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Baumagie

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Baumagie in Rhyandi 1


Eine Abhandlung über den Einsatz von Magie im Bauwesen

Erstes, der Öffentlichkeit zugängliches Kapitel

(Jadran Yrkani, Konstrukteur und Baumeister aus Rhyandi)


I. Geschichtliches Bearbeiten

Die Verbindung von fortgeschrittenem Handwerk im Steinbau mit Magie, verwendet zur Gestaltung besonders schöner, besonders anspruchsvoller oder besonders widerstands fähiger Bauwerke, hat in Rhyandi eine lange Tradition. Die alten Rhyandi in den Zeiten des Elrhad errichteten damit so gewaltige Werke wie die Hauptstadt Lirynelrhad oder die Felsentürme von Jathannan, die in ihrer vollendeten Verbindung von Zweckmäßigkeit und Schönheit nur noch von den Bauten der Zwerge übertroffen wurden. Wenn uns auch heute die höchsten Weihen der damaligen Baukunst verschlossen bleiben, gehören deren Grund elemente auch heute noch zum alltäglichen Handwerk. Bevor ich nun darangehe, sowohl das Bauhandwerk als auch die eigentliche Baumagie im heutigen Rhyandi einer eingehenden Betrachtung zu unterziehen, will ich kurz auf die geschichtlichen Wurzeln dieser so unwahr scheinlich erscheinenden Verbindung eingehen.

In den meisten Gebieten Myras wird auch heute noch weitgehend mit Holz gebaut, das zu Gerüsten und Verschalungen zusammengesetzt wird, die dann mit Lehm, durch Mörtel verbundenen Schotter oder ähnliches Material aufgefüllt werden. In mäßigem und feuchtem Klima wird auf diese Wände dann wasserabweisender Verputz aufgetragen. In Wüsten gebieten existieren häufig Bauten aus luftgetrocknetem Lehm, in fortgeschritteneren Rei chen aller klimatischen Bedingungen wird auch mit Backstein gebaut - künstlich hergestelltem Gestein aus gebranntem Ton, Lehm und Sand. Die dazu vorhandenen handwerklichen Fähigkeiten haben sich in den meisten Gebieten über lange Zeit hinweg entwickelt. Die Herstellung dieser fortgeschrittenen Werkstoffe sowie von ausreichenden Mengen Mörtel war in Rhyandi seit jeher durch den ständigen Holzmangel behindert. Nicht, daß es gar kein Holz gegeben hätte; nur wurde, was vorhanden war, in den Schiffbau und in die Schmieden gesteckt, und selbst dafür gab es häufig zuwenig.Im Kernland der heutigen rhyandischen Kultur, in den Sturmlanden, war Wald sogar fast unbekannt, und zu der Zeit, als die Rhyandi nach ihrer Ankunft auf dem Auge der See wieder anfingen, die Meere zu befahren, hatte sich eine Bauweise, die auf Holz verzichten kann, längst etabliert. Das Material für die Schiffe wurde dann, wie auch heute noch, aus der Shatâin-Region importiert.

Nun traf der Holzmangel das Bauhandwerk auf zweierlei Art: Für den Laien ist das Aus weichen auf Stein als Baumaterial sofort einsichtig, da dieser, richtig eingesetzt, das Holz vollständig ersetzen kann. Nur der Baumeister selbst weiß im allgemeinen, daß Holz auch zur Herstellung eines guten Mörtels benötigt wird, nämlich als Grundstoff für Holzkohle, die wiederum als Heizmaterial für die Brennöfen benötigt wird, in denen ein unverzichtbarer Grundstoff für Mörtel hergestellt wird, nämlich der Weißstein. So entwickelte sich in Rhyandi auf natürliche Art eine Bauweise, die in anderen Reichen als der Gipfel der Bau kunst angesehen wird: die Kunst des mörtellosen Steinbaus. Dazu muß gesagt werden, daß die ersten Versuche in dieser Richtung natürlich katastrophal ausfielen, und niemals wäre es möglich gewesen, die Technik weiterzuentwickeln ohne die Unterstützung der Magier. Heute kann man bei kleinen Bauten auf magische Hilfe zum größten Teil verzichten, da die entsprechenden Werkzeuge verfügbar sind, aber Lirynelrhad wäre eine Ansammlung von Wohnhügeln im Stil der Sturmlande geblieben, wenn die Elrhadain ihre Magie nicht für die Baukunst eingesetzt hätten. Durch Importe und Funde von Ölstein wird in den letzten Jahren auch der Steinbau mit Mörtel zum Bau von Häusern eingesetzt, nämlich wenn es schnell gehen soll oder wenn gerade keine Magier verfügbar sind. Viele Rhyandi finden auch (mit einigem Recht, wie ich meine), daß ein klassischer Wohnhügel doch gemütlicher sei als ein Steinhaus. Durchgesetzt hat sich der mörtellose Steinbau hingegen bei größeren Bauten wie Tempeln oder den Türmen der Magier, bei Befestigungsanlagen jeder Art, und beim Ausbau der Wohnhügel der größeren Târauni. Lirynelrhad hingegen, das in der Hochblüte der alten rhyandischen Kultur, vor der Großen Katastrophe, entstand, zeigt uns heute, wie damals diese fortgeschrittene Baukunst verbunden wurde mit der alten Wohnhügelkultur. Das Ergebnis ist selbst nach Jahrhunderten fast einzigartig zu nennen, und der Anblick für jeden, der gute Baukunst zu schätzen weiß, ein Erlebnis. Das Studium der alten Archive, die lange verschlossen waren, offenbart uns heute wieder einen großen Teil der vergessenen Methoden, die zum Bau Lirynelrhads beitrugen, aber bis wir so wieder bauen können, werden wahrscheinlich noch Jahrzehnte vergehen.
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