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Die Stadt Draskon in der caranarischen Provinz Vanxor entwickelte sich lokalen Chroniken zufolge ursprünglich aus einem Conken-Dorf, einem nahe gelegenen, wohl von Vertretern des Bundes der Handelsstädte angelegten Handelsposten, an dem sich später eine Gruppe von Flüchtlingen aus dem Machairas niederließ, sowie einer Bauernsiedlung, die von den Strom hinabgezogenen Torreken und Trang gegründet worden war.

MyK086

Karte der verschütteten Stadt Yucazan, auf deren Ruinen Draskon erbaut sein soll. - Detailkarte #86 von Helmut Pesch aus #My128 zur Mythor-Serie.

Zwischen den Hauptarmen im oberen Delta des Ca'dras liegen einige kleinere sowie eine größere Insel, getrennt durch meist eher seichte Nebenarme des Stroms. Auf der größten dieser Inseln erhebt sich ein Hügel, auf dem sich einer Sage nach die Ruinen der legendären Stadt Yucazan verbergen sollen, die aber noch kein Schatzsucher gefunden hat. Die Conken siedelten am flußabwärts gelegenen Ufer dieser Insel, die Torreken und Trang an den flußaufwärts gelegenen Hängen.

Mit der Zeit wuchsen diese Dörfer entlang der Flußufer zusammen; Brücken verbanden sie mit den Nachbarinseln und dem Handelsposten. Ihr gemeinsam erlangter Wohlstand steigerte nicht nur das Bevölkerungswachstum, sondern lockte auch weitere Siedler an. Als die P'nan'ara hierher vorstießen, errichteten sie eine Mauer um die ganze Siedlung und eine Burg oben auf dem Hügel; im Herzen der Burg aber erbauten sie ihren Göttern Heiligtümer. In ihrem Gefolge kamen auch mehrere Sippen der Moyteken, die sichauf den Hängen unterhalb der Burg ansiedelten; auch Vanx-o-Riten aus verschiedenen Kolonien in der Umgebung bauten sich nun Stadthäuser auf dem Hügel von Draskon.

Besonders beliebt aber war der Hügel von Draskon als Bauplatz bei den mysteriösen Zatecen, einem Stamm, der gegenüber Fremden nie über seine Stammesgeschichte spricht. Es heißt, das schon immer einzelne Zatecen auf dem Hügel gehaust hätten; als aber Draskon heranwuchs, seien eines Frühjahrs mit dem Schmelzwasser Flöße mit ganzen Familien den Fluss herunter gekommen und hätten einen Bauplatz auf dem Hügel beansprucht. Zu jener Zeit waren schon die P'nan'ara in Draskon, und die Sippenältesten der Zatecen verhandelten hinter verschlossenen Türen mit ihnen; danach ließ der Stadtwalter Draskons jeder Zatecen-Sippe einen bestimmten Platz auf dem Hügel zuweisen, jeweils 36 auf 36 Schritt groß, und jede Zatecen-Familie schickt seither ihre jüngeren Söhne für drei bis zwölf Jahre in den Dienst des Reiches.

Die Festungsanlagen von Draskon wuchsen mit der Stadt; auch die Vorstädte jenseits der die Stadt umfliessenden Arme des Ca'dras sind heute ummauert und mit Wehranlagen versehen; sie sichern so den Zugang zu den Brücken, die Ca'dras einerseits mit den Kernlanden Vanxors, andererseits mit den Grenzgebieten zu Kwy'yn verbinden.
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