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Geschichte der Magie

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Geschichte der Magie - (geschrieben im Jahre 411 n. P. von Iras Cignavojo, Weltchronist)


Das Altertum - die Ära der Magie Bearbeiten

Die Zeit der Verschwendung der Magie Bearbeiten

In frühen Tagen dieser Welt war die Magie eine weithin bekannte und verbreitete Kunst. Außer den Menschen und jenen, die man die ALTEN GÖTTER nennt waren es vor allem die Wesen aus der Feenwelt, die diese Kunst praktizierten. Nah beeinander lagen die Künste der Priester und der Magier, und auch jenen, die nur wenig ihrer Lebenszeit dem Studium dieser Kunst widmeten, gelang es von zeit zu Zeit, das eine oder andere Kunststück, eine Illusion oder einen kleinen Zauber zu vollbringen. Doch in dem vielen Zaubern sahen einige der Weisen, wie langsam der Zauber verschwand. Nicht, daß weniger gezaubert worden wäre - im Gegenteil. Aber die Quellen der Macht für die Magier verloren an Kraft - die magische Energie, die die Natur gab, wurde ihr entzogen und so verbraucht. Eines Tages, so sahen sie, wäre die magische Energie aufgebraucht. Und jene Wissenden sammelten Magische Energie und bündelten sie in einigen mächtigen Gegenständen und Symbolen, entzogen der Welt dabei jedoch weiter ihre magische Energie. Um ihre Kunst zu erhalten, errichteten sie ihre Orden. Im Ophis Myras durchliefen die Weisen Frauen - Hexen genannt - eine lange Schule ihrer Kunst, und auch im Machairas wurden von den Orden sogleich Gebote aufgestellt, die die Anwendung der Magie begrenzen und die Nekromantie für immer bannen sollten. "Die Magie möge nie zum eigenen Nutzen eingesetzt werden!" und "Die Magie ist eine Kraft, die für sich gesehen neutral ist. So sollen auch die Magier weitgehend neutral bleiben im Kampf zwischen den Reichen!" - so lauteten die Gebote.

Die Bildung der Magierorden Bearbeiten

Während im Ophis Myras ein Orden der Magie herrschte und in den zwölf Stufen, die sich in den verschiedenen Farben widerspiegelten, anfangs eine klare Ordnung war, waren die Weisen des Machairas schon bald in viele Gruppen und Orden aufgespalten. Da waren die STUMMEN GROSSEN, das ORAKEL VON THERAN und die dort beratenden Weisen, die SCHAMANEN der Rohnen oder Asgnorjen, die PRIESTER der ALTEN GÖTTER, die Luminaten von Lyrland, die MAGIER des Zhaketerreiches und von Esoteria und schließlich die DRUIDEN, Priester der Natur, aus Samala, dem Weisen Wald.

Es gab auch jene, die sich bemühten, die Grenzen in die eine oder andere Richtung zu verwischen. Zum einen gab es jene, die an der Grenze zwischen Priester und Magier standen, die Dämonenpriester der Caer, einige Hexen der Hexengilde - wie Gaidel oder die Schwarze Mutter und die Hexen des Hexenreiches im Machairas, Hängstir -, die die verbotenen Künste der Schwarzen Magie, der Nekromantie, praktizierten. Zum anderen gab es jene, die, obwohl sie Krieger waren, doch auch die Weiße Magie der Priester zu nutzen verstanden, um mit Schwert und Magie die Schrecken zu vertreiben, die das BUCH DER ALPTRÄUME beschrieb und die das Schwarze Buch "KORAKTOR DER NEKROFERIE" möglich machte. Jene letzteren nannte man PALADINE, und es gab unter den Menschen und Halbmenschen vor allem die ALPTRAUMRITTER und die IRONS, die sich jedoch so sehr unterschieden, daß es hier nicht möglich ist, diese Unterschiede näher zu erläutern.

Sehr, sehr weit im Peristera, so sagen die Legenden - doch nichts Näheres ist je bekannt geworden - gab es auch ein Volk der Waldläufer, das die Magie der Druiden mit dem Schwert des Kriegers verband.

DIE GROSSEN SCHLACHTEN ZWISCHEN LICHT UND FINSTERNIS Bearbeiten

Das Verschwinden der magischen Wesen Bearbeiten

Es kamen dann irgendwann die großen Schlachten des Lichtes gegen die Finsternis, von denen wir als die letzte große PONDARON kennen, jene gigantische Schlacht, die den Morgen einer neuen Zeit bedeutete: unserer Zeit.

In dieser Schlacht wurden die Kräfte der Magie beider Seiten stark dezimiert, und als eine der Folgen der Schlacht verschwanden die Wesen der Feenwelt, die Trolle und Schrate. Es verschwanden die Einhörner und die Drachen, die Elfen und die Tauren, und seit PONDARON ist von keinem Menschen bekannt, daß er eines dieser Wesen wieder gesehen hätte. Sie verschwanden unter die Erde, in die unzulänglichen Täler der hohen Gebirge, in die ewig grünen Feenlande von CELTONIA. Irgendwo - wie Legenden sagen -, gibt es ein großes Tal, in dem all diese und noch andere Wesen, die anderswo längst ausgestorben sind, noch leben. Dieses Tal wird das TAL DES LEBENS genannt. Es ist aber durchaus möglich, daß auch andere der oben geschilderten Wesen noch an anderen Orten leben.


Die Schlacht um Pondaron Bearbeiten

Es gab aber zu jener Zeit auf Myra vor allem zwei Schulen für die Weisen: eine des Lichts und eine der Finsternis, deren Oberste ihre Schüler für die große Schlacht rüsteten. Und der eine, den man "Meister der Weisheit" nannte, führte die schwindenden Heere der Lichtwelt, der andere, den man "Todesfürst" und "Herr der Schatten" nannte, die Horden des Chaos, verstärkt durch Unwesen aus den Velator-Bergen, die dort durch die Tore von anderen Welten strömten, all die Eisriesen, Mörderbienen, Dro-Bold, Tarraskor, Na-Bold, Buka-Boos und Korred. Wie das Licht mit Hilfe des Reinen Lichts und der Elemente siegte, ist nicht nur in den Balladen des Dylano beschrieben. ...

MAGIE IN DER WELT NACH PONDARON Bearbeiten

Zardos sammelt sich Bearbeiten

Seit jener Zeit ist es still geworden um die großen Orden und Schulen. Verstreut waren all die Weisen, die ihr Wissen und ihre Kunst an ihre leiblichen oder Ziehkinder weiterzugeben versuchten. Vielleicht aus den Resten des Orakels von Theran entstanden weitere Orakel, so etwa das von Kalampe, das wohl das bekannteste ist. Doch nach all dieser Zeit sammelten sich die Weisen wieder: Die finsteren Adepten scharten sich um einen der ehemaligen Heerführer des Darkon (DARKON = Todesfürst; ein Titel), der die erfolgreichste Waffe der Finsternis geführt hatte: um ZARDOS, den Herrn der Mörderbienen. Jahrhunderte aber war er nicht bereit für einen neuen Kampf. Er sammelte in der Stille in seiner Mörderwabe neue Kräfte und schickte seine Mörderbienen über die Straßen der Finsternis, die die Segmente trennen.


Der Kampf Hängstirs gegen Athania Bearbeiten

Eher noch war Hängstir, das Hexenreich des Machairas, das die Schwarze Mutter verehrte und MARLILITH anbetete, bereit für neue Kämpfe. Und Hängstir erklärte jenen den Krieg, die sich um die Quelle der Weisen, den Hort des Lichts, geschart hatten. In ATHANIA lebten die Priester, die sich nur noch den Lichtgöttern widmen wollten; in NESSUR lebten die (neutralen) Druiden, die sich den Schutz der Magie zu eigen gemacht hatten; und in ESOTERIA lebten diejenigen der Magier, die sich allein der Weißen Magie - wenn auch nicht der der Priester - verschrieben hatten - das waren die drei großen Orte für die drei Arten der Weisen.

Und im Jahr 211 n. P. erklärte Hängstir Athania den Krieg. Genau zwanzig Jahre zuvor (im Jahre 291 n. P.) war das erste Mal ein Druide zum Mentor Esoterias geworden. Es war Rugan Tandarra, der gleichzeitig Magier und der GROSSE DRUIDE, Oberhaupt aller Druiden, die sich dem Orden unterstellten, war.

Als gegen Ende des Jahres 212 n. P. Athania die erste Schlacht gegen Hängstir verlor, erklärte Nessur seine prinzipielle Unterstützung. Es war von vorne herein klar, daß die Sumpfhexe und ihre Gefolgschaft nicht allein auf Athania abzielten sondern daß es um die Zentren der Macht der Weisen ging: um die [[Quelle der Weisen]], den Weißen Berg Dur-Tauhid-Amin, den Baum des Lebens im Weisen Wald Samala und schließlich die Schule der Weisen im Nebelgebirge, am El-Dur in Esoteria. Als also Nessur seine grundsätzliche Bereitschaft zur Unterstützung erklärte, war das im hohen Maße Tandarra zu verdanken, der schon immer voraussehend war. Als dann Athania die zweite und die dritte Schlacht, die eine Seeschlacht in der Nurmir-Bucht war, verlor - im Jahre 213 n. P. -, griffen 214 n. P. die Weisen ein.

In der vierten Schlacht - ebenfalls 214 n. P. -, zweihundert Meilen vor Neu-Thula, der Hauptstadt Athanias, schlugen die vereinten Kämpfer des Lichts unter Rugan Tandarra die Horden aus Hängstir vernichtend und trieben sie in der Folge der Schlacht der 21 Tage und Nächte bis in die Kakotor-Sümpfe zurück. Nicht nur, daß die Bibliotheken Esoterias und Neu-Thulas viel Zuwachs durch die Schriften der Hexen bekamen; Hängstir war für lange Zeit gezwungen, sich zu erholen, und viele hielten es für ganz vernichtet. Der Sumpf aber, der immer mehr Todesopfer forderte, verhinderte weitere Erkundungen.

Der Bruch zwischen Druiden, Priestern und Magiern Bearbeiten

In der Folge fand eine engere Verbindung zwischen den Druiden, Priestern und Magiern Esoterias statt, die unter den sich von den Luminaten herleitenden Priestern des Lichtboten anklang. Rugan Tandarra war es wiederum, der diese Verbindung unterstützte und auf die Anerkennung der Schule der Weisen am El-Dur auch durch die Priester Chnums, die im machairischen Athania verbreitet waren, Denas und Paranas, die zwischen dem Weißen und Schwarzen Berg verehrt wurden. Doch mit diesem Kurs hatte er nur bedingten Erfolg, umso weniger, als Chnum-Priester weit verbreitet waren, bis hin sogar nach Ibserien, und Denas weise Frauen noch immer hauptsächlich im Ophis Myras weilen.

Im Jahr 349 n. P. trat Oghan Tandarras Nachfolge als Mentor an, und Tandarra mußte noch erleben, wie es beim "Konzil von Neu-Thula" zum Bruch der Druiden mit den Priestern der ALTEN GÖTTER kam. Die Druiden beschlossen, sich nicht mehr allgemein der "Schule der Weisen" zu unterstellen und zudem die Tempel der ALTEN GÖTTER zu verlassen. Da eine sichere Folge der - zumindest graduelle - Machtverlust der Druiden war, beschlossen diese gleichzeitig, daß die Rangordnung innerhalb des Druidenordens nicht mehr ausschließlich nach Fähigkeiten bestimmt werden sollte. Auch weniger magisch veranlagte Druiden sollten innerhalb des Ordens aufsteigen lönnen. Dies beschlossen auch die Priester der ALTEN GÖTTER, und nur von daher ist es zu erklären, daß Hohepriester tatsächlicher oder eingebildeter ALTER GÖTTER zum Teil gänzlich ohne magische Fähigkeiten sind. Dies konnte auch Tandarra nicht mehr verhindern, und verbittert zog er sich auf den Ascht-Nathon-Dur zurück, wo er 352 n. P. starb.

Die "Schule der Weisen" von Esoteria (Myra-Schule der Magier) Bearbeiten

Mentor Oghan strebte eine Hoheit der Magier unter den Weisen Esoterias über Priester und Druiden an und bot Athanesia seine Protektion, während an der "Schule der Weisen" gleichzeitig Neutralität gelehrt wurde. Unter Mentor Oghan wurde die "Schule" noch mehr als unter seinem Vorgänger Tandarra zum Herkunftsort der Weisen Karcanons, wenn nicht ganz Myras. Aus allen Ländern wurden hoffnungsvolle Jünglinge geschickt, die am El-Dur in den hohen Künsten, im Geheimwissen, unterrichtet wurden. Waren sie ausgebildet und würdig, Adept oder Mu'min genannt zu werden, so wurden sie in die Welt gesandt, um mit gewissen Einschränkungen den Herrschern zu helfen, die sie benötigten.

Der Orden, der die Acolythen ausbildet, steht über dem Streit zwischen einzelnen Reichen und Fürsten oder Herrschern. So ist es dem Orden bisher gelungen, unbeschadet von Einzelkriegen und selbst von Barbaren zu bleiben. Seit 364 n.P. wird von Weisen Frauen als Mitglieder des Ordens berichtet, doch etwa gleichzeitig traten in Nessur Reste des Heterinnen-Kultes zutage, die alle Priesterinnen Denas und Paranas vom Orden abriefen und vehement für eine Isolierung des männlich dominierten Ordens eintraten. Die Mondtrommler-Seke, in die die Reste des Heterinnen-Kultes aufgingen, verbreiteten weiterhin die Überlegenheit der Frau über den Mann und gewannen damit im neu entstehenden Sandramoris viel Zulauf. Es wurde, wie vermutet wird, nach dem Vorbild der ophisweltlichen Hexengilde eine eigene Schule für Weise Frauen eingerichtet.

Bild: © Carol Heyer (www.carolheyer.com) Used with permission

Der Orden der Magier Esoterias wuchs dennoch, und immer mehr Schüler wurden mehr oder weniger in den acht Schulen ausgebildet, je nachdem, wo ihr künftiger Schwertpunkt sein sollte. genau im Jahre 400 n. P. wurde die für Athanesia zu offene Politik Mentor Oghans diesem zum Verhängnis: Der Athanesier Jaal, ein von einem anderen Magier gedungener Meuchler, setzte Oghans Leben ein Ende. Der Plan des Auftraggebers ging jedoch nicht auf: Nicht er sondern Hasan Asilschi wurde neuer Mentor Esoterias.

Hasan Asilschi war beteiligt gewesen, als unter seinem Freund Ra m'a Dan, der selbst Magier und Druide war, im Jahre 385 n. P. aus Athania und Nessur das magische Königreich ATHANESIA wurde, dem auch Esoteria angehörte. Im Jahr 402 n. P. aber verstarb Ra m'a Dan an einem unbekannten Ort, und in der Folgezeit ging die Regierung an Tamarrah Y'Oulon über. Dies nicht duldend, verkündete Esoteria seine absolute Neutralität allen Reichen (auch Athanesia) gegenüber. Nur einem echten König von Athanesia würde Esoteria Unterstützung leisten.

Weiterhin gibt es kaum einen Weisen unter 60 Jahren, der nicht durch die "Schule der Weisen" ging, wenn auch einige Freischüler als Eremiten die Magier lehren und am El-Dur lernen, so weiß doch jeder, daß es in der Welt erheblich schwieriger ist, Wissen und Kontrolle über magische Energie ohne den Hintergrund, den die Schule der Weisen in langen Jahren vermittelt, zu steigern. Wer die Ausbildung nicht abschließt, braucht sich nichts daraus zu machen. Seine berufliche Zukunft ist dennoch gesichert. Einiger der besten Schreiber der Gilde der Boten oder von Ataris und Wissende mancher Länder - etwa vom Verband freier Astronomen oder vom Astronomischen Verband Muscaes - und einige der besten Heiler oder nichtmagischen Priester sind solche als Magier gescheiterte Schüler der Weisen Esoterias. So haben z. B. dort auch ZAPHELES, BRANDUR DER WEISE und LUKAR DER WEISE gelernt. Freischüler ist ETRWO, DER EREMIT. Ein ehemaliger Schüler ist AENGWYLL OF LLARN.

Dies ist die Geschichte der Magie bis zum zum Jahre 411 n. P. ...

Bild © Franziska Schlosser, Used with permission

Myra-Fundort: MBM27/4-9
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