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Irgathanas Opfer

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Irgathanas Opfer (Erendyra 418 n.P.) Bearbeiten

Pamôtron Kallorg, Graf von Lychai, ist für vogelfrei erklärt!“ Herolde riefen in Allennos. Kaum hatten sie begonnen, erreichten schon die ersten atemlosen Adeligen die Tür zur Ratskammer. Ein Held, wer wollte das nicht sein. Und wann bekam man schon einmal die Gelegenheit, einen leibhaftigen Fürsten umbringen zu dürfen? Vielleicht würde es auch eine Belohnung geben? Da öffnete sich die Tür und Pamôtron Kallorg erschien. „Der Verbrecher!“. Und verschwand sogleich wieder. Mit ausgestreckten Armen, ihn zu haschen, und mit offen Mündern standen sie da und schnappten nach Luft.

Die Edlen hatten sich noch nicht von ihrer Verblüffung erholt, da hallte eine kräftige Frauenstimme durch den Gang. „Laßt mich durch da. Wollt ihr etwa eine Frau anfassen?“ Sie kam durch den Gang gelaufen und blieb atemringend vor der Tür des Ratssaals stehen. Ihr folgten zwei Wachen, die offensichtlich nicht wußten, wie sie auf die Situation zu reagieren hatten. Da keiner der Edlen kommandierte, blieben sie einfach stehen und wagten nicht, die Frau anzufassen. Verlegen schaute einer der Wachmänner auf einen dunkelblauen Stofffetzen in seiner Hand.

Eine schöne Frau von schlanker und hoher Gestalt. Sie rang nach Luft. Ihre Wangen waren heftig gerötet. In dem reifen und ebenmäßigen Gesicht rollten die Augen einer Wahnsinnigen. „Ich bin es. Hört Ihr es da drinnen? Ich, Irgathana. Irgathana Kallorg. Hört Ihr es, ihr Verbrecher dort drinnen?“ Sie rief laut genug, daß man es selbst im Hof hätte hören müssen. Einer der Edlen faßte ihren Arm. „Untersteh dich du Bestie.“ Sie wirbelte herum, fauchte ihn an und riß sich wieder los. „Meinen Bruder wollt ihr zur Strecke bringen. Auf Rhyaliandas Befehl. Ha! Das wird unser Gott nie zu lassen. Nie. Erainn! Erainn!“ Die letzten Worte schrie sie aus sich heraus. Dann warf sie sich auf die Knie, in die Pfütze, die unter ihr entstanden war.

Ihr Kleid triefte, als ob sie zuvor in den Burggraben gefallen wäre, aber der Geruch stimmte nicht. Ein seltsames Parfüm, ein Lampenöl? Aus ihrem Rock zog sie zwei faustgroße Steine, die sie über ihrem Kopf gegeneinander schlug. Im Rhythmus der Schläge rief sie: „Erainn! Erainn!“ Mit jedem Schlag stob ein Regen von Funken über ihren Körper. Flammen leckten an dem durchtränkten Stoff des Kleides empor. Einer der Wachmänner versuchte, ihr die Steine zu entwinden, aber er mußte zurückspringen, als die Flammen explosionsartig emporschossen und die Frau in einer zuckenden Säule umgaben.

Sie stand wieder auf und rief: „Erainn! Ich opfere mich ... für ... meinen Bruder ... Pamôtron Kallorg ... meinen einzigen ...“ Danach waren ihre Schreie nicht mehr verständlich. Atemzüge später verstummte sie ganz. Niemand konnte ihr mehr helfen.


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