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K A R C A N O N

Ein Überblick über die Segmentsgeschichte Bearbeiten

(vgl. auch WB2, K1-Bote20)

Am Anfang war das Nichts

- oder doch jedenfalls ziemlich wenig auf Karcanon. Die Landschaft des in der Neuordnung Myras nach Pondaron neu geschaffenen Segmentes war verändert, wie in vielen Teilen der Welt (auf Ysatinga etwa war das Auge der See neu entstanden). Eine politische Landschaft bestand praktisch nicht. Die an der Schlacht von Pondaron beteiligten Reiche waren, soweit man von den Gebilden in den Wirren des Dunklen Zeitalters zwischen Allumeddon und Pondaron überhaupt von Reichen sprechen kann, zerfallen, die Völker auf der Wanderschaft und auf der Flucht - vor der Vergangenheit oder vor anderen Völkern, durch die sie im Dunklen Zeitalter oder in den Jahren direkt nach Pondaron aus ihrer Heimat vertrieben wurden. Die Wolfsnomaden etwa, die man nach jener alten Stadt Horingen an den Hängen der Berge von Tisark, welche sie zuerst zerstört hatten, die Horinger nannte, waren auf der Flucht. Als Verbündete des Darkon waren sie eine Zeit lang die Herren mancher Länder gewesen, und hatten entsprechend geherrscht. Als Puras Rad sich gegen die Finsternis gedreht und der Lichtbote selbst eingegriffen hatte, waren sie für viele Menschen Karcanons die verhaßten Barbaren, die Zerstörer der Ordnung. Als verfolgte Verfolger zogen sie sich an den Orten, wo sie gerade waren, wo der Darkon sie als Besatzungstruppen abgestellt hatte, in die Berge zurück; dort aber, wo dies nicht möglich war, zogen sie als nomadische Barbaren durch die Lande, unterwegs die Orte zerstörend, an denen sie nicht bleiben konnten, die Völker vertreibend, die zu schwach waren, sie abzuwehren. In die Berge von Tisark, ihre einstige Heimat, flohen sie ebenso wie in die Berge von Elam, in die Schädelberge Rillanons und ins Vorland der Götterberge. Eine kleine Zahl wurde zu piratischen Seenomaden, die erst ein Menschenalter später auf einer Insel in der Tiefsee eine Zuflucht fanden, wo die friedlichen Einheimischen ihnen einen festen Ort errichteten, Horingerstadt. Viele wurden unterwegs getötet oder vermischten sich, wie in der Orakelebene, mit den dortigen Menschen. Ein großer Teil aber wurde vom neuen Hochlord der Finsternis, Zardos, aufgenommen, an dessen Zufluchtstätte am Rand der Welt. Zardos hatte sich, als er das Ende von Pondaron kommen sah, mit einem Großteil seiner Mörderbienen-Heere in ein großes Tal am Rand der Welt zurückgezogen, dort Ende und Neubeginn erwartet, um sogleich als mächtigster der Finsternis aufzutauchen und mit der Magie seines Gottes jenes Gebiet zu besetzen, wo die Macht des einen Segmentshüters schon endete und die des anderen noch nicht begann. Der Segmentsrand wurde das Segment der Finsternis, das Reich des Zardos, und durch Wilde Magie setzte er Tausende und Abertausende von Mörderbienen in den Segmentsrand frei, als Lebende Mauer gegen eine mögliche Einheit der Lichtwelt.

Der Lichtbote war gekommen, Bote und Diener aller Götter des Pantheons, oder, wie andere sagen, Bote des EInen Gottes, der alle Götter umfaßt und enthält und erschuf. Er hatte, als Sial und Sima mit dem Blut der Erde, der brennenden Lava, den Schleiher der Finsternis zerrissen, der die Welt fast ganz umspannte, den Darkon in Bann geschlagen. Der Darkon, oberster Heerführer und Magier aller Heere der Finsternis und Herr aller (fast aller) Dämonen, war wie viele sagen, der kleinste der drei finsteren Söhne des Urbösen, andere sagen, er sei Xatan (Nachfolger) des Darkon zu Allumeddon gewesen, was sich jedoch nicht widersprechen muß. Ihn und viele seiner Gefolgsleute und ihrer Heere sandte der Lichtbote durch das Tor vom Bel Arad, was Bluthöhe heißt, und durch den Bann des Lichtboten kann der Darkon nirgendwo anders wieder aus der finsteren Innenwelt kommen als durch dieses Tor. Der Lichtbote wußte durch die Erfahrung zu Allumeddon und Pondaron, wo jedesmal durch sein spätes Eintreffen kein Sieg des Lichts erreicht, sondern nur ein Sieg der Finsternis verhindert werden konnte, daß seine gelegentlichen Besuche dieser umkämpften Welt nicht reichten. So hatte er den Auftrag der Götter (oder des einen Gottes), einen Stellvertreter zu erwählen, einen Lichtboten nur für Myra, einen Wächter der Welt. Er wählte den Gegner des Darkon, den Mentor Esoterias, den jungen Anführer der Weisen der Lichtwelt, kein Heerführer sondern Weiser. Bagderon oder Bagdaron war sein Name.

Dreigestalt aber war der Auftrag des Lichtboten gewesen: Das Wichtigste wohl war es, das nachzuholen, was er bei seinem letzten Besuch vor 2000 Menschenaltern versäumt gehabt hatte: Auch der Machairas Myras, die Schwertwelt, sollte Hüter erhalten, die auf die Einhaltung der Ewigen und der Magischen Gesetze achten und jeweils ihren Teil der Welt erhalten sollten - so wie der Ophis, die Hexenwelt der Frauen, dies durch die Zaubermütter schon seit damals hatte. Der Lichtbote setzte die ersten Segmentshüter ein, mit dem Auftrag daß sie ihrerseits die Nachfolger als Kreis bestimmen und wählen sollten, so wie dies der Hexenrat der Zaubermütter in der Ophiswelt tat. Als Segmentshüter für den Kontinent, wo das gefährliche Tor des Bel Arad lag, für Karcanon aber setzte er den Lichtboten Myras ein, weil dies zu hüten ihm die wichtigste Aufgabe schien.

Ein Drittes tat er: Es war der Wille der Götter, daß all jene Wesen, die durch die Großen Schlachten (und die Jahrtausende zuvor) fast schon ausgestorben waren, einen Ort erhalten sollten, an dem sie die kommenden Jahrtausende überdauern und sich erneut vermehren konnten. Er wählte die Landschaft um den Wald von Sakilia, den Einhornfriedhof, wohin sich die Einhörner schon zu Beginn des Dunklen Zeitalters zurückgezogen hatten, und die Ebene der Elfen um Gaudron, wohin die Drachen von Volensor geflogen waren. Dies Land war fruchtbar und grün, und durch das unwirtliche Meer des Ophis und die Wüste von Zun vor der Welt geschützt, und durch ein hohes Gebirge vor der Wüste. Berge, beschloß er, sollten diesen Ort schützen, Berge umschlossen daraufhin dieses Tal des Lebens. Der zweite Weise des Lichts, Freund und Gefährte Bagdarons, wurde mit dieser Aufgabe betreut, Hüter des Tals des Lebens zu sein. Mensch als Herr über die Elfen, die hier von altersher lebten, und jene, Danann genannt, die sich nach der Schlacht von Pondaron hierher zurück-zogen, um abgewandt von den Wirren der Welt ihren Frieden zu leben. Sie gründeten die Elfenstadt Danann um einen Tempel ihres Gottes, des Göttervaters, des Beschützers der Elfen und Herrn der Quellen, Chnum - und tatsächlich vergingen Jahrhunderte, bis die Elfen des Tals oder ihr Hüter außerhalb wieder zu sehen waren und in das Geschehen der Welt eingriffen.


Die Geschichte von Karcanon Bearbeiten

Die Geschichte von Karcanon ist in eine Reihe anderer Artikel ausgelagert worden. Die aktuelle Zeitgeschichte von Karcanon findet sich in den aktuellen Boten von Karcanon:

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