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Geschichte Erendyras

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Überblick über die Segmentsgeschichte von Erendyra Bearbeiten


Vor Pondaron: Bearbeiten

Einige Parallelwelten zu MYRA befinden sich in riesigen Kämpfen zwischen Gut und Böse. Ensir, der Halbgott der Einhörner, Sohn von Yavannië, besucht die Welt Erendyra, wo er einige Völker findet, die im Begriff sind, vom Bösen überrannt zu werden. Im Machairas Erendyras leben die Machmannen, von denen nur noch die kladischsten Stämme der Køstalen und Krimisten frei sind. Die ophischsten Stämme (Odenen, Undenen und etwa zwanzig andere) sind eine Provinz in einer großen Republik namens Tiotalu. Von Thysias her waren die "Tiefen Wälder" der Machmannen von Truppen der Finsternis eingenommen worden. Etwa fünf Jahre vor Ankunft Ensirs war in Tiotalu ein Bürgerkrieg ausgebrochen, der dazu geführt hatte, daß die Hauptteile des Landes auch der Finsternis anheim­gefallen waren.

Mit Hilfe der magischen Kraft seiner Mutter rettete Ensir Teile der noch überlebenden Mach­mannen. Teile des Tiefen Waldes wurden nach Ensiron verpflanzt und Ensir persönlich gründete die Burg Krimisterhiim, in der sich Høgr Kris, der Sohn des letzten Krimistenherrschers Ranulf Kris zu König ausrief. Køstalen und Krimisten sind somit eng verwandt. Die anderen Stämme, die nunmehr im Ophis der Machlande wohnen, sind nur entfernt mit den beiden verwandt.

Nach der Rettung der Machmannen eilte Ensir zurück nach Erendyra und besuchte einen anderen Kontinent der Welt. Dort kämpfte das Bergvolk der Hochländer gegen die Steppenreiter der Thuolags, die vom Finsterpriester Thuol-akuni geführt wurden. Ensir trat dort in seiner Ein­horngestalt auf und führte die Hochländer zu einem Teilsieg, in dem Meka-asòk, der oberste Heerführer der Thuolags tödlich verwundet wurde. Als aber die große Streitmacht Thuol-akunis nahte, versetzte Ensir auch seine Hochländerfreunde nach Ensiron, die ihn und seine Mutter als Gottheiten anerkannten. Yavannië begründete das Druidinnentum und ließ den Wald von tUisge mFhial wachsen. Ensir aber kehrte in Menschengestalt nach Erendyra zurück, um auch die anderen Hochländer vor Thuol-akuni zu retten. Einige vernünftige Männer schlossen sich ihm an, die meisten gingen in den Schlachten zugrunde. Die Übersiedler wurden von Ensir in die Hochlande gebracht, wo sie schnell begannen, ein friedliches Leben zu führen.

In der Zeit stellte Seth, der Gott der Dunkelheit fest, daß sich Völkerschaften auf Ensiron zu bewegen schienen. Er sandte seinen Dämon Haarkon nach Ensiron, um diese Völkerschaften zu vernichten. An dem Schutz Yavanniës scheiterte der erste direkte Angriff Haarkons, so daß dieser sich in den unbekannten Ophis zurückzog. In den folgenden Jahren entwickelte er aus Sklaven der Mörderwabe und Kröten die Ikatzinti, die Amphibienwesen, die er im Ophis des Kontinents aussetzte.

Ensir versuchte, vom Volk der Hochländer zu retten, was noch zu retten war und wandte sich dann der letzten Bastion des Lichts auf Erendyra zu: Dem Imperium des Maldonen. Zu diesem Zeitpunkt war Imeria schon gefallen und der Maldone hatte sich nach Hempidan, seinem magischen Herrschersitz zurückgezogen. Es war nur noch eine Frage der Zeit, daß das Imperium fiel und Erendyra ganz in der Finsternis lag.

Tiefseemonster des Finstren machten sich zu diesem Zeitpunkt auf, die letzten Inseln des Ozeans zu verschlingen. Ensir erschuf riesige Luftschiffe, mit denen er begann, die Naori, Ekenori und Mipela zu evakuieren. Lediglich die Hiyanja wurden nicht durch Ensir, sondern durch Ildru, die auf Bitte Yavanniës Ensir unterstützte. Ildru entwurzelte die Insel der Hiyanja und setzte sie in Ensiron ab.

Als die Luftschiffe Ensirs Erendyra verließen, erschütterte der Zauber der Finsternis Jarmas und brach den Kontinent in der Mitte entzwei. Eine riesige Wolke der Finsternis überschattete Erendyra...


In den Jahren nach Pondaron Bearbeiten

... stellten die Völker Myras fest, daß im ehemaligen Tiefseegebiet Ensirons nun ein Kontinent lag. Drei Handelsschiffe aus Karnicon wurden durch Ensir in seiner Menschengestalt begrüßt. Der Name Ensiron für den Kontinent wurde seither geheimgehalten und nur den Druidinnen weitergegeben. In Hinblick auf die Völker Ensirons erhielt der Kon­tinent den Namen Erendyra.

Die Machmannen begannen sich über den Wald auszudehnen, der mit Ensirs Zauber zu wachsen begann. Die Küsten erweiterten sich mehr und mehr, das Land wurde fester. Die große Flotte Lord Tektols landete bei Miktonos und die Krieger aus Denalgê nahmen das fruchtbare, aber völlig unbewohnte Tiefland von Tektoloi ein.


In den ersten fünfzig Jahren nach Pondaron Bearbeiten

...gab es noch weitere Einwanderungen: Die Meister und Schüler einer ehemaligen geheimen Zaubererschule von Gorgan hatten, als der Kontinent unterzugehen drohte, ihre gesamte Schule in den Nexus versetzt. Lange Äonen hatten sie ver­sucht, wieder einen festen Ort auf Myra zu finden, doch es war ihnen zunächst nicht vergönnt gewesen. Erst 23 n.P. schaffte der Großmeister Uc'veth-mn'och IbBlangh es, den Nexusturm zu stabilisieren und materialisierte den Turm an der Ophisküste Erendyras. Etwa zweihundert Meilen vom Turm entfernt, gründete man eine Stadt für die nichtmagischen Bewohner des Turmes. Bald gab es Kontakte mit den Siedlern von Tektoloi und die Bewohner der Stadt (Küstenstadt) vermischten sich sehr bald. Durch die großen magischen Energien beim Abkühlen der Lavaströme war der Machairas zum Teil vollständig mit Eis und Schnee überzogen. Dies nutzten etwa 70 n.P. einige Eismännerstämme aus dem ewigen Eis, um der Überbevölkerung in ihrer Heimat zu entkommen. Sie setzten sich zunächst mit den Hochländern auseinander, zogen aber den kürzeren und mußten sich auf die machairischen Eisschollen Erendyras zurückziehen.


In den folgenden dreihundert Jahren Bearbeiten

...war Erendyra bemerkenswert ruhig: Der Erhabene Hüter nutzte seine Energien, um die Lavaströme unter dem Kontinent zu stabilisieren und das Klima normal zu halten, Haarkon sammelte Truppen und versuchte die Höfe der Mächtigen Erendyras zu infiltrieren und die Völker lebten friedlich nebeneinander.

Im Machairas gab es häufig Streit zwischen den einzelnen Machmannenstämmen. Die ophischen Machmannenstämme, die zunächst in Gedenken an ihre Heimat eine Republik gegründet hatten, dann aber 81 n.P. von den Hwoodekøstalen unterworfen wurden, schafften es, sich zu befreien und stritten dann heftig untereinander. Die Krimisten waren das einzige Machmannenreich, das sich in vielen kleinen Pakten mit den Hrinpakøstalen und den Hwoodekøstalen in blutige Kriege verwickeln ließ. Durch den Sitz des Hohenpriesters von Grimø waren die Køstalen immerhin noch geeint, was sie aber nicht davon abhielt untereinander zu kämpfen.

Ensir sorgte dafür, daß es in allen Hochländerstämmen eine große Ehrfurcht vor dem Wald von tUisge mFhial gab. Kein Machmann wagte sich in die Gegend (bis König Høgnar sogar wagte, Truppen dorthin zu senden...)

Die Druidinnen von tUisge mFhial versuchten in den ersten Jahrzehnten, auf ihre ungläubigen Verwandten in den Hochlanden einzuwirken. Diese Missionen waren bis auf wenige Ausnahmen zum Scheitern verurteilt, besonders auch deshalb, weil Ensir ein vielfältiges Religionsbild im Hochland als gut ansah und somit gegensteuerte. Nur bei dem Clan von dÉirmhainh maigh Cuillean schaffte die damalige Höchste Druidin es, einen Erfolg zu erzielen. Die Folge war der hochländische Religionskrieg von 92-156 n.P. lairdh dÉirmhainh maigh Cuillean, sein Sohn tReighmaidh und dessen Tochter ò Bleachtán begannen mit der Mission der Nachbarclans und provozierten somit einen Krieg. Erst tReighmaidh schaffte es, ein sicher umgrenztes Gebiet militärisch zu halten. Als er 139 n.P. starb, bestimmte er seine Tochter, eine Druidin, zur Königin. Sie schaffte es 156 den Friedensvertrag zu schließen und begründete im Feierlichen Festakt von Mhoinadh 157 n.P. das Königinnenreich Cuilleann Croi-Tor. Es wurde bestimmt, daß die Königinnen von Cuilleann durch die weibliche Linie vererbt werden sollen. Yavannië wurde zur Staatsreligion erklärt und die Frauen zum führenden Ge­schlecht. ò Bleachtán dankte 160 n.P. zugunsten ihrer Nichte yCónaigh ab, die daraufhin die ungebrochene Linie der Königinnen von Cuilleann Croi-Tor bis zu ne Fallinn ò Maìri begründe­te.

Um 250 brach ein großer Krieg zwischen den ophischen Machmannen aus, da die Impenden, unter­stützt von den Hrinpakøstalen, versuchten, den Ophis zu kontrollieren. Der Krieg wütete über fünfzig Jahre mit unterschiedlichen Phasen der Ruhe, in denen 262-270 die Odenen und 283-299 die Hrinpakøstalen den ganzen Ophis beherrschten. Im Jahre 310 trafen sich dann die Stammesführer von sieben der ophischen Stämme und begründeten das Reich der Machmannen.

Kurz darauf brach ein ähnlich blutiger Krieg unter den Køstalen aus, die daraufhin 352 n.P. ebenfalls beschlossen, einen föderativen Staat zu bilden. Doch über der Wahl des Hochkönigs entbrannte der Streit von neuem. Erst 409 n.P. konnte Rumondr der Eilandkøstale die anderen niederzwingen und wurde zum Hochkönig der Køstalen.

Die älteste Kultur auf Erendyra hat das Reich Drakon. Die Insel der Karneten ist das älteste Stück Land von Erendyra. In der alten Höhle der Drachen steht der Hochaltar von Kym-nark-mar. Die Drachen sind nach dem Untergang von Gorgan geflohen und wurden auf der letzten Insel ihres Drachenreiches durch Kym-nark-mar in Schlaf versetzt, aus dem sie erst jetzt wieder erwachten.


Panorama der Monate 412/413 n.P.: Bearbeiten

Der schwache König Høgnar Kris, der bislang immer eine Marionette seines Bruders war, schaffte es durch einen Besuch in tUisge mFhial Geisteskraft zu gewinnen. Unter seiner starken Führung eilten die Krimisten nach Machairas und Ophis und eroberten den gesamten Tiefen Wald, bis sie im Machairas an die Hochländer, im Ophis an Tektoloi und im Klados und Thysias an das Meer stießen.

Schon von Anfang an hatte König Høgnar sich mit den Køstalen angelegt. Zunächst war ein Friede vereinbart worden, doch als die Krimisten auf einer ophischen Insel der Hempen und Svaten das Reich der Machmannen angriff, mit dem sich Hochkönig Rumondr hervorragend versteht, drohte Rumondr mit einem Eingriff im Krieg. Seitdem gibt es Friedensverhandlungen zwischen den drei Reichen.

Vor etwa zwei Jahren machte sich Rambot der Rassler "Rabenschnabel" aus seiner Heimat, den Berghöhen auf, um nach Ophis zu ziehen. Er drang in Cuilleann Croi-Tor ein und wurde festgenommen. Nachdem er von Haarkon zu einem der Agenten der Finsternis gemacht wurde, befreite er sich, kehrte verkleidet zurück und intrigierte gegen Königin ne Fallinn. Mit Geld und Bosheit schaffte er es, Teile des Heeres hinter sich zu vereinigen und führte einen Putsch gegen die Königin durch. Die loyalen Truppen führen nunmehr einen Kampf gegen die Rambotisten.

In den Hochlanden, die seit vielen Jahren in Kleinstaaterei vor sich hin gelebt hatten ergab sich neues: Unter dem Milac-Priester Utinak-Laoc marschierten die Eismänner vor etwa drei Jahren ein und bauten den Eisturm. Doch bevor sie anheben konnten, wie geplant Erendyra zu erobern, mußte Utinak-Laoc eine Niederlage einstecken:

Vom großen Drachen Yar-al-mar gesandt, forderte Crud-sas-taph den Eismann zum Zauberduell und verbannte ihn in das Eis. Crud-sas-taph begründete mit Rhed-nark-sal das Eisreich des Drachenlords. De iure ist er Yar-al-mar untergeben, aber er spielt mit dem Gedanken, Yar-al-mar zu einem Duell zu fordern.

Mit den Eiskriegern von Utinak-Laoc, die sich Rhed-nark-sal untergaben, drängte der Drachen­lord in die Hochlande: Eilig schlossen sich Hochländer zu Bündnissen und Staaten zusammen, um sich retten zu können, aber inzwischen sind alle unterworfen. Alle? Nein, der Ard Rì (Hochkönig) Dréimire uan Bheannaithe hält sich noch, weiß aber, daß er ohne Unterstützung von außen nicht lange standhalten kann. Er sorgt sich um Unterstützung von König Høgnar.

Geschehnisse im Kislew und Tewet 418 n.P. Bearbeiten

Langsam, aber stetig, hat sich der Herbst über Erendyra gelegt. Im Machairas haben die Bäume ihre Blätter abgelegt, die Tiere sind auf den Winterschlaf vorbereitet. Und doch ist es immer noch sehr mild, fast warm für diese Jahreszeit.

Und obwohl das Wetter sehr angenehm ist, wird es in Krimisten geschmäht wie die größte Dürre, denn der erhoffte Schnee, der den Vormarsch Drakons bremsen sollte, ist ausgeblieben. Im Gegenteil, die Heere der Drachen finden fast optimale Marschbedingungen vor. Unaufhaltsam schiebt sich der Heerbann ins Herzland von Krimisten.

Schon im Kislew taucht das erste Heer unweit von Krimisterhiim auf. Aber anstelle sich gegen die voll bemannte Festung zu wenden, umgeht die Reiterei das Bauwerk und reitet gen Diktyon. Wie gelähmt müssen die Verteidiger zusehen, wie sie in Richtung der Baustelle des Grimhtempels verschwinden. Ein Ausfall kommt nicht in Frage, denn die Infanterie Drakons ist bekanntermaßen im Marsch auf Krimisterhiim...

Auf halbem Weg zwischen Baustelle und Festung findet die erste Schlacht statt, als die drakonianische Reiterei die Wächter der Baustelle trifft, die als Entsatz nach Krimisterhiim eilen. Das Gemetzel ist grausam – die stolzen krimistischen Verteidiger entpuppen sich als junge Rekruten, die für die geschulte Ritterschaft des Blauen Drachenmantels kaum als Sparringpartner zählen dürfen. Im ersten Ansturm bricht das Heer auseinander und wird zurück zur Baustelle gescheucht, wo die dort beschäftigten Arbeiter kaum mehr die Zeit haben, ihre Sachen zu packen, bevor der Sturm auch sie erreicht. Als Drakon den Angriff endlich stoppt, liegen über 4.000 Krimisten erschlagen im Wald, die Baustelle ist erobert, und die Arbeiter sind in alle Winde verstreut.

Ein paar Tage später erreicht der Heerbann dann Krimisterhiim. Niemand weiß, wo Høgnar und Jens Kris stecken – vermutet werden sie im Ophis, auf der Jagd nach den Mörderbienen. So übernimmt der Hochkönig der Køstalen, Rumondr, das Kommando über die Festung und die vereinigten Heere von Krimisten und Køstalen. Schmerzlich werden die Truppen der Odenen vermißt, die ebenfalls durch die Mörderbienen daran gehindert wurden, rechtzeitig hier zu sein. Die ersten Sichtungen der Späher machen Mut, denn schnell wird bekannt, daß Drakon nur etwa genauso viele Männer hat wie die Verteidiger. Um eine Festung zu stürmen, braucht man aber dreimal so viele Angreifer wie Verteidiger... Während die einen schon an die Siegesfeier denken, sind andere von den schieren Zahlen benommen. Auf beiden Seiten stehen jeweils etwa 15.000 Krieger – die größte Schlacht seit den Kriegen der Trennung steht bevor. Solche Weisheiten der Kriegslehre scheinen Drakon aber unbekannt zu sein. Der Belagerungsring wird um die Festung gezogen, und kurze Zeit später fallen Müdigkeit und Hoffnungslosigkeit über Krimisterhiim. Leif von Aswall, der Hochstaluat der Kostalen, versucht mit aller Kraft, Drakons Odem zu neutralisieren, aber die Macht der Drachen ist größer. Unfähig, etwas mit Magie zu tun, bleibt Leif und Rumondr nur ihre Inspiration, um die Männer motiviert zu halten.

In einer dunklen, sternlosen Nacht beginnt dann der Sturm auf die Mauern. Im flackernden Licht der Fackeln fällt es schwer, die Scheinangriffe von den echten zu unterscheiden. Rumondr steht auf den Zinnen und kämpft gegen das Chaos, als seine Leibwache das Flügelschlagen hört. Zu spät! Von einem Moment auf den nächsten wird die Nacht zum Tag, der Turm steht in Flammen. Gegen das Licht sieht man den riesigen Körper eines Drachen, der wieder an Höhe gewinnt. Pfeile und Speere werden gegen ihn geschleudert, bleiben aber wirkungslos, denn Magie lenkt sie ab. „Für Rhed-nark-sal“, hört man den Drachen in den Wind schreien. Dann wendet er. „Und für Crud-sas-taph“, hallt der zweite Ruf durch den Kampflärm, und eine zweite Feuerlohe entspringt seinem Maul. Der Turm ist nun endgültig eine riesige Fackel, die ein gespenstisches Licht über das gesamte Schlachtfeld wirft.

Während die Leibwache Rumondrs unter der Führung Leifs verzweifelt versucht, Überlebende aus der Feuerhölle zu retten, stellen die køstalischen Krieger auf den Mauern fest, daß die krimistischen Krieger über keine Kampferfahrung verfügen. Abermals findet Drakon blutige Rekruten vor, die keine echten Gegner sind. Wären die Køstalen nicht mit erfahrenen Kriegern und sogar einem Eliteheer vor Ort, die Schlacht hätte keine zwei Stunden gedauert. Tryven, der Anführer der Leibgarde Rumondrs, übernimmt die Führung der Krieger. Aber selbst so ist der Druck Drakons zu groß; bei Sonnenaufgang ist das erste Tor gefallen und die Kämpfe sind innerhalb der Mauern.

An einem geschützten Ort, in einem der Lazarette, kämpft derweil Leif um das Leben seines Hochkönigs. Während viele seiner Leibwachen im Drachenfeuer vergingen, hat Rumondr überlebt. Sein Körper ist eine einzige Brandwunde, aber er atmet. Dieser Mann scheint dafür gemacht worden zu sein, Drachen im Einzelkampf zu überstehen! Dank der magischen Heilung Leifs kann er im Leben gehalten werden. Man legt ihn auf das Flaggschiff der Køstalen, welches ihn nach Køstalengard zurückbringt.

Der Straßenkampf von Krimisterhiim geht indessen unentwegt weiter. Tagelang wird in den Häuserschluchten gekämpft. Mit aller Macht ringt Leif um die Leben der verletzten Verteidiger, hält sie im Kampf, wo andere längst tot wären. Schließlich kommt Tryven zu Leif. „Wir sind allein, Hochstaluat. Die Krimisten sind alle gefallen, Drakon kontrolliert die halbe Stadt. Wenn wir jetzt nicht gehen, dann kommt keiner von uns lebend hier raus.“ Schweren Herzens ziehen die Køstalen sich auf ihre Schiffe zurück und überlassen den Drachen die zerstörte Festung Krimisterhiim. Bei den Aufräumarbeiten werden über 17.000 Tote gezählt. Mehr als die Hälfte davon sind krimistische Rekruten...

Im Gebirge zwischen Tektoloi und den Odenen munkelt die Bevölkerung, daß merkwürdige Fremde unterwegs seien. Was sich dort herumtreibt, ist unklar; die Gerüchte sprechen je nach Dorf von Elfen, Mörderbienen, drakonianischen Reitern, Zwergen oder Ikatzint.

Miktonos nutzt die derweil die guten Gelegenheiten und gliedert die nächste Insel in das eigene Reichsgebiet ein. Wenn die momentanen Ophis-Kolonisationen erledigt sind, gibt es auf Erendyra nur noch ein Gebiet mit reichsfreien Gemarken – abgesehen natürlich von der Vulkankette, die aber momentan niemanden interessiert.

Von der Kaiserwahl hört man nichts neues. Die Fürsten sind immer noch im Ratssaal eingeschlossen. Die Bevölkerung Tektolois wird dafür immer unruhiger. Die alten Spannungen werden intensiver: Garianer und Lychaier verstehen sich wunderbar, mögen aber keine Allennosen, Titanaser oder Philliaser – und umgekehrt; Ronnerian und Mitrania als Mischtiegel aller Fürstentümer reflektieren dies besonders stark. Miktonos traut niemand so richtig, aber immer noch mehr als den „Feinden“ des jeweils anderen Blocks. Und ganz neu ist eine Bewegung, die sich dafür ausspricht, den Fürsten etwas Zeitdruck zu verschaffen, indem man zum Beispiel zur Ssakat alle aufknüpft und ihre jeweiligen Nachfolger wieder zusammensperrt – so lange, bis sie sich auf einen Kaiser geeinigt haben, oder die Nachfolger ausgehen...

Die Zirkelmagier veranstalten im Tewet die Weihe des neuen Tempels „Erainns Wacht“. Leider sind noch keine Berichte der Feier in andere Teile Erendyras weitergetragen worden, aber es soll sehr schön gewesen sein.


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