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Houlye

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Die Houlye (aus "Tier- und Pflanzenwelt Wu Ya Shans" von Gunda A'Kjarrel, Königliche Ökologin)

Die Houlye ist in Wu Ya Shans das verbreitetste große Raubtier. Sie kommt in drei Unterarten vor, die sich hauptsächlich durch ihr Fell voneinander unterscheiden. Die Gipfelhoulye lebt in den oberen Regionen der Rothornberge und Rabensteine oberhalb der Schneegrenze und hat das ganze Jahr über ein weißes Fell mit wenigen schwarzen Flecken. Die Berghoulye lebt in den Bergen und Tälern der Rothorn- und Seeberge und trägt im Sommer ein bräunliches Fell mit schwarzen Flecken, im Winter jedoch wächst ihr ein weißer Pelz, so daß sie kaum noch von der Gipfelhoulye zu unterscheiden ist. Die Präriehoulye lebt im Flachland Nikarahs und in der Tiefebene Kaimahal. Sie hat einen wesentlich kräftigeren und größeren Körper und trägt das ganze Jahr ein blassbraunes Fell. Nur wenn sich ein besonders harter Winter mit Schnee bis tief in die Täler angekündigt wechselt die Präriehoulye ihre Fellfarbe. Keiner weiss woher die Houlye ihr Wissen um den kommenden Winter hat, doch wird jeder Wu Ya Shanier auf dieses Zeichen achten. Zuletzt wechselte die Präriehoulye im Herbst 412 n.P ihr Fell und bekanntlich war es einer der härtesten Winter seit Menschengedenken. Alle drei Houlyenarten sind gefürchtete Jäger und machen auch vor einzelnen Menschen nicht halt. Es gibt sogar Berichte, nach denen Houlyen bei knappen Nahrungsangebot in Siedlungen eingedrungen sind, um dort Vieh in den Ställen zu reißen. Houlyen leben und jagen ein Leben lang in Paaren nur junge Tiere leben zeitweilig in Rudeln und ältere Tiere allein. Stirbt ein Partner sucht sich der Überlebende, so er noch jung ist, sogleich einen Ersatz, wodurch die Houlye auch den Beinamen ‘Lustige Witwe’ erhielt. Eine Houlye wirft alle zwei Jahre drei bis vier Jungen, doch überlebt selten mehr als eines davon das erste Jahr.

Auch im Reich der wu ya shanischen Legenden hat die Houlye ihren Auftritt. Dieser hat seinen Ursprung noch schon in den Geschichten der Schanakischen Ureinwohnern Kaimahals. Dort wird der Houlyes schlechter Ruf als Menschenjäger noch um eine Verbindung zu den Finstermächten bereichert. Die Houlye so sagt man, sei ein Vorbote des Dämons des Winters Ukkhorioch und ein williger Körper für den Geist des verbannten Dämons. Es gibt Berichte aus alter Zeit, wo der Geist des Dämons in eine Houlye gefahren ist. Diese sei gewachsen und habe eine aufrechte menschenartige Gestalt angenommen. In dieser Gestalt habe sie jeweils um die Zeit der Wintersonnenwende nachts Dörfer der Schanaken heimgesucht, zahlreiches Vieh und auch einige Menschen getötet. Doch in einem Jahr, wo der Dämon ein Dorf besonders grausam heimgesucht hatte, schlossen sich die Männer auch aus umliegenden Dörfern zusammen und stellten sich den Dämon in den Weg. Lange dauerte der Kampf in jener Nacht und manch ein mutiger Familienvater verlor sein Leben für die Gemeinschaft, doch schließlich lag der Dämon von mehreren brennenden Speeren durchbohrt tot auf dem Markplatz des Dorfes. Die Männer sahen mit Schrecken, wie sich das Wesen langsam wieder in eine Präriehoulye mit weißem Fell zurück verwandelte, als der Geist des Dämons sie mit einem schaurigen Heulen verließ. Die Houlye wurde verbrannt und ihre Asche in den Gwagashi gestreut. In den nächsten Jahrzehnten gab es keine Berichte mehr über einen Angriff des Winterdämons und lange Zeit hielt man die Gefahr für gebannt. Doch manch ein Weiser warnt, daß das Wild in den Wäldern, das Vieh auf den Weiden und die einsamen Wanderer nicht immer so aussahen, als seien sie von normalen Houlyen getötet wurden ...
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