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Der Fundort Bearbeiten

Die neue Mine liegt in einer abgelegenen, unwirtlichen Gegend nahe den Bergen. Es gibt dort kaum fruchtbaren Boden, an den sich nur wenige Gräser und lange Dornen klammern – selbst für Ziegenhirten und ihre Tiere wäre hier kein Auskommen zu finden. In einem sattelartigen Tal zwischen zwei felsigen Hügeln liegt ein Feld voller großer und kleiner Felsbrocken, tiefe Spalten unterschiedlicher Größe und Tiefe durchziehen den Boden.

Die Spur des Erzes führt von einem Ende dieses Hochtals zur breitesten und tiefsten dieser Spalten, die das Tal diagonal schneidet. Diese Schlucht ist an der breitesten Stelle etwa sechs Mannslängen breit, die größte Tiefe beträgt rund ein Dutzend Mannslängen, doch weitere, schmalere Spalten im felsigen Grund führen noch tiefer hinab. Die Wände bestehen aus einem harten, teilweise glasig wirkenden Gestein.

Am oberen Ende dieser Schlucht wurde für die neue Mine unter großen Mühen ein Zugang in die gen Oklis weisende Steilwand geschlagen. Zum Glück wird das Muttergestein bereits wenige Schritte innerhalb der Wand deutlich brüchiger und weicher, so dass der weitere Ausbau der Mine bis hin zur Sindralader etwas schneller vonstatten ging. Die Ader selbst war leicht wiederzufinden, verläuft sie doch über weite Strecken fast völlig gerade.

Die Gegend ist so verlassen, dass kaum jemand einen Namen für das Tal wusste. Die Ältesten der nächstgelegenen Hirtensiedlung ordneten ihm nach langem Nachdenken und vielen Diskussionen untereinander den Namen Balankutin zu, was man als »Hammerspalt« übersetzen könnte. Einige Historiker des Instituts sehen eine Verbindung zur kürzlich auf einem Palimpsest der Großen Bibliothek des Instituts entdeckten Legende von Tirikaludal. Andere jedoch bezweifeln einerseits den Wahrheitsgehalt dieser (offenbar im Rahmen einer Erinnerungszeremonie verfassten) Legende, andererseits ihre Verortung auf Groß-Danamère.
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