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Die Legenden Khandias

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ER:Khandia

                  Die Legenden Khandias
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Am Anfang gab es nur das unförmige Chaos. Es war weder Platz, noch Raum und so etwas wie Zeit existierte hier nicht. Es war ein Platz, den kein Mensch mit gesundem Verstande wieder zu verlassen vermochte, geschweige denn ihn begreifen konnte. Doch es liegt in der Natur des Chaos, daß alles in ihm zu geschehen vermag und so geschah es, daß sich in ihm ein Wesen mit einer neuen Intelligenz zu regen begann und dieses neue Wesen war Maraya, die erste Göttin und Mutter aller anderen Götter. Sie sah und begriff das Chaos und dessen Kreaturen und doch behagte ihr nicht, was sie sah, denn kein Verstand wie der ihre lag in all dem Tun und Treiben der Kreaturen des allerersten Chaos. Es verlangte sie mit einem Gleichen zu sprechen und da ihr die Kraft des Schaffens gegeben war, entsprangen ihrem Wollen ihre Töchter Mara und Marlilith. Doch während die erste den Verstand und die Tugenden Marayas in Fülle erhalten hatte, war es nur Begehren und Verlangen, das die zweite erhalten hatte, ohne den Verstand, es zu zügeln.

Schon bald wurde Maraya es aber überdrüssig, mit ihren Töchtern zu reden und sie ersann etwas neues. Sie wollte eine Welt erschaffen, in der es viele Wesen mit einer Intelligenz wie der ihren gab, keine so groß und umfassend wie die ihre, gewiß, aber alle zusammen sollten mehr sein, als nur das Zusammenspiel ihrer Fragmente und so wollte Maraya neue Wunder in die Welt setzen. Froh über den neuen Einfall, machte sie sich an das Werk und begann etwas zu schaffen. Es ward eine Welt voller Liebe, Wärme und Licht, voller Verständnis und Vertrauem, die sie zu erschaffen gedachte. Ihre Töchter standen ihr auf ihren Wunsch dabei mit Rat zur Seite. Mara lobte das Werk ihrer Mutter und pries es hoch, doch Marlilith meinte, es sei nicht recht etwas so Schönes zu erschaffen, daß es zugleich langweilig sei. In der Perfektion läge der Fehler und gerne bot sie sich an, dem abzuhelfen. Und Maraya, verblendet von Liebe zu ihrer Tochter, sah nicht die Gefahr ihrer Vorschläge und tat was sie verlangte. Und so geschah es, daß auch Schatten und Dunkelheit in der Welt Einzug hielten und mit ihnen all die üblen Gelüste der Marlilith.

Und genährt von der Kraft Marayas und dem Verlangen der Marlilith wuchs in den Schatten ein neues Wesen und, unmerklich zum Anfang, begann es der Erdmutter Kraft zu rauben. Diese glaubte, die Kraft fließe ihrem Werke zu und war froh, näherte es sich doch so der Vollendung. Und je müder sie wurde, desto stärker wurde der neue Gott der Dunkelheit und er hieß sich selbst Agoth.

Als das Werk dann vollendet war und die Mutter und ihre Töchter müde darniederlagen, kam er aus der Dunkelheit hervor und fiel über sie her. Aus der Gewalt, der er der Erdmutter antat entsprang Erainn, der zwar das Licht seiner Mutter erhielt, aber auch die Ungeduld und den Jähzorn seines Vaters. Die Marlilith gab sich aber den unheiligen Gelüsten des Agoth hin und viele der dunklen Brut entsprangen ihren Lenden. Unter ihnen waren Ygorl, Anrash, Orphal und die schwarze Mutter. Doch Mara, die seine Gier am meisten verlangte, entkam ihm.

Müde zog sich die Maraya ins Innere der von ihr geschafenen Welt zurück und viele Erdenalter sollte sie nicht wieder hervorkommen. Ihre Töchter und Söhne aber begannen die Welt unter sich aufzuteilen und ihren Gelüsten zu unterwerfen. Manchmal waren diese rein und edel, wie die von Mara, manchmal aber waren sie verderbt und falsch, wie der der Marlilith und des neuen Gottes der Dunkelheit.

Und die Kinder der Maraya setzten ihrerseits Kinder in die Welt und auch unter diesen waren Gute wie Schlechte. Und nach einiger Zeit begann ein jeder sich ein Volk zu erwählen und es zu dem seinen zu machen und froh durften die Völker sein, die einem der hellen Kinder der Maraya dienten. Dunkel und abscheulich war das Schicksal derer, die der Finsternis dienen mußten. Nur Mara erwählte sich kein Volk.

Dann begab es sich aber zu der Zeit, da Erendyra im Kampf mit den üblen Mächten lag, daß sie eines Volkes gewahr wurde, dessen Heimat in den Gewalten des Kampfes untergegangen war und das sich nur mit Mühe auf Boote hatte retten können. Doch waren sie dem Schicksal ausgeliefert in ihren kleinen Nußschalen; und die Vulkane und Magmaströme, aufgepeitscht von der Wut und dem Willen der Götter, drohten sie zu vernichten. Da regte sich Mitleid im Herzen der Mara und sie hieß ihren Sohn Norytton, den Gott der Delphine und Wellen, zu ihnen zu gehen und sie zu führen, sie werde derweil aus der Wut der Götter und ihrem eigenen Willen eine neue Heimat für dieses Volk erschaffen. Und so geschah es auch.

Norytton führte das Volk sicher durch jene Höllen, die andere Götter ihrer Eitelkeit und ihrem Machthunger wegen auf Erden hatten erstehen lassen. Und Mara schuf aus dem Magma und dem Feuer dieser Tobsüchtigen ein Paradies für ihr Volk. Als sie dort ankamen, dankte das Volk der Göttin und ihrem Sohn und versprach, das Land immer zu pflegen und nie von seinem Boden aus die gleichen Sünden des Krieges und der Gewalt ausgehen zu lassen, wie die Völker und Länder der anderen Götter. Froh hörten die beiden Götter diese Worte und segneten das Land und die Leute und hießen es die Hiyanja, daß "Volk der Boote". Lange lebten die Hiyanja so glücklich in ihrem Paradies der sanften Hügel und fruchtbaren Felder, der kristallklaren Lagunen und farbenprächtigen Korallenriffe. Doch das Gedächtnis der Menschen ist kurz und als die Jahre vergingen, kam wieder das Böse ins Land.

Ein Bote, licht und von edlem Wuchs, aus fremden Landen kam ins Paradies und man empfing ihn mit offenen Armen und voller Neugierde. Er aber erzählte ihnen von Reichtum und Macht und vergiftete ihre Gedanken mit dem Wissen über Herrschaft und Gewalt. Die meisten wollten ihm nicht lauschen, doch vertrieben sie ihn auch nicht, da ihnen das Gastrecht heilig war. Andere jedoch hörten begierig ein jedes seiner Worte und glaubten bald, sie würden übervorteilt und die anderen wären nur dumme Bauern. Der Bote sprach von großen Kriegen, die kommen würden und in denen jeder Partei ergreifen müsse, wolle er nicht von den Gewalten hinweggeschwemmt werden. Und für die Sieger werde das Leben reich und voller Pracht sein. Wenn die Hiyanja zu den Siegern zählen wollten, so müßten sie sich schnell entscheiden und er riet ihnen sich seinem Herren anzuschließen, der der Mächtigste von allen sei. Der Name seines Herren sei HAARKON und so verblendet waren die Familien die ihm lauschten, daß sie nicht einmal das Wort "Herr" richtig zu deuten wußten. Denn kein Mensch sollte über einen anderen herrschen dürfen, ohne dessen Einwilligung. Und so schmiedeten sie Pläne und sprachen bald von einer Herrschaft über die dummen Bauern, die nicht auf den Boten, dessen Name Lorkan war, hören wollten. Und in ihrem Geiste sahen sie schon große Heeresschauen und sich selbst sahen sie an der Spitze, mit kaltem Stahl in den Händen und Feuer im Herzen.

Mara aber wurde dieser Gefahr gewahr und suchte nach Rettung. Selbst konnte sie nicht hinabkommen ihr Volk zu erlösen, denn Gewalt half nicht gegen das Gift der Worte, das der Bote so großzügig verspritzte. Die Geister der Verblendeten vermochte sie nicht mehr zu erreichen und sprach sie zu den anderen, so würde es zu einem Bruderkrieg kommen, in dem sie einander töteten. Dies würde aber ganz nach dem Geschmack HAARKONs und seiner dunklen Herren sein. Dann sah sie auf hoher See dreiunddreißig Schiffe mit Kriegern aus einem fernen Lande, deren Herzen rein waren und deren Führer einen Geist hatte, der so hell brannte, daß er es vermögen würde, die Dunkelheit aus den Seelen der Verführten zu vertreiben. Die dreiunddreißig Schiffe dünkten sie ein gutes Omen, war dies doch auch die Zahl der Familien, die sie damals gerettet hatte. Und so leitete sie ihn durch viele Unbilden und Gefahren, mit denen sie mehrmals seine Würdigkeit prüfte und ihn für die kommenden Schwierigkeiten stärkte, in ihr Land.

Dort aber war es fast soweit, daß sich Brüder und Schwestern gegenseitig an das Leben wollten, so sehr vernebelten die Worte des Boten ihre Geister und Sinne. Mit hellen Fanfaren und herrlichen Bannern kamen dann die Schiffe der Erwählten aus der Morgensonne und als sie anlegten war das Staunen groß, denn prächtig waren die Krieger, die von den Schiffen stiegen und mit sich führten sie Pferde; Geschöpfe so wunderbar und einmalig, daß die Hiyanja die Fremden fast für Götter hielten, hatten sie derlei doch noch nie zuvor gesehen.

Der Anführer der Fremden aber durchschaute schnell das Gespinst aus Lügen und Verrat, das der Bote gesponnen hatte und mit seinem lichten Geist brannte er die Nebelschwaden und üblen Dünste des Verrates hinfort und offenbarte die Listen und Übeltaten des falschen Boten. Voll Schrecken flüchtete dieser zurück in die dunklen Gefilde seines zornigen Herren.

Der fremde Retter aber einte die Familien der Hiyanja wieder und sein eigenes Volk bleib in dem Land und wurde das Volk der (*) das "Volk der Morgendämmerung" genannt. Zusammen schufen sie viel Gutes und schöne und mächtige Taten entsprangen den verbundenen Geistern und Talenten der beiden Völker. Das Land hieß fortan Khandia, das "Juwel der See".

Für ein Menschenalter lebten sie ungestört und in Frieden, bis sich wieder der dunkle Geist Haarkons zu rühren begann.

(* = geklauter Name entfernt; WGW)


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