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"Wir freuen Uns auf ein zukünftiges friedliches Zusammenleben der Flammen des Catpoc und des Seth -"; gerade hatte Soretion diese Zeile zu Pergament gebracht - Er verfasste gerade das Antwortschreiben für Arunthog, über deren freundliche Kontaktaufnahme Er sich ehrlich gefreut hatte - als von draußen plötzlich aufgeregte Schreie zu vernehmen waren. Nur wenige Augenblicke später begann das große Kriegshorn der Zitadelle zu blasen: Golgoroth wurde angegriffen!

"Wer zum Chnum -" dachte Soretion, als auch schon ein abgehetzt wirkender Bote in Sein Schreibstudio hereingestürmt kam. "Wergols!" presste dieser mit halberstickter Stimme hervor. "Mindestens Tausend Dragolreiter stürmen auf die Stadt zu!"

"Unmöglich!" entgegnete Soretion, "sie würden nicht wagen anzugreifen, nachdem sie Uns dieses Schreiben geschickt haben! Hier, lies selbst!" fuhr Er fort, und begann mit dem Schreiben aus Arunthog vor den Augen des aufgeregten Boten herumzuwedeln. Dieser jedoch schenkte dem keinerlei Beachtung - was nun Soretion doch stutzig machte, denn Seine Untergebenen pflegten normalerweise seine Anweisungen nicht einfach zu ignorieren.

"Seht selbst Herr, überzeugt Euch mit Eigenen Augen" flehte der Bote schon fast. Nun doch neugierig geworden - und abgesehen davon, als Priester-Großtharn musste Er Sich einer so prekären Angelegenheit wie eines Angriffs auf die Hauptstadt sowieso persönlich annehmen - trat Soretion auf den Balkon Seines Studios. Von hier hatte Er einen weiten Blick über fast die gesamte Stadt, und weit über ihre Mauern hinaus ins fruchtbare Tiefland im Klados.

Und tatsächlich. Da kam die erste Angriffswelle von Dragolreitern auf Golgoroth zugeflogen. Mit Erleichterung nahm Soretion zur Kenntnis, dass der Stadtkommandant bereits alle notwendigen Maßnahmen eingeleitet zu haben schien. Mit ein paar weiteren knappen Befehlen entließ Er den Boten und betrat wieder Sein Studio. Nur wenige Augenblicke später ging der Brief aus Arunthog, sowie die gut gemeinte, halbfertige Antwort, in Flammen auf. Soretion spürte, wie die Wut, die in Ihm hochgekocht war, durch diesen kleinen Akt der Entladung gezügelt wurde, um nun kalter Berechnung Platz zu machen. Wenn also die Flammen des Catpoc und Seth nicht friedlich nebeneinander brennen konnten, so musste wohl nun im Gefecht gezeigt werden, welche Flamme heißer brennt.

(im Katzenmond des Jahres 424 n.P.)

Siehe auchBearbeiten

Segment: Gwynddor - Reich: Melanior - LeiterIn: Priester-Großtharn Soretion
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