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Hügelheim - Stadt

Ich habe ja schon über viele Handelswaren aus Dandairia erzählt und diese haben wohl den Leser schon verwundert. Was es aber hier in Hügelheim als heimische Handelsware gibt, ist wohl unver­gleichlich. Nicht nur, daß die dortige Bevölkerung – bestehend aus Gnomen und Halblingen – sich nicht einigen konnte, was jetzt die ortsansässige Handelsware sein soll, oh nein, die dort angebote­nen Handelswaren – ja, es sind mehrere – sind so total verschieden.

Fangen wir mit jener Handelsware der Gnome an.

Die Gnome sind ein sehr erfindungsreiches Volk, welches eine Gabe hat, mechanische Dinge – auch wenn sie noch so fein sind – zu bauen. Fast täglich kommen von hier Erfindungen, welche allmählich schon wegen der Menge der Erfindungen nicht mehr alle dem König vorgestellt werden.

Worauf die Gnome sich spezialisiert haben, sind kleine Kästen, in welche sie feinste Teile bauen, die sich durch irgendwelche komische Stangen und Räder und und und bewegen. So habe ich ein­mal solch einen Gnomenkasten aus der Entfernung gesehen und beobachten können, wie eine Figur in dem Kasten getanzt hat, ohne, daß sie jemand bewegt hat. Von einem anderen Gnomenkasten ist mir berichtet worden, daß aus seinem Inneren Töne herausgekommen sein sollen, als wenn jemand mit einer Flöte darin gesessen hätte.

Man kann sagen, diese Gnomenkästen sind vom äußeren fast alle gleich. Sie sind eine Elle lang, in etwa auch so breit und knapp halb so hoch. Doch wenn man solch einen öffnet, dann weiß man nie, was einen erwartet. Es gibt so viele unterschiedliche Gnomenkästen, daß man wohl ganze Bü­cher mit der Aufzählung dieser füllen könnte.

Gehen wir nun über zu den Handelswaren der Halblinge.

Die Halblinge ihrerseits sind für ihre Fingerfertigkeiten sehr bekannt. Es gibt wohl kaum jemand, der noch besser schnitzen kann, als Halblinge. Mit solch einer Perfektion und einem Feingefühl schaffen sie es, aus einem einfachen Scheit Holz etwas zu formen, was wahrhaft den Anschein hat, zu leben.

Die absolute Meisterleistung der Halblinge sind ihre Teller. So viele Verzierungen, wie sie nicht einmal ein Künstler in einem Jahr nur mit dem Pinsel auf einen steinernen Teller anbringen könnte, sind darauf, man kann sich daran einfach nicht satt sehen. Ich weiß nicht, ob dies der einzigste Grund ist, weswegen man diese Teller immer leer ißt, doch ich denke, es wird wohl auch etwas damit zu tun haben, daß diese Teller mit sehr viel Liebe gefertigt wurden und dies auf den Esser über geht.

Zum anderen sind die Halblinge leidenschaftliche Köche. Kaum ein Volk ißt so gerne und so viel. So kommt es, daß die zweite Handelsware, welche es von Seiten der Halblinge aus Hügelheim gibt, Kochbücher sind. Ich persönlich habe zwar noch keines in Händen gehalten, doch man sagte mir, daß in diesen Büchern das Wissen von über tausend Halblingen stecken solle und somit ein un­bezahlbarer Schatz für einen jeden Koch sein soll.

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