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Bakanasanische Reichskirche

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Die Bakanasanische Reichskirche


Geschichte Bearbeiten

Der Ursprung des Chnumglaubens in Bakanasan liegt tief im Dunkeln der Geschichte verborgen. Bekannt ist nur, daß er ursprünglich aus einzelnen Glaubensgemeinschaften bestand, die sich in der Stadt Bakanasan und in deren Umland bildeten. Der große, missionarische Eifer, der dem Chumglauben zu eigen ist und die Anziehungskraft, die er auch heute noch besonders auf das einfache Volk ausübt, führten zu einer schnellen Verbreitung.

Als sich nun Bakanasan anschickte seine Macht immer mehr auszudehnen, wuchs damit auch die Zahl der Gläubigen. Es dauerte nicht lang bis die Herrschenden, damals noch eine Gruppe Adeliger unter einem König, erkannten, daß sie damit das Volk auf sehr einfache weise kontrollieren konnten. Sie brauchten nur dessen tiefe Religiosität für ihre Ziele auszunutzen. So begannen sie den Chnumglauben mit einer ihnen gemäßen Hierarchie zu versehen.

Doch der Adel von Bakanasan hatte sich getäuscht. Ihr System funktionierte nämlich nur so lange, wie das Oberhaupt der Gläubigen auf ihrer Seite stand. Mit zunehmender Macht Bakanasans wuchs zwar der Reichtum der Herrschenden, das Volk aber, das die Kriegslast zu tragen hatte, verarmte immer mehr. Als Julius Titorius von der Kurie zum Erzbischof von Bakanasan ernannt wurde und damit auch das Oberhaupt des Chnumglaubens wurde, näherte sich die soziale Situation ihrem Siedepunkt. Überall im Land und besonders in der Hauptstadt Bakanasan selbst, begannen Aufstände aufzuflackern, die Anfangs von den Machthabern unterdrückt werden konnten. Immer wieder gelang es seiner Heiligkeit, dem Erzbischof von Bakanasan, zwischen den Gläubigen und dem König zu vermitteln. Erst nach einigen verlorenen Schlachten sah er den Zeitpunkt zum Umsturz gekommen. Mit Hilfe einiger Legionen die sich aus Unzufriedenheit über die unfähige Führung auf seiten der Aufständischen geschlagen hatten, und der Bevölkerung der Hauptstadt gelang es ihm den Palast zu stürmen und den König und seine Ratgeber gefangenzunehmen. Nach einigen aufsehenerregenden Prozessen wurde die gesamte Herrscher- und Adelskaste ihren Privilegien enthoben und ins Ausland ins Exil geschickt. Nur seinem großen einsatz und seiner Beliebtheit im Volk hatte es Julius Titorius zu verdanken daß es ihm gelang ein Blutbad zu verhindern. Viel Jahre harter Arbeit gingen noch ins Land bis das Bakansanische Reich sich als die erste Republik Karcanons bezeichnen konnte. Während dieser Zeit erreichte der Primas der Bakanasanischen Reichskirche auch die Aufnahme in die große Gemeinschaft der Chnumgläubigen Karcanons. Schon bald nach seinem Tod wurde Julius Titorius von der Kurie in den Stand der Heiligkeit erhoben.

Von diesem Zeitpunkt an war der Chnumglauben die unangefochtene Staatsreligion im Bakanasanischen Reich mit dessen Größe auch die Zahl der Gläubigen ständig zunahm. Dies endete erst als der wahnsinnige Fraxinus Exelsior die Macht an sich riß. Als Anhänger des orcanischen Feuerglaubens begann er schon bald mit der Unterdrückung der Chnumgläubigen. Dies endete schließlich darin, daß er die Bakanasanische Reichskirche auflöste, alle Kirchen oder Klöster entweder schloß oder in Orcantempel umwandeln ließ und mit einer der grausamsten Verfolgungen begann, die das Imperium jemals erlebt hatte. Lediglich Tarenum, wo starke Truppenteile, unter ihrem sehr stark chnumgläubigen Praetor Maximus Adesus Ducatez, stationiert waren, bildeten eine Insel der Sicherheit. Mit dem Sturz des Regentors durch eben diesen Feldherren endete auch diese schwere Zeit mit einem Sieg der Bakanasanischen Reichskirche.

Gegenwärtige Situation Bearbeiten

Trotz der schweren Verfolgung und Verluste, welche die Bakanasanische Reichskirche während der Herrschaft des Fraxinus Exelsior hinnehmen mußte, stabilisierte sich ihre Lage mit erstaunlicher Schnelligkeit. Dies ist nicht zuletzt Kosmasius Bestetor, dem Erzbischof von Anthemis und derzeitigem Primas der Bakanasanischen Reichskirche, zu verdanken. Durch seine ständigen Appelle zur Aussöhnung und Vergebung scheint es ihm nicht nur zu gelingen einen erneuten Bürgerkrieg, diesmal aus religiösen Gründen, zu verhindern sondern auch den Chnumglauben wieder zur Mehrheitsreligion im Reich zu machen. Täglich treten hunderte von ehemaligen Orcananhängern in die Bakanasanische Reichskirche ein.

In zähen Verhandlungen mit dem Senat, wobei er sich der Unterstützung durch Adesus Ducatez sicher sein konnte, gelang es ihm eine erhebliche staatliche Beteiligung an den Wiederaufbaukosten für Kirchen und Klöster zu erreichen. Die Neugliederung in Kirchenprovinzen und Bistümer ist fast abgeschlossen und die theologischen Hochschulen in Anthemis und Aragion bei Bakanasan haben mittlerweile ihre Arbeit wieder aufgenommen und können sich über einen regen Zulauf nicht beschweren.

Auch die verschiedenen Ordensgemeinschaften beginnen sich wieder zu formieren und verzeichnen eine stetige Zunahme ihrer Mitgliederzahlen. Besonders hervorzuheben ist hierbei der Orden des heiligen Julius, der während der Tyrannei des Regentors aktiven Widerstand betrieben hat und sich mittlerweile seine Missionsgebiete in Samnium und Papavien wieder betreut.


Die kirchliche Hierarchie Bearbeiten

An der Spitze der Bakanasanischen Reichskirche steht der Primas von Bakanasan. Dieses Amt wird stets vom Erzbischof von Anthemis bekleidet, der es auf Lebenszeit oder bis zu seinem Rücktritt inne hat. Ihm unterstellt sind alle übrigen Kleriker und Ordensleute. In Streitfragen der Kirchengerichtsbarkeit oder Glaubensregeln besitzt er absolute Autorität.

Die Ernennung zum Primas erfolgt durch den Höchstpriester des Chnum. Sollte diese nicht möglich sein, so wird er auf einer Vollversammlung aller Erzbischöfe, Bischöfe, Weihbischöfe, Ordensgroßmeister und Äbte gewählt. Alle zwei Jahre beruft der Primas von Bakanasan eine Synode nach Anthemis ein, in der über wichtige, kirchliche Angelegenheiten beraten wird.

Unter dem Primas stehen die Erzbischöfe. Sie sind die Oberhäupter der ihnen unterstellten Kirchenprovinzen. Ihre Weisungsbefugnis erstreckt sich auf die zu diesen Provinzen gehörenden Bistümer. In unregelmäßigen Abständen haben sie dort Visitationen durchzuführen. Die Bischöfe sind die Oberhirten der Bistümer. Ihnen sind als Helfer in geistlichen Aufgaben Weihbischöfe zugeordnet. In Einzelfällen bekleiden diese noch den Rang eines Titularbischofs. Sie sind damit die nominellen Bischöfe eines nicht mehr bestehenden Bistums.

Eine Sonderstellung nehmen die Äbte ein. Als Vorsteher einer Klostergemeinschaft sind sie vom Rang her einem Bischof gleichgestellt. Ihre Befugnisse erstrecken sich jedoch nur auf die Angehörigen ihres Klosters. Die Äbte wiederum unterstehen dem jeweiligen Großmeister ihres Ordens, die nur dem Primas von Bakanasan Rechenschaft schuldig sind.

Den Bischöfen untergeordnet sind die Priester der einzelnen Gemeinden. Als Helfer sind ihnen Kooperatoren unterstellt. Dies sind kürzlich geweihte Priester, die auf diese Weise Erfahrung in der seelsorgerischen und karitativen Arbeit sammeln sollen.


Kirchenprovinzen und Bistümer Bearbeiten

In Bakanasan bestehen derzeit vier Kirchenprovinzen. Es sind dies:

Zu diesen Kirchenprovinzen gehören folgende Bistümer:

Erzbistum Anthemis: Bistum Arpinum Bistum Alba Fucens Bistum Rusellae Bistum Segontium Bistum Bovianum

Erzbistum Bakanasan: Bistum Ausculum Bistum Paestum Bistum Clusium

Erzbistum Corfinium: Bistum Eburacum Bistum Satricum

Erzbistum Papaver: Bistum Heraclea

Eine Sonderstellung nimmt das Patriarchat Refala ein. Auf Grund seiner Lage außerhalb der eigentlichen Reichsgrenzen ist sein Oberhaupt, der Patriarch von Refala, was ungefähr einem Bischof entspricht, keinem Erzbischof unterstellt. Er ist nur dem Primas der Bakanasanischen Reichskirche verantwortlich.

Die Orden Bearbeiten

Bereits in der Frühzeit des Chnumglaubens in Bakanasan haben sich zahlreiche Männer und Frauen zusammengefunden um ihr Leben ganz Chnum zu widmen. Aber erst Septimus Gnäus, Führer einer dieser Glaubensgemeinschaften, stellte feste Regeln für sie auf und formulierte ihre Zielsetzungen. Nach und nach wurde diese auch von den anderen Gemeinschaften, mit Ordensspezifischen Abwandlungen, übernommen.

Das Oberhaupt eines Ordens ist stets der Großmeister. Er wird von den Äbten, der zu seinem Orden gehörenden Klöster, gewählt und vom Primas der Bakanasanischen Reichskirche bestätigt und mit den nötigen Weihen versehen. In der kirchlichen Hierarchie steht der Großmeister auf der gleichen Stufe mit den Erzbischöfen. Allerdings erstrecken sich seine Befugnisse ausschließlich auf seinen Orden. Rechenschaft über sein Tun hat er nur vor dem Primas abzulegen. Der Abt ist das Oberhaupt eines Klosters. Er wird vom Großmeister eingesetzt und hat dieses Amt gewöhnlich auf Lebenszeit inne. Nach der Weihe, die vom Großmeister vorgenommen wird, steht er im Rang eines Bischofs. Seine Befugnisse sind jedoch auf sein Kloster beschränkt. Rechenschaft hat er sowohl vor seinem Großmeister als auch vor dem Primas abzulegen.

Die Zusammensetzung einer Klostergemeinschaft ist von Orden zu Orden unterschiedlich. Manche Orden, wie der der Septimer, bestehen nur aus geweihten Priestern, die auch Patres genannt werde. Andere, wie der Orden der Julier, nehmen auch Laien in ihre Gemeinschaft auf. Auch diese müssen die Gelübde der Armut, Gehorsamkeit und Keuschheit ablegen und verrichten dann die niederen Arbeiten.

Auch de Aufgaben, die sich die einzelnen Ordensgemeinschaften gestellt haben, sind unterschiedlich. Sie reichen von der Krankenpflege und der Unterhaltung von Armenhäusern bis zur Missionierung, Urbarmachung unbewohnter Gebiete und der Herstellung und Kopierung von Büchern. Vor der Kaiserzeit gab es sogar waffentragende Orden, die aber mit deren Beginn aufgelöst wurden.

Dem Primas der Bakanasanischen Reichskirche sind derzeit folgende Orden unterstellt:

  • Julier - Orden des heiligen Julius ( Missionierung, Urbarmachung )
  • Septimier Orden des heiligen Septimus ( Unterhaltung von Schulen, theologischen Hochschulen und Skriptorien, Pflege der Wissenschaften und Rhetorik, Ausbildung in den weißmagischen Künsten )
  • Orden der Hospitaliter ( Krankenpflege, Unterhaltung von Kranken und Armenhäusern)
  • Orden der Klausianer ( wie Julier, jedoch mit strengeren Regeln )
  • Anarier - Orden des heiligen Anarius ( Gebetsorden, Schweigegelübde, sehr streng )
  • Orden der Chnumiten( ehemals waffentragend, wachen über die Einhaltung kirchlicher Gesetze, Bewahrer der reinen Lehre, sehr einflußreich )
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