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Elschwog - die Hauptburg der Aegyr, später auch Trugburg genannt

Der Ursprung der mächtigen Aegyr ist in fernster Vergangenheit zu suchen, nicht nach Jahren, sondern nach Äonen zu messen. Es gibt viele Legenden über Herkunft und Abstammung dieses mächtigen Geschlechts von Halbgöttern; sie gehen bei den Sterblichen von Mund zu Mund, werden von einer Generation auf die andere überliefert und erfahren so steigende Mystifizierung. Aber allen Legenden liegt die Aussage zugrunde, das die Aegyr von den Lichtgöttern abstammen.

Vor vielen Menschenaltern, vielleicht sogar schon zur Zeit des Kriegers Gorgan und der Hexe Vanga, verließen zwei Götter den Kreis der Lichtmächte und stiegen zur Welt Vangor herab. Dies waren der Lichtgott Oedon, der den Aegyr-Namen te Voot annahm, und die Göttin Dena, die sich mit dem Zunamen te Roun schmückte. Als sie in dieses Land kamen, ließen sie von deren damaligen Bewohnern für sich eine Burg bauen und nannten sie Elschwog. Burg Elschwog war ein mächtiges Bauwerk, eine uneinnehmbare Festung, eine Bastion, die allen Angriffen der Mächte der Finsternis ebenso wie der des Lichts trotzen konnte. Dies war auch nötig, denn es heißt, daß die Lichtgötter den beiden zürnten, weil sie unter die Sterblichen gegangen waren, und daß andererseits die Finstermächte glaubten, die beiden Abtrünnigen für ihre Sache gewinnen zu können. Aber Oedon te Voot und Dena te Roun trotzten allen Gewalten auf Burg Elschwog. Ihre Kinder vermehrten sich, und da sie von ihrer Stammmutter und ihrem Stammvater die Unsterblichkeit vererbt bekamen, wurde das Geschlecht der Aegyr immer größer.

Mit der Anzahl der Aegyr wuchs auch Burg Elschwog. Es mußten immer neue Herrschaftshäuser angebaut werden, die alten Paläste wurden geschleift und machten neuen, noch großzügigeren Prachtbauten Platz, und die Legenden besagen, daß in jedem Menschenalter zumindest eine weitere Ringmauer errichtet wurde, die den doppelten Umfang der alten hatte. So wuchs Burg Elschwog immer weiter ins Land hinaus, bis sie am Höhepunkt der Macht des Aegyr-Geschlechts die Größe einer Stadt erreichte. Damit hatte Burg Elschwog aber die Grenze ihres Wachstums erreicht. Die vielen inneren Ringmauern dienten schon längst nicht mehr der Abwehr von Feinden, sondern grenzten höchstens die verschiedenen Paläste der vielen Aegyr-Sippen ab.

Die Macht der Aegyr begründete sich nicht allein auf deren umfassendem göttergleichen Wissen, konnte nicht nur durch deren Worte magischer Kraft fundiert sein, sondern sie hatte ein durchaus weltliches Fundament. Wie alle Herrscher konnten auch die Aegyr nicht ohne Untertanen regieren. Sie scharten eine Vielzahl von Dienern, Sklaven und Kriegern um sich, sie bildeten ihre Untertanen zu Bauern und Handwerkern aus, erzogen sie zu Gelehrten aller Wissensgebiete, so daß sie sich selbst nicht mehr um die alltäglichen Dinge des Lebens zu kümmern hatten.

Burg Elschwog blieb das Zentrum der Macht, um den Herrensitz der Aegyr bildete sich aber eine weitere Ringstadt, in der die zu Fürsten und Heerführern erhobenen Sterblichen wohnten, dann die Handwerker und Händler und schließlich die Bauern, und erst dahinter erstreckten sich die Felder und Viehweiden ins Land hinein. Es gab im ganzen großen Machtbereich der Aegyr keine zweite Stadt, keine größere Ansiedlung außer Burg Elschwog, nur vereinzelte Gehöfte und die über das Land verstreuten Lust- oder Jagdschlösser der Aegyr und der von ihnen Geadelten. Die Aegyr fanden es nicht einmal der Mühe wert, ihre Grenzen durch wehrhafte Stützpunkte oder Kriegerheere zu schützen, so mächtig glaubten sie sich. Und sie konzentrierten all ihre Macht um Burg Elschwog, das weite Umland war ihr Jagdrevier, ihre »Spielwiese«, wohin sie sich ausschließlich zu ihrem Vergnügen zurückzogen, oder um die Einsamkeit zur inneren Einkehr zu suchen. Der Turnierplatz von Illgord, die Katakomben von Urug oder das Lustschlößchen Rithumon der Hestande te Jegy sind keine Ausnahmen, sondern die Bestätigung dieser Regel.

Als nun die Aegyr vor ALLUMEDDON verschwanden und nur wenige von ihnen zurückblieben, um an der Seite der Lichtmächte gegen die Finsterheere zu kämpfen, blieb Burg Elschwog nicht lange verwaist. Aus dem um sich greifenden Chaos suchten alle möglichen Leute hier Zuflucht, sie kamen zu Hunderten und zu Tausenden von überall her, selbst Bewohner der sich auflösenden Schattenzone, Dämonen gar, fanden sich darunter. Es kam zu blutigen Kämpfen um das Erbe der Aegyr, das die Stärksten, Klügsten und Grausamsten für sich entschieden. So hat sich allmählich eine Hierarchie herausgebildet, die neue anarchistische Ordnung hat sich eingependelt. Heute herrschen sieben Verweser über Burg Elschwog, die sich beim »Spiel der Kräfte und der Mächte« miteinander messen und dabei um die Vorherrschaft kämpfen. Dieses blutige Ränkespiel ist aus dem SCHICKSALSSPIEL hervorgegangen, auf dem einst ein großer Teil der Macht der Aegyr beruhte.

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