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Karcanon vom Ende 430 bis Anfang 431

Sechsreicheland um Etranoc Bearbeiten

Im berühmten Ruatha-Tal, das zuletzt vor fast 30 Jahren mit der Ankunft des Wilken von Darhleah eine Blüte erlebte, ist sich der Stadthalter des Gottkönigs Polon von Encebol offensichtlich der Herrschaft der braunhäutigen Anguri über die oft braungebrannten hellhäutigen Einheimischen nicht ganz sicher. Fast 30 Tausendschaften der Anguri sind in der Garnison Etranoc stationiert, die einen strategischen Punkt besetzt hält, dessen Nachbarschaft etwas Besonderes auszeichnet: Sechs Reiche sind dort versammelt, die Hälfte davon nur eine einzige Gemark umfassend.

Llyn-Dhu-Morth, das Handelsreich der Llevunthe, von Corigani stammend und unter der Herrschaft des Herzogshauses Leah stehend, hat sich schon lange in Urbs Navis, der Stadt der Schiffe, festgesetzt und kontrolliert so das Ende der den Kontinent Karcanon umfahrenden Handelsroute – und den Übergang nach Corigani. Subarashi ist das nächste Reich, im Hochland daneben gelegen und in dieser Provinz von einer Burg mit dem ominösen Namen Darhtodh aus verwaltet. An das Hochland grenzt das kleine aber wohlhabende Reich Darkgond des einst von Darhgond abtrünnigen Fürsten Omris II, das reich sein könnte wenn es nur etwas einladender wäre. Ist es aber nicht. Encebol ist die Hegemonialmacht, der sich längst schon das Reich Darhgond mit seiner Hauptstadt Jelrees ergeben hat... bis auf, ja bis auf eine kleine Gemark wiederständiger Küstenbewohner, die ohne Zaubertrank aber mit viel Beharrungsvermögen die Fiktion des Reiches Darhgond aufrecht erhalten.

Noch obskurer aber ist die angrenzende Gemark, von Darkgond und Rest-Darhgond, von Encebol und Subarashi umgeben und die Fahne Wilkens von Darhleah hochhaltend, wie einst im ganzen Ruatha-Tal. Das Reich Ruatha der Darhlearen verschmolz schon um 404 nach Pondaron mit dem Hochlandreich Nyrgond zum von Sleigh geführten Reich Darhgond – hier aber lebt es, scheinbar, als Kleinreich Darhleah wieder auf. Zu wessen Nutzen?

Alptraumschmiede über Chapeador? Bearbeiten

In einem abgeschiedenen Tal der Ausläufer der Götterberge liegt die schon 418 zur Stadt ausgebaute zweihundert Jahre alte Burg Chapeador, in der noch manche Tradition aus den düsteren Tagen Ranimaras weiterlebt. Oberhalb dieser Feste entdeckte in einer verwinkelten Höhle im Hochland einer der regelmässig vom Heerführer der zehnten Kriegerehre ausgesandten Späher eine seltsame Gestalt.

Schrille Klänge ertönten durch den Morgen, während 700 Meilen weiter gerade die Opfer gebracht wurden, das Blut über den Altar strömte um die Sonne Aro erneut aufgehen zu lassen. Der Späher wagte sich, mit Dolch und Schild aus Obsidian bewaffnet, tiefer in die Höhle und fand sich in einem Alptraum wieder, wie er zu diesem Jahr allzu gut zu passen schien: Ein Wilder, ein Verrückter, ein Unhold, zottig und am ganzen nackten Leib mit versprengten Büscheln von Haaren versehen, hieb wie ein Irrer mit einem riesigen Hammer auf einen aus dem Boden gewachsenen Amboss ein, dazwischen wand und krümmte sich ein unbestimmtes Material wie in dämonischen Schmerzen, wobei die schrillen Klänge ertönten, die auch im Hirn des Spähers Schmerzen auslösten das er zunächst in die Knie ging. Mühsam robbte er sich hinaus, während Tropfen von Blut ihm aus Nase und Ohren tropften. Als er Tage später, selbst verwirrt von dem Erlebten, von den Priestern des Jaguars gefragt wurde was denn dieser Schmied der Alpträume gefertigt habe, konnte er nichts konkretes berichten. In seinen Träumen aber, immer in der Nacht des vierten eines Monats, erscheint dem Späher in seinen Alpträumen seither das Bild eines Thrones aus jenem unbekannten Metall, aus lauter Messern und Schwertern zusammengefügt, die jenen töten müssten der in und zwischen ihnen Platz nehmen will... Ein Alptraumschmied fürwahr.

Tempel in der Tiefe Bearbeiten

Kein Apfel und kein Ei, kein Spiegel und kein See, aber ein Tempel des Grauens erscheint den Menschen mit magischer Begabung in ihren Alpträumen, denen in Morabyl und Valensia, denen in Octagon und Magnadon, denen in Verlhanat und Vincentia. Eine Glocke des Todes für das was nicht tot ist, der Panzer einer Schildkröte für die Eier der Riesenschnecke, verfallende Leiber voll zerfallender Waffen, mit denen sie einst zerstückelt wurden, gemahlene Knochen zu neuen Formen gewachsen und von schleimigen Saugnäpfen zusammengefügt.

Lidlose Augen, von Würmern umwunden, aus Schlamm sich erhebend, der selbst Zähne wachsen lässt um zu verschlingen den Betrachter, dessen Augen ausgesaugt werden von Mündern an Stalagtiten... Stoff für Alpträume genug, wo auch immer die Quelle dieser Alpträume sein mag.

Die Geschichte von Karcanon Bearbeiten

Die Geschichte von Karcanon ist in eine Reihe anderer Artikel ausgelagert worden. Die aktuelle Zeitgeschichte von Karcanon findet sich in den aktuellen Boten von Karcanon: