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Anwyn an Corenja

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Anwyn an Corenja, genannt der Fuchs, war der erste, dem es jemals gelang, aus den elf Tälern des Grünen Hochlandes eine Einheit zu erschaffen. Er war der zweite Sohn des Fürsten vom Wagental, des zweitwohlhabendsten unter den Tälern. Mit sieben Jahren wurde er zur Pflege zur Familie des Fürsten vom Kesseltal gegeben, des reichsten unter den Tälern. Dieses lag zu jener Zeit in einer blutigen Fehde mit dem Speertal. Eines Nachts überfiel eine Gruppe aus dem Speertal den Großhof, in dem Anwyn wohnte, und alle wurde umgebracht bis auf ihn, und dies war nur dem Umstand zu verdanken, daß jemand ihn als Angehörigen der Familie Corenja erkannte. Er wurde zum Fürsten des Speertales gebracht, der ihn als Geisel behielt, zum Schutz gegen mögliche Rachezüge des Wagentals wegen des Überfalls. Es gelang Anwyn jedoch, das Vertrauen der Familie zu erlangen, und eines nachts gelang ihm die Flucht - nicht zu früh, denn als zweiter Sohn von fünf war seine Haut nicht so viel wert, wie seine Entführer gehofft hatten, und sein Vater war bereits mit einem Kriegshaufen unterwegs.

Nach seiner Flucht blieb er über Jahre verschwunden, und man sagt, er sei von einer Familie im fernen Taschental aufgezogen worden, nahe dem Wald von Mannaun. Als er zu seiner Familie ins Wagental zurückkehrte, war sein Vater alt und gebrechlich, und sein älterer Bruder in einer der unzähligen Fehden gefallen. Schnell übernahm er die Zügel im Haus.

Schon ehe sein Vater starb, hatte er in dessen Namen ein starkes Bündnis der machairischen Täler geschaffen. Kesseltal, Wagental, Dolchtal und die drei hinteren Täler profitierten gleichermaßen von einer gesicherten Handelsroute entlang der Flüsse, und mit dem Erben des Speertales hatte Anwyn während seiner Gefangenschaft eine enge Freundschaft geschlossen, die bis zu Anwyns Tod halten sollte. Mit dieser Macht im Rücken gelang es ihm im Laufe der Jahre, lediglich über Verhandlungen und geschicktes Taktieren auch die anderen Täler von den Vorteilen eines Zusammenschlusses zu überzeugen. Die Fehden kamen niemals ganz zum Erliegen, doch wurden sie weniger und kontrollierter. Zu erwähnen wäre auch, daß er beim Tod seines Vaters auf die Herrschaft über das Wagental zu Gunsten seines jüngeren Bruders verzichtete, um klarzustellen, daß er nicht die anderen Täler dem Wagental unterwerfen, sondern alle als gleichberechtigte Partner zusammenschließen wollte. Auch sonst hielt er sich stets im Hintergrund und zeigte keine eigenen Machtbestrebungen, sondern half lediglich den anderen, zu einer Einheit zu finden. Berendor, Anwyns Sohn, übernahm seine Bemühungen nach seinem Tod. Er schuf einheitliche Gesetzesrichtlinien für die Täler und förderte den Austausch von Handelsgütern und Wissen zwischen den Tälern. Zum ersten Mal begann sich wirklich ein Einheitsgefühl zu entwickeln, und das Reich gab sich einen Namen: Ymarre. Noch heute nennen wir uns Marreni, wenn wir von allen im Grünen Hochland lebenden Menschen sprechen. Gemeinsam mit der Reichsgründung wählten die Fürsten auch ihren ersten König, und dieser wurde Berendor.

Berendor führte während seiner Regierung das Reich zur ersten Blüte, da es zum ersten Mal in eine lange Periode des Friedens eintauchte. Die einzelnen Fehden erstarben langsam, und neue wurden durch Schiedssprüche abgewendet. Jeder merkte schnell, daß der Frieden allen zum Vorteil gereichte, und der König, der keine eigene Hausmacht besaß, wurde mit einer starken Garde ausgestattet, die es ihm erlaubte, seine Beschlüsse durchzusetzen, solange er nur die Mehrzahl der Fürsten auf seiner Seite hatte. Berendor mußte diese Garde jedoch nur äußerst selten einsetzen, den seine Beschlüsse waren weise und vorausschauend, bis auf einen: er machte die Herrschaft erblich. Bereits seinen Söhnen fiel nichts besseres ein, als sich bei seinem Tod gegenseitig den Thron streitig zu machen, so daß das Land wiederum gespalten wurde, und die Streitigkeiten seiner Enkel waren es schließlich, die den Barbaren im Grünen Hochland Tür und Tor öffneten.

Segment: Karcanon - Reich: Am'y Syrren - Name: Anwyn an Corenja
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