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Iontu-iba - Architekt in Tarn-A-tuuk, Untarn-toobur-naak (= Baumeister des Nieder-Tarn)

Iontu-iba ist der jüngere Bruder (geboren im Jahre sim, also 396 n.P.) von Iontu-kalatil. Sein früherer Name war Shem'iva yo'sim-Antu (der "Nachgeborene Sohn" (shem) Iva der Sippe Yo[ppuri] des Jahres sim der Familie Antu). Nun wirklich ein Name, der fast alles über die Person aussagt, wie es bei den Tasham in den früheren Zeiten der Sippenhierarchie üblich war. Seit mit Hilfe der Ter-baak dieser Zustand willkürlicher Unterdrückung überwunden wurde, spielt weder die Geburtsreihenfolge noch das Geschlecht oder Alter -und damit Geburtsjahr- noch eine große Rolle für die Stellung eines Tasham, so dass all die unnötigen Namenszusätze bei den Antu -wie auch bei den meisten anderen Familien der Yoppuri und der Tankarryeni- heute weggelassen werden, wohingegen das Sippenkürzel in den Familiennamen einging, als ihnen das Clanrecht verliehen wurde. So ist also Iontu (bei einigen Tasham noch immer yo'Antu genannt) nun einer der neuen Clans des Nieder-Tarn geworden, und die Iontu tragen diese Rolle mit Stolz.

Iba ist die Transkription des Namen Iva in Talar-nyboz ("Sprache der Steinriesen", die von den Ter-baak gesprochen wird), denn den Laut v kennt ihre Sprache nicht. So kommt es, daß Shem'iva yo'sim-Antu als Iontu-iba bekannt geworden ist. Seine ältere Schwester Iontu-kalatil ist übrigens -ganz ähnlich wie im Falle der Sirnbar-Geschwister Bratik und Apsut- zu einer großartigen Heerführerin geworden.

Die Ter-baak betrachten es als großen Glücksfall, einen Baumeister wie Iontu-iba in ihren Reihen zu zählen. Wie kein anderer kennt er sich mit der Errichtung von Bauwerken auf Kernak-Grund aus. Kernak ist eine Bezeichnung für weniger festen, sozusagen "weicheren" oder erdigeren Baugrund, wie er im Hoch- und Bergland des Nieder-Tarn vorherrscht, ganz zu schweigen von den Tieflandgemarken im äußersten Thysias des Reiches Tarn-A-tuuk (im Gegensatz zum felsigen Tarnak des Gebirges, das Sin-tak's Spezialität ist). Daher wurde Iba Ende 418 n.P. zum Untarn-toobur-naak (in etwa als "Baumeister des Nieder-Tarn" zu übersetzen) ernannt.

Bisher wurden von Iba's geplanten Bauwerken (abgesehen von einer Sternwarte für Seberion Chalatin auf dem Kirabat-gratak) bereits die vier Burgen Maridor, Nialna, Ifiltok und Sylkatok im Bereich des Nieder-Tarn bzw. auf der Hochebene Sylkotin-akoota am phialischen Rande der Talar-enit ("Kinder der Steinriesen" - Bezeichnung der Ter-baak für das Hochland Zialbarom im Thysias des Reiches) errichtet.

Iontu-iba ist ein hübscher junger Mann, und die leichte Fremdartigkeit eines Tasham übt eine zusätzliche Faszination auf die jungen Frauen der Ter-baak aus, so daß er von derer vielen umschwärmt wird. Auch bei den Tasham-Mädchen ist er sehr beliebt, ebenso bei den jungen Damen der Albianer (dieses hochzivilisierte Volk bewohnt weite Teile des Zialbarom). Auf welche seiner Verehrerinnen seine endgültige Wahl fallen wird, ist Gegenstand von reichlich Klatsch und so mancher Wette. Fest steht jedoch, daß er bereits einige Kinder bei zu stürmischen Liebhaberinnen aller drei Völker gezeugt hat (wofür diese von den "erfolgloseren" Rivalinnen herzlich beneidet werden).

Neben seinen Liebschaften hat Iontu-iba wenig Zeit für seine sonstigen Hobbys, denn er ist fast ständig zwischen den verschiedenen Bauplätzen unterwegs. Er ist ein hervorragender Reiter, sowohl auf den Berglandponys der Tasham als auch den Zialiden, einer Pferderasse albianischer Züchtung (welche einer der Hauptwirtschaftszweige des Zialbarom ist). Er hat auch gelernt, auf den Ter-geek zu reiten, die er für gelegentliche Ausflüge ins Hohe Tarn benutzt.

Wenn er denn doch mal ein wenig Zeit zur Erholung findet, pflegt Iontu-iba die berühmten Dampfbäder von Tarash aufzusuchen, falls er gerade in der Nähe ist. Dies ist ein den Tasham heiliger Ort im Tifuntarn, an dem ihrer Überlieferung zufolge die Volkshelden Trigon, Ampas, und Salmint im Jahre 2876 v.P. in ihrem Wettstreit um das goldene Taras (ein angeblich göttliches Artefakt, das jedoch im Laufe der Jahrhunderte verlorenging; es soll an der Stelle gestanden haben, wo heute die heiße Quelle sprudelt, die die Dampfbäder speist) zu einem Patt gelangten, da an einer engen Schlucht keiner der drei weiter vorankommen konnte, ohne die anderen einem tödlichen Sturz in den Abgrund preiszugeben. (Die Bedeutung dieses Ereignisses für die Geschichte und Kultur der Tasham ist an anderer Stelle näher erläutert).

Iba spielt auch gern mit seinen Freunden eine Partie Shiamgon. Dies ist ein Brettspiel für drei bis fünf Personen, bei dem mit verschiedenfarbigen Steinen gesetzt wird (jeder Spieler hat seine Farbe). Ziel des Spieles ist es, möglichst viele Steine der Gegner durch geschicktes Taktieren vom Spielbrett zu verdrängen, und natürlich möglichst wenige eigene Steine zu verlieren. Das Spiel endet, wenn die Konstellation des Triampsalm erreicht ist, also eine Pattsituation (wie seinerzeit bei Trigon, Ampas, und Salmint), in der keine weiteren Steine gesetzt werden können (die komplizierten Regeln des Shiamgon sollen hier jedoch nicht weiter abgehandelt werden).

Iba's größte Leidenschaft jedoch ist das Tarad, ein Wettspiel, bei dem jeder Teilnehmer versucht, kleine Wurfpfeile (radich genannt) in bestimmte Felder eines Zielkreises zu bringen. Bestimmte Felderkombinationen ergeben dabei unterschiedliche Punktezahlen. Gewinner ist natürlich derjenige mit der höchsten Gesamtpunktzahl zu dem Zeitpunkt, wo jedes Feld von mindestens einem radich getroffen wurde. Iontu-iba gilt als Meister des Tarad, und wenigen ist es bisher gelungen, ihn darin zu schlagen.