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Geschichte der Elfen und Machwascinyan vom Fremden Wald

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Geschichte der Elfen und Machwascinyan vom Fremden Wald


Über den eigentlichen Ursprung der Elfen auf Erendyra Bearbeiten

ist nur noch wenig überliefert. Zu viel ging während Pondaron verloren.

Das Einzige, was aus den Anfängen noch bekannt ist, werde ich hier nur sehr kurz schildern, denn keiner der Bewohner des Fremden Waldes interessiert sich sonderlich dafür, was vor ihrer Ankunft geschah. Für die Elfen und Machwascinyan beginnt die Zeitrechnung nämlich erst mit der Strandung bzw. mit der Begrüßung durch den Einen.

In den Wirren von Pondaron wurden die Dunkelelfen aus ihrer Heimat vertrieben, und begaben sich mit ihrer Flotte auf eine jahrelange Suche nach einer neuen Heimat. Auf dieser Suche schaffte es nur ein anderes Volk, das Vertrauen der Elfen zu gewinnen, die Machwascinyan. Für diesen Namen gibt es selbst heute keine eindeutige Übersetzung, aber es dürfte dem eventuellen unwissenden Leser alleine aus den Übersetzungsmöglichkeiten heraus klar werden, warum sie sich bis heute wie Brüder verstehen und vertrauen. Machwascinyan kann man mit Hüter/Bewahrer/Heiler des Waldes/Holzes aber auch des Steines übersetzen.

Angeblich existierte bei den Machwascinyans eine Prophezeiung, in der die Ankunft der Elfen beschrieben wurde. Aufgrund dieser Prophezeiung sollen sich die Machwascinyan den Elfen angeschlossen haben.

Die gemeinsame Irrfahrt der beiden Völker soll noch einige Jahre gedauert haben, bis sie in den schlimmsten Sturm der gesamten Reise gerieten. Trotz der Heftigkeit des Sturmes, der sämtliche Segel der Flotte zerriß, ging keines der Schiffe unter. Die Führer der beiden Völker sollen daraufhin beschlossen haben, dies als Zeichen der Götter zu werten und die Flotte von dem Wind und der Strömung an ihr Ziel treiben zu lassen.

Wahrscheinlich 10 n.P. strandete dann die Flotte an der Küste des Fremden Waldes. Den Elfen und Machwascinyan blieb keine Zeit, irgend etwas anderes als ihr Leben zu retten, bevor die Schiffe auf den Riffen zerschellten und sanken. Auch bei diesem Unglück soll es wieder keinerlei Tote gegeben haben. Waren sie am Ende endlich an ihrem Ziel angekommen?

Den Gestrandeten wurde allerdings keine Zeit gelassen, darüber nachzudenken. Plötzlich vernahmen sie eine Art von Musik hinter sich. In dieser Musik schwebten Gefühle, Empfindungen und Erwartungen mit. Freude, Heimat, Geborgenheit und die Bitte um Hilfe. Die Gestrandeten betraten ohne zu Zögern den düsteren und unheimlichen Wald. Die Musik führte sie sicher an den gefährlichen und todbringenden Deginabäumen, den Bauten der gefräßigen Kostinen, den Nestern der weißen Raftels, um nur ein paar wenige Gefahren des Waldes zu nennen, vorbei.

Ohne Rast sollen sie tagelang marschiert sein, bis sie zu einem Bereich des Waldes kamen, der so unterschiedlich zum Rest des Waldes war wie Tag und Nacht. Hier wuchsen die schönsten, kräftigsten und in allen Schattierungen von Grün förmlich leuchtenden Bäume. Waren die Tiere und fast alle Bäume, denen sie bisher begegnet waren, allesamt gefährliche und für den Unwissenden tödliche Wesen, so waren die Tiere in diesem Teil des Waldes fast wie in jedem anderen Wald auch. Vögel zwitscherten fröhlich zu der Musik, den sie immer noch hörten. Selbst das Rauschen des Windes in den Blättern paßte harmonisch in die Musik. Nach mehreren Tagen unermüdlichen Marsches führte die Musik sie auf eine riesige Lichtung. Auf dieser Lichtung fanden sie den größten Baum des Waldes.

Er ist so groß, das man über 100 Männer braucht, um seinen Stamm zu umfassen. Er maß damals wohl 200 Meter vom Boden bis zur Spitze. Sein Stamm hat die Farbe eines goldgelben Sonnenaufganges, seine Blätter funkeln in der Sonne wie Smaragde, seine Blüten leuchten in der Nacht wie feuerrote Rubine.

Die Musik schien von diesem Baum zu kommen. Er war es gewesen, der sie hierher geführt und ihnen gleichzeitig die Gefahren des Waldes gezeigt hatte.

Unter den Elfen, aber auch bei den Machwascinyan gab es Weise, die das Wissen um die Bäume besaßen. Diesen Weisen fiel bei der näheren Betrachtung des Baumes auf, daß etwas mit ihm nicht stimmte. Die Bitte um Hilfe wurde immer stärker und fordernder, so daß sich die Weisen daran machten, ihn gründlichst zu untersuchen. Während auf der Lichtung die ersten Behausungen gebaut wurden, fanden sie heraus, daß die Wurzeln des Baumes von einem Parasiten befallen waren, der langsam aber sicher die Wurzeln zerstören und damit den Baum töten würde. Das Wissen der Elfen und Machwascinyan wußte aber keine Hilfe für den Baum. Bis einer der Weisen auf die Idee kam, beide Wissensstränge miteinander zu verbinden und ein neues Wissen zu erschaffen.

Diese Arbeit dauerte sechs Jahre, in denen die Gestrandeten auf der Lichtung rund um den Baum, der mittlerweile nur noch der Eine genannt wurde, eine Siedlung errichteten. Jeder baute sich dort sein Lager auf, wo es ihm gefiel. Die nötigen Materialien stellt ihnen der Wald zur Verfügung. Kein Baum mußte gefällt werden, sie fanden mit einer auch für sie verblüffenden Selbstverständlichkeit genügen Holz und sogar einen Steinbruch, ohne dem Wald selbst Schaden zuzufügen. Während des Marsches durch den Düsteren Wald war doch mehr mit ihnen geschehen, als sie zuerst dachten. Sie konnten den Düsteren Wald betreten, ohne Gefahr zu laufen, schon nach wenigen Schritten eines schmerzhaften und langsamen Todes zu sterben. Sie wußten auch, welche Bäume bei der richtigen Pflege als Nahrungslieferanten dienen konnten.

Nach den sechs Jahren war es den Weisen gelungen, das Wissen beider Rassen zu einem einzigen zu verbinden. Dieses neue Wissen von den Bäumen wurde fortan Lillianril genannt. Mit Hilfe des Lillianrilwissens begannen sie nach einer Möglichkeit zu suchen, den Parasiten zu vernichten. Fast gleichzeitig stellten sie aber auch fest, das es weitere Kolonien des Parasiten im Düsteren Wald gab. Diese waren natürlich wesentlich kleiner und auch noch nicht so lange an ihrem zerstörerischen Werk, so daß die Weisen der Meinung waren, diese Kolonien leichter vernichten zu können. Nach zwei weiteren Jahren intensiven Studiums dachten sie, sie hätten einen Weg gefunden, den Parasiten zu töten. Mittlerweile war mit den befallenen Bäumen aber eine seltsame Veränderung von Statten gegangen. So verloren z.B. die Deginabäume ihre Fähigkeit, die in ihrer Nähe befindlichen schlafenden Opfer mit Hilfe ihrer Luftwurzeln in den Stamm zu ziehen, um sich dann von dem Körper zu ernähren. Manche der Bäume wurden sogar wieder zu ganz normalen Bäumen, wie man sie in jedem anderen Wald vorfindet. Sobald diese Umwandlung beendet war, zog der Parasit weiter zum nächsten Baum, um dort sein Werk von neuem zu beginnen.

Die ersten Experimente mit dem neu geschaffenen Ritual verliefen allerdings nicht so, wie es sich die Weisen vorgestellt hatten. Anstatt daß die Kolonie des Parasiten zerstört wurde, wurde er nur vertrieben. Also begannen die Allholzmeister, wie die Weisen mittlerweile genannt wurden, damit, die einzelnen Kolonien zu ihrem Ursprung zurückzutreiben, zu dem Parasiten des Einen. Bei dieser Jagd aber begann er sich zu verändern. So konnte er plötzlich auch Menschen angreifen und viele der an der Großen Jagd beteiligten Allholzmeister starben.

Im Jahre 33 n. P. schufen Neraniu, ein Allholzmeister der Elfen, und Sosun, ein Allholzmeister der Machwascinyan, ein neues Ritual, mit dem die einzelnen Kolonien in einer tiefschwarzen Kugel, der Mascey, gefangen wurden. Diese Kugel entzog dem Parasiten seine Energie und wandelte sie in eine rote zähflüssige Masse, dem Limun, um. Wenn dem Parasiten sämtliche Energie entzogen war, öffnete sich der Mascey und gab den Limun und die Überreste des Parasiten frei, ein silbrig graues Pulver. Der Limun wurde zum Teil den verwandelten Bäumen wieder zugeführt, woraufhin sich diese wieder langsam erholten und zu ihrer früheren Pracht zurückkehrten. Der Rest des Limun und das Pulver wurden bis heute aufgehoben. Im Laufe der nächsten 10 Jahre gelang es schließlich, alle versprengten Kolonien des Parasiten im Düsteren Wald auf diese Weise zu vernichten.

Während des gesamten Zeitraumes, der die Große Jagd beanspruchte, wachten immer mehrere Duzend Allholzmeister im Lichten Wald bei dem Einen, um zu verhindern, das sich neue Kolonien abspalten und in den Düsteren Wald eindringen konnten. Doch inzwischen hatte sich auch der Mutterparasit verändert, so als ob er genau wüßte, was mit den anderen passiert war. Manche stellten sogar die Theorie von einem gemeinsamen Bewußtsein der einzelnen Kolonien des Parasiten auf. Für diese Theorie sprachen einige merkwürdige Ereignisse, mehr dazu findet der Leser in ‘Der Parasit’ bzw. ‘Die Große Jagd’ von Naulesin.

Zu allererst versuchten die Allholzmeister den Parasiten aus dem Erdreich zu treiben, um ihn dann in der Mascey einzufangen. Doch der Parasit widerstand allen Versuchen der mittlerweile über 300 Allholzmeister. Alle währen der Großen Jagd erprobten Rituale schlugen fehl. Dann, als sich alle Allholzmeister zurückgezogen hatten und nur die Wache zurückgelassen hatte, die den Einen seit Beginn der Großen Jagd behütet hatte, griff der Parasit an.

Der folgende Kampf wird in allen Einzelheiten von Mascein ein ihrem Buch ‘Der Kampf um den Einen’ beschrieben.

Zu dem Kampf an dieser Stelle nur soviel; er dauerte ganze 5 Jahre. Aber schließlich waren die Allholzmeister wenigstens soweit erfolgreich, daß es ihnen gelang, den Parasiten aus dem Lichten und dem Düsteren Wald zu vertreiben. Er soll in Richtung Machairas über das Meer geflohen sein.

Seit Elul 48 n.P. wird jedes Jahr am ersten Tag des Elul eine große Feier zu Gedenken an die Vertreibung des Parasiten abgehalten, aber auch zur Ehrung derer, die gegen ihn gekämpft hatten und dabei ihr Leben ließen. Diese Feier dauert 1 Woche und ist selbst heute, 347 Jahre später, immer noch das wichtigste Fest für alle Bewohner des Fremden Waldes.


Geschichte des Fremden Waldes in Grundzügen Bearbeiten

  • während Pondaron: Vertreibung der Dunkelelfen und Machwascinyan aus ihrer Heimat. Zusammentreffen der beiden Flotten.
  • Ca 10 n. P.: Strandung der beiden Flotten an der Küste des Fremden Waldes.
  • 18 n.P.: Beginn der Großen Jagd
  • 33 n.P.: Erforschung der Mascey
  • 43 n.P.: Ende der Großen Jagd. Kampf um den Einen beginnt.