FANDOM


MyK040

Karte von Anola zwischen Alt-Voldanien,Salzspiegel (AHT), Moro-Basako, Sidyen und Samboco, mit dem Strom Ghali, der Tränenburg der Aliza, und dem See Nehred. * Detailkarte 040 aus #My80 der Mythor-Serie. * Bild: Helmut W. Pesch

Anola - Ein Reich im Altertum im Bereich des heutigen Gwynddor. Königin von Anola war um 120 v.P. Königin Berife.

„In Anola geht Königin Berife, Tochter Hadamurs und Zwillingsschwester der von den Katzenmenschen entführten Melife, schon längst eigene Wege und ist für die Machtbestrebungen des Vaters keine Hilfe.“

My97

Wappen: Weiße Salzsäule in Roter Sonne (als Symbol für das Shalladad).

Haupt- und Residenzstadt von Königin Berife ist Nolassa am Strom Ghali.

Die Grenzländer sind: Moro-Basako im Klados, Sidyen im Thysias, Samboco im Oklis und das zersplitterte Alt-Voldanien im Ophis; die lychnische Grenze bildet der Salzspiegel mit dem »Ufer der Tränen« und seinen ausgedehnten Salinen, wo das berühmte anolanische Salz abgebaut wird und über die Salzstraßen ins gesamte Shalladad und in andere Länder der bekannten Welt geht. Das Salz ist Anolas Haupteinnahmequelle.

Königin Berife war 121 v.P. 25 Jahre alt und die Zwillingsschwester von Melife, der Königin von Samboco. Berife wurde schon mit zehn Jahren von ihrer Zwillingsschwester getrennt und von Shallad Hadamur in den Herrscherpalast von Nolassa geschickt. Sie war schon damals auserwählt, König Anokos Frau zu werden, welchem Schicksal sie nicht entrinnen konnte. Schon als kleines Mädchen hatte sie den König von Anola hassen gelernt und haßte ihn nur noch mehr, als er später ihr Gemahl wurde. Darum betrauerte sie seinen baldigen Tod auch nicht ja, es heißt sogar, das Berife nicht unerheblich dazu beigetragen hat. Seit Berife die Alleinherrschaft übernommen hat, regiert sie das Land ganz im Sinne ihres Vaters Shallad Hadamur.

Aber Berife ist nicht nur eine linientreue Tochter, sie hat ihre persönlichen Träume und geht ihre eigenen, geheimnisvollen Wege. Sie hat die Legende von »Aliza, der Mutter der Tränen« zu ihrer Religion erhoben und am Rande des Salzspiegels, an den Ufern der Tränen, einen Salztempel errichtet den sie Aliza weihte, über die die Legende berichtet: Sie ist eine Göttin des Lichts, gleichgestellt mit Godh, God und Erain, mit Rhion und Quyl und mit all den vielen Mächtigen, die die Götterwelt bevölkern und die Sterblichen beherrschen und ihr Schicksal bestimmen. Doch Aliza ist auch Frau, eine Frau, die Gefühle empfinden kann wie keine andere Unsterbliche. Und nur darum konnte es kommen, daß sie einem Sterblichen ihre Gunst schenkte. Dieser Verbindung entsprang ein Sohn, dem Alizas ganze Liebe gehörte. Er wurde mit den Jahren zu einem verdienten Helden, doch fand er unter den gestrengen Göttern nicht die verdiente Anerkennung, weil in seinen Adern das Blut eines Sterblichen floß. In dieser erlauchten Götterrunde war er nur ein halber Gott, wiewohl er unter den Menschen als Halbgott verehrt wurde. Um sich aber zu bewähren, verlangten die Götter, daß er in den Kampf gegen die Finstermächte ziehe und man seinen Wert an seinen Siegen messen könne. Doch von diesem Feldzug kam Alizas Sohn nicht mehr zurück. Als sie die Kunde erreichte, daß er auf dem Schlachtfeld der Dämonen gefallen war, da begann sie in ihrer Trauer zu weinen. Sie hörte nicht auf damit, ihre Tränen flossen über eine lange Zeit, solange, bis sie einen riesigen See füllten. Erst als Alizas Tränen nach vielen Menschenaltern versiegten und der See keinen Zustrom mehr hatte, begann das Wasser zu verdunsten. Zurück blieb das Salz von Alizas Tränen - und es bildet heute den Salzspiegel. Für Berife ist dies keine bloße Legende, sie glaubt an diese Geschichte, als hätte das Leben sie geschrieben. Was wunder, daß sie sich selbst als Aliza zu sehen beginnt (oder als die Fleischwerdung derer Leiden) und in Verbindung mit ihrem tief verwurzelten Männerhaß ein furchtbares Strafgericht hält - und ihre Feinde in Salzstatuen verwandelt. Bei einer dieser Salzstatuen in ihrer Burg, Alizas Tempel, an den Ufern der Tränen, handelt es sich um ihren früheren Gemahl, König Anoko, der vor langer Zeit den Haß auf sein Geschlecht in Berife geweckt hat. Die Königin von Anola hat sich immer mehr von der Wirklichkeit entfernt, und sie wird auch in Zukunft die Augen vor den Realitäten verschließen. Wenn das Salz, in dem sie ihre Feinde einschließt, auch von den Absonderungen der yarl-großen Salzwürmer stammt - Berife wird immer daran glauben, daß es sich um das Salz von Alizas Tränen handelt, die um ihren gefallenen Halbgott trauert.

.
FlattrButon

FlattrThis.