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Balestryn

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Balestryn - Hofmagier des Kriegers Gorgan direkt nach Allumeddon.

Hofmagier des Kriegers GORGAN aus dem Volk der Lohani, mit rabenschwarzem Vollbart zu Beginn des Dunklen Zeitalters zwischen +Allumeddon und Pondaron. Er war "ein genußsüchtiger Mensch, der Frauen nicht minder liebte als den Wein und saftigen Braten - aber das war nur ein Ausgleich dafür, daß er auf seinem Gebiet ein Könner war, der seinesgleichen suchte. Er beherrschte Magische Formeln, um die ihn vor +Allumeddon mancher Dämonenpriester der Caer beneidet hätte, und er vermochte auch mit dem Schwert umzugehen. ... Aber Balestryn war auch ein vorsichtiger Mann." Von sich selbst sagt er, manch anderer Magier sei auf sein Zauberbuch angewiesen, "mein Zauber aber kommt aus meiner eigenen Kraft heraus" und "auch meine Magie ist weiß".

Balestryn – selten zuvor ist Gorgan einer so zwiegespaltenen Person begegnet wie dem Hofmagier der Lohanis. Auf den ersten Blick wirkt Balestryn beeindruckend – ein Hüne von Gestalt, breitschultrig und muskulös. Ein rabenschwarzer, zerzauster Bart hängt ihm bis auf die Brust, auch sein Haupthaar ist lang und wirkt nicht selten struppig. Balestryn ist ein Genießer ohne Maß – eimerweise schüttet er scharfe Getränke in sich hinein, wo er bei Gastmählern sitzt, häufen sich die Knochen und die Tischflecken. Wer wissen will, wo er sich des Nachts herumtreibt, braucht nur nach verzückten Weiberlauten zu forschen. Seine Geliebten wechselt er wöchentlich, die Kleidung weit seltener. Seine Späße sind von der schamrot machenden Art, mitunter von ätzender Treffsicherheit.

Aber Gorgan läßt sich davon nicht täuschen. Er hat Balestryns Augen sehen können. Meist schläfrig lauernd, mitunter aber mit einem erschreckenden Feuer der Leidenschaft glühend. Sein Einfluß auf die Lohanis ist kaum zu unterschätzen. Der Herrscher ist nur eine Puppe in seinen Händen; die tapfersten Krieger fürchten seine Magie – ebenso wie seine Konkurrenz in Liebeshändel aller Art. Balestryn beherrscht aufs meisterlichste den ganzen magischen Hokuspokus, mit dem sich die schlichten Lohanis beeindrucken lassen – aber Gorgan und Coerl O'Marn spüren beim ersten Kontakt, daß dieser Magier keineswegs ein Schaumschläger und Sprücheklopfer ist, vielmehr einer, der seine Fähigkeiten genauestens einzuschätzen und einzusetzen weiß.

Wer länger bei den Lohanis weilt, der weiß beispielsweise, daß Balestryn kein Feigling ist – im Kampf weiß er seinen Mann zu stehen, und manch ein Lohani dankt ihm sein Leben. Von der dunklen, mönchisch wirkenden Kleidung, dem Vielfraß, Weinschlauch und Weiberheld läßt Gorgan sich nicht täuschen. Er spürt in Balestryn den Ebenbürtigen, einen Mann, der sich wie Gorgan nicht mit halben Sachen zufrieden gibt.

Was der Krieger nicht so deutlich zu spüren bekommt, ist die geistige Brillanz und Klarheit dieses Mannes. Balestryn hat eine Stärke, und die nutzt er aus. Kaum einer kennt wie er die Stärken und Schwächen der Menschen – die eigenen eingeschlossen, und gerade das macht ihn so gefährlich. Balestryn ist nicht zu ködern, nicht zu packen. Da er seine Eitelkeit, seinen Machthunger, seine eigene Verschlagenheit, seine Schwäche für Frauen kennt, ist er gefeit gegen Fallen aller Art. Seine Pläne sind hochfliegend und genau berechnet. Gorgan ist, ohne es zu wissen und zu wollen, bereits ein Trumpf in Balestryns Spiel. Der Magier weiß, daß er nicht aus dem Holz des Herrschers, des Heerführers geschnitzt ist. Niemals kann es ihm wie Gorgan gelingen, durch kriegerische Glanztaten ein ganzes Volk für sich zu gewinnen, wie Gorgan es geschafft hat.

Balestryn ist der Mann, der hinter den Kulissen sanft die Fäden zieht. Für jeden hat er seinen Köder bereit. Balestryn weiß sofort – nur Gorgan kommt als Walhylds Gemahl, nur sie als Gorgans Weib in Frage. Beide sind aber viel zu stolz, dem anderen jemals Schwäche zu zeigen – und das gibt Balestryn die Möglichkeit, seine Keile zu setzen.

Gorgan wird herrschen, gleichgültig wo, mit Walhyld an seiner Seite. Beide sind viel zu tatendurstig, um sich lange mit dem Geschäft des Regierens abzugeben. Heere aufstellen, Schlachten schlagen, das ist ihre Sache – daß das beste Heer nichts taugt, wenn es am Korn mangelt, weiß Balestryn. Gorgans Sache ist es, die stärksten Widersacher, die größten Helden zu besiegen – Balestryn versteht sich auf die Kunst, die Helden in Fallen gleichsam hineinzurechnen, hineinzuschmeicheln.

In Balestryn wird Gorgan einen kriegerischen Ratgeberfinden, der ihn wie kein anderer versteht. Walhyld wird den liebeskundigen Magier brauchen, Gorgans und Walhylds Kinder einen verständnisvollen Freund. Balestryns Intrigenspiel wird meisterlich sein – Gorgan wird vielleicht die Krone tragen, aber Balestryn wird sie halten und sichern.

Einen Mann wie Mythor könnte der Magier so leicht nicht umgarnen; es ist Mythors Sache nicht, immer Held und immer stark zu sein. Auch Mythor kennt seine Schwächen und weiß mit ihnen zu leben; er allein wird vielleicht imstande sein, Balestryns feingesponnenes Netz nicht nur zu wittern, sondern auch zu zerstören. Und doch – es ist etwas an diesem Magier, das auch Mythor in Verwirrung stürzen wird: Denn tief in diesem unheimlichen Magier schlummert etwas, was Mythor wohlbekannt sein könnte.

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