es eine nicht ungefährliche Reise, denn um die Insel zu erreichen, mußte fast zwei Wochen lang die Tiefsee mit ihren Schrecken durchquert werden. Viele Gelehrte sehen in Kalos die Wiege der kar-tanischen Kultur. Sie vermuten, daß von dieser Insel aus, vor einigen Jahrtausen-den das jetztige Kartan besiedelt wurde. Im Laufe der Generationen scheint diesjedoch vergessen worden zu sein.

Wie der normale Kartane mißt der Kalosier etwa 5 Fuß und 1 Handbreit (1,60 m). Wie in Kartan kommen auf Kalos alle Farben in Haar- und Augenfarbe vor, nur die Hautfarbe, die ist anders als die in Kartan. Während dort ein helles Braun vor herrscht, ist die Hautfarbe eines Kalosiers grün-bräunlich und man meint, wenn man sie erblickt, sie wäre leicht geschuppt.

Die Legenden berichten von Kalos, daß die Insel einmal, vor Äonen, die Spitze eines gewaltigen Bergmassives gewesen sei. Von hier aus habe der Dämon oder Gott Orkon sein Reich, den Kontinent Ysatinga, regiert. Als schließlich die Licht-götter den Herrn von Ysatinga herausforderten und ihn endlich auf seinen Stamm-sitz zurückdrängen konnten, war dieses Bergmassiv nur noch eine Insel im weiten Meer. Von dieser Insel, von Kalos, versuchte er verzweifelt den Anstrengungen der Lichtgötter, ihn zu besiegen, zu trotzen. Aber hier wurde er von ihnen besiegt und schließlich verbannt. Inzwischen hatte sich Ysatinga verändert, Landmassen waren im Meer versunken, Urwälder standen in Flammen und die Temperaturen waren gesunken. Fast nirgendwo sah es mehr so aus, wie vor dem Kampf.

Soweit die Legenden von Orkon und seiner letzten Bastion - Kalos. Doch die Gelehrten behaupten diese Legenden hätten einen wahren Kern. Denn es ist bisher keinem kartanischen Seefahrer gelungen, eine Insel zu finden, die mit Kalos zu vergleichen sei. Einzige Ausnahme, die von den Streitkräften der Inquisition entdeckte Insel Eodon.

Kalos ist zur Gänze mit dampfenden Regenwäldern bedeckt. Bevor man die Insel mit dem Auge erblickt, sieht man zuerst die Nebelschwaden, die die Insel umge-ben. Auch die Gewässer rund um die Insel sind äußerst warm, so daß ein Mensch darin baden könnte, ohne daß es ihn frieren würde. Die Gelehrten in der königlich-en Akademie von Kiranamis vermuten, daß sie auf dem Meeresgrund rund um Kalos, mehrere heiße Quellen befinden. Hat es sonst im kartanischen Reich ange-nehme Temperaturen, so ist es auf Kalos immer heiß. Dort fällt nie Schnee und die dort lebenden Echsen sind das ganze Jahr über hochaktiv.

In den Waldebenen muß man alle fünf Tage die Wege und Straßen zwischen den Dörfern und zur Burg hin, mit gewaltigen Messern freimachen, ansonsten werden diese unweigerlich überwuchert. Die einzige Erhebung auf Kalos sind die „Rauchenden Höhen“, ein Hochlandplateau, daß die größten Baumriesen Kartans be-herbergt. Seinen Namen hat dieser Landesteil daher erhalten, daß sich im Klados etliche Schwefelquellen, die heiß an die Erdoberfläche dringen, befinden. Ungefähr ein Dutzend dieser Quellen sind so stark, daß sie ihren Dampf einige hundert Fuß in die Luft strömen lassen. Die Legende spricht davon, daß Or-kon an diesem Ort besiegt worden sei. Hier soll die Großtempelanlage Orkons Sitz entstehen.

Auf Kalos explodiert nahezu das Leben. Dies hat aber auch seinen Grund. Nir-gendwo im ganzen Reich gibt es soviele Raubtiere und Aasfresser wie auf Kalos.

Den Gelehrten ist bisher kein Tier bekannt, das sich von pflanzlicher Nahrung er-nährt. Auch die Pflanzen haben sich teilweise auf lebende Nahrung eingestellt.

Hier ist nur der Sambu-Baum zu nennen. Dieser Baum wird ca. 17 Fuß (5,0 m)hoch und sieht aus wie eine Trauerweide. Die Äste dieses Baumes sind jedoch lange klebrige Ruten, ebenso klebrig sind die Blätter. Kommt jetzt ein Tier oder ein Mensch in den Griffbereich dieser Äste/Ruten, so richten diese sich blitz-schnell auf und ergreifen das arme Geschöpf. Der Tod tritt schnell ein - durch Er-drosselung. Dies ist auch gut so, denn was dann geschieht ist außer auf Kalos, sonst nirgendwo zu sehen. Kaum ist das Opfer tot, strömen unter den Blättern tausende und abertausende winziger Ameisen hervor, die das tote Lebewesen zer-teilen und zerlegen. Die kartanischen Gelehrten sind der Meinung, daß die Amei-sen das Fleisch verwenden und der Baum die Körpersäfte. Diese Ameisen sind auch die einzige bekannte Art, die sich ungefährdet im Umkreis des Baumes be-wegen kann.

Die Fortpflanzung des Baumes wird dadurch gewährleistet, daß dieser seine Sa-menkapseln in die Nester der Ameisen legt. Wird eine neue Königin reif und die-se entfernt sich aus dem Nest um einen neuen Staat zu gründen, bleiben oft Sa-menkapseln an ihr hängen. Ironischerweise ist es jedoch so, daß diese Ameisen offensichtlich für Vögel äußerst schmackhaft sind und von hundert jungen Köni-ginnen werden 96 gefressen.

Ein in ganz Kartan bekannter tierischer Räuber, ist der Tulchot. Tulchoten sind etwa fünf Fuß (1,3 m) große, aufrechtgehende Raubechsen. Sie besitzen zur Stütze beim aufrechten Gang einen etwa dreieinhalb Fuß (1,0 m) langen Schwanz. Ihre lederartige Haut schützt sie vor den auf Kalos allgegenwärtigen insektoiden Schmarotzern. Die Färbung dieser Echsen ist hellbraun mit dunkelbraunen Flek-ken und Streifen. Sie treten in Rudeln von fünf bis zwanzig Tieren auf und grei-fen auf der Jagd alles an, was ihnen in die Quere kommt. Ihr Hauptverbreitungs-gebiet liegt auf der Machairas-Seite () der Insel. Ein gutes Dutzend rudel gibt es auf den „Rauchenden Höhen“. Im Ophis-Teil der Insel haben die Kalosier dieses Tier aber schon nahezu ausgerottet. Zwar tauchen immer wieder Zuwanderer aus den anderen Teilen der Insel auf, doch werden diese schnell von den jungen Männern der Dörfer erlegt.

Ein besonderes Lebewesen auf Kalos ist der „Fleck“. Sobald ein Lebewesen ir-gendwo auf der Insel verendet und es liegt einige Zeit, ohne daß es sofort von ir-gendwelchen Aasfressern verzehrt wird, taucht der „Fleck“ auf. Dieses schleimige, amorphe Wesen überzieht das tote Lebewesen mit seiner ganzen Gestalt und inner-halb weniger Stunden ist der Kadaver aufgelöst. Wird er dabei aber gestört, so geht dieses ansonsten recht friedliche Lebewesen zum Angriff über. Er bildet bis zu dreieinhalb Fuß (1,0 m) lange Tentakel, die beim Auftreffen Brandwunden ver-ursachen. Die Gelehrten sind sich aber darüber einig, daß es sich nicht um Säure sondern tatsächlich um Hitze handelt. Nach der Nahrungsaufnahme verschwindet der „Fleck“ wieder in der Erde. Den Gelehrten ist nicht bekannt, ob es sich beim „Fleck“ um ein Tier, eine Pflanze oder um einen Pilz handelt. Auch über seine sonstigen Lebensweisen ist nichts bekannt.

In den warmen Gewässern um Kalos existieren Fische, die zum Erstaunen der Ge-lehrten, denen der Insel Eodon gleichen. Überhaupt zeichnen sich einige Parallelen zu dieser Insel, die von der Inquisition beansprucht wird, ab. Die Gelehrten fragen sich, ob es sich auch dort um einen etwaigen Zufluchtsort Orkons handelt. Im Ge-gensatz zu Eodon gibt es auf Kalos, außer den Menschen, nur Echsen, Insekten oder Pflanzen.

Der Schrecken der Warmwassermeere um Kalos, ist ohne Zweifel der Plattenwal. Er ist mehr als zwanzig Fuß lang (6,0 bis 7,0 m) und im ersten Drittel seines Kör-pers ganz und gar von Knochenplatten bedeckt. Im Kiefer befinden sich sechs Rei-hen Zähne und was diese einmal gepackt haben, das lassen sie nie mehr los. Wie die Haifische, werden die Plattenwale vom Blutgeruch angelockt. Der Plattenwal hat keine Rückenfinne, dem Aussehen nach, ähnelt er einem Aal. Er besitzt zwei Brustflossen und im letzten Drittel des Körpers, eine durchgehende Rückenflosse.

In den letzten Jahren haben immer wieder Familien des Schwertwales die Gewäs-ser um Kalos aufgesucht, anscheinend angelockt durch den Fischreichtum, doch jedesmal wurden sie wieder von einigen Plattenwalen vertrieben, wenn nicht gar getötet. Plattenwale sind ausgesprochene Einzelgänger, die sich nur in der Paar-ungszeit zusammenfinden. Die Kämpfe der männlichen Tiere um die Weibchen, werden immer mit äußerster Härte ausgetragen und nicht selten kommt es vor, daß eines der Männchen auf der Strecke bleibt.

Die Menschen auf Kalos leben in einfachen Verhältnissen, was wohl auch darauf zurückzuführen ist, daß es keine Stadt auf der Insel gibt. Die größte menschliche Ansiedelung ist das Dorf Qincam etwa 7 Meilen von der Ordensburg Malminest entfernt. In diesem Dorf leben etwa 1600 Menschen. Ansonsten sind die Kalosier alle in Dorfgemeinschaften zusammengeschlossen. Einzelne Gehöfte gibt es nicht auf der Insel, da diese sich nicht gegen ihre feindliche Umwelt behaupten könnten.

Die kalosischen Dörfer erheben sich Inseln gleich aus der grünen Hölle des Ur-walds. Meist auf kleineren Anhöhen, in der Nähe von Quellen oder Brunnen. Sie sind immer kreisförmig angelegt mit einem Wall aus Dornenhecken. Diese Hek-ken haben Dornen, die die Länge und Stärke eines menschlichen Zeigefingers be-sitzen. Ansonsten gleiche sie den Dörfern im kartanischen Kernland. Alles was die Dorfbevölkerung an Gemüse und Getreide benötigt, wird innerhalb des Dorfes angebaut oder von Händlern gekauft. Das Brot besteht in der Regel aber nicht aus Getreide, sondern aus dem Mehl der Gulk-Knolle. Diese Knolle wächst in den Wäldern der Insel. Ansonsten leben die Kalosier in erster Linie von der Jagd. Fischfang wird nur im Ophis der Insel () betrieben, da der Machairas und Bathron der Insel () an den Küsten felsig abfällt oder von Klippen übersäht ist. Zwischen Ufer und Wasseroberfläche besteht oft ein Höhenunter-schied von 10 Fuß (3,0 m) und mehr.

Die Jäger jagen den Kanit, eine etwa 2 Fuß (0,6 - 0,8 m) lange aasfressende Ech-se. Der Kanit besitzt einen dicken Panzer, der an den Rändern mit Stacheln ver-sehen ist. Bei der Jagd wird das Tier auf den Rücken gedreht und ihm dann die Kehle durchschnitten. Weitere Jagdbeuten sind die zahlreichen Vogelarten die es auf der Insel gibt. Zur Mannwerdung eines jeden Kalosiers gehört es, den Schädel eines Tulchoten zum Orkonschrein des Dorfes zu bringen. Eines der Gründe weshalb die Bewoh-ner des Ophis der Insel immer erfreut sind , wenn einige Tulchotenrudel gesichtet worden sind.

Eine Tatsache die die Theorie der Gelehrten, daß Kartan von Kalos aus besiedelt wurde, bestätigt, ist die „schuppige“ Haut der Kalosier. Ab und zu geschieht es nämlich, daß in Kartan ein Kind mit ebendieser Haut geboren wird, obwohl es nicht von Kalos stammt.

In Sachen Religion sind die Kalosier eigen. Da ihre Insel sozusagen das Heim des Orkon gewesen ist, sind sie die eifrigsten und fanatischsten Verfechter dieses Glaubens. Sie verfolgen rücksichtslos jeden Lichtgläubigen den es auf ihre Insel verschlagen hat und der seinem Glauben nicht abschwört. Nirgendwo im Reich gibt es soviele Freiwillige, die sich an den Feiertagen zu den Opfern melden.

Die Ordensritter sind die fanatischsten Kämpfer des Dunklen Ordens. Sie sind immer in der ersten Schlachtreihe zu finden.

Eine Besonderheit gibt es auf Kalos. Wird ein Kind mit gelbem Haar geboren, so wird dies immer Orkon geopfert. Die Legenden berichten nämlich, daß die Götter die Orkon besiegten, gelbes Haar hatten.

Kalos gilt im kartanischen Reich als Holz- und Schwefellieferant. Die harten Höl-zer Kalos´ sind von allen Zimmerleuten und Schreinern in Kartan beliebt und be-gehrt. Ein weiterer Exportartikel Kalos´ sind die Häute und das Leder der einhei-mischen Tiere.
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