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Vier Jahre genau sind vergangen, seit das "Fest der Versöhnung" die Schleier der Zeitpest auf Kiomba soweit zurück gedrängt hatte, dass zumindest manches möglich wurde.

Everald, der Druide aus dem Hochland von Metharia, hatte die ihm dort geschenkte Zeit genutzt, um nach seinem väterlichen Freund, dem Weisen Orham und dem Narren Steiner, zu suchen. Er hatte den Mardag überquert um einer Spur zu folgen, die seit Jahren kalt war, bis in das gefährliche Bergland hinein, in dem Zaron-Ull einst den Tempel der Haryien vermutet hatte.

Everald hatte den Tempel in diesen vier Jahren so wenig gefunden wie Orham und den Narren, auch wenn es Berichte über Narren unter den Reisenden zur Genüge gab. Was er gefunden hatte aber, in den Bergen Kiombas die nicht mehr, wie früher, von den menschenfressenden Monstren bevölkert waren, waren Spuren eines viel älteren Reiches: Das untergegangene Kokyo, mit verfallenen Ruinen der Hauptstadt des einstigen kleinsten Kaiserreiches der Welt, war dort. In einer noch intakten Urne unter vielen Scherben hatte er ein Gewand gefunden, das sich weich wie der Hauch eines Schmetterlings an die Haut schmiegte, das der Druide jedoch über seiner sonstigen gestärkten Lederkleidung trug: Ein Überwurf aus glänzendem blauen Stoff, auf dem über fast die ganze Länge ein goldener Drache prangte. Auch das verlorene Kokyo, so schien es, hatte den goldenen Drachen des Glücks geehrt...

Nun war die Zeitpest verflogen, ihre Schleier hoben sich auch über den anderen Reichen, und Everald war gespannt darauf, welche Reisegefährten ihm dieser Morgen einer wirklich neuen Zeit bringen mochte.
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