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Einige Tage später brachte der Schäfer Klutert, den Albran v'Yandor und Cylios Esbilar schon auf der Ebene bei den aufgelassenen Bergwerken kennengelernt hatten, als er zugab, Schafskadaver in die Schächte geworfen zu haben ein totes Lamm in den Traumritterstützpunkt in Chalkis. Ritter Agan von Calm bat die beiden, die Angelegenheit näher zu untersuchen. Die Verletzung sah aus, als ob sie vom Maul eines Flederjägers verursacht sein könnte. Cylios erinnerte sich, von einem Dämonenlord namens Arikhoch in Shodo Wun gehört zu haben, der Augen sammelt. Sollte dieser mächtige Feind ganz in der Nähe der Kaiserstadt einen geheimen Stützpunkt haben?

Diesmal ausgerüstet mit einem über 50 Schritt langen Seil, einem guten Vorrat an Tempelöl und Fackeln sollte der schier endlos tiefe Schacht unter der Seilwinde erkundet werden. Am späten Vormittag gelang der Abstieg und Traumritter und Priester fanden sich auf einem kleinen Absatz unter der Decke eines gewaltigen Höhlenraumes wieder. Sogar das helle Licht, welches Albran beschwor zeigte nichts weiter, als dass sich diese Halle jenseits des Scheines ewig weit in die Tiefe zu ziehen schien. An der Seite des Absatzes begann eine schmale, in die Höhlenwand gemeißelte Treppe der die Abenteurer folgten.

Erst am späten Nachmittag erreichten sie den Höhlenboden, eine mit Steintrümmern und Fledermauskot bedeckte Ebene. Albran und Cylios entschieden, dass die weitere Erkundung der Tiefe eine regelrechte Expedition sein müsse, mit vorgeschobenen Lagern und Helfern, welche Ausrüstung hinunter bringen und begannen den Aufstieg.

Ohne Schwierigkeiten erreichten sie das Ende der Treppe und Cylios begann den Schacht unter der Seilwinde mit Hilfe des zurückgelassenen Seiles zu ersteigen, während Albran auf dem Absatz die Stellung hielt. Er hörte Fledermäuse in dem Höhlenraum unruhig werden, dann näherkommen, ihn angreifen. Er kauerte sich unter seinen Schild, verteidigte sich mit Fackel und Streitkolben und es gelang ihm die Tiere abzuwehren, die darauf im Gang zum Schacht verschwanden. Er trug nur einen Kratzer davon. Flüchtig sah er unter den Fledermäusen einen Flederjäger.

Cylios hatte mit Kraft und Ausdauer den Schacht erklommen als er die Fledermäuse näher kommen hörte. Zu seiner Verteidigung goss er einen Halbkreis aus Tempelöl auf den Boden. Die Fledermäuse und der Flederjäger kamen den Schacht empor und Cylios entzündete das Öl. Doch, wie vom Flederjäger in ihr Verderben kommandiert, durchflogen einige Fledermäuse die brennende Barriere. Auch ihm gelang es, die Tiere abzuwehren, auch er kam mit kleinen Verletzungen davon und litt eher unter der Hitze und dem Rauch seines Feuers.

Flederjäger und Fledermäuse flogen zur Myraoberfläche und auch die Abenteurer kletterten wieder ans Tageslicht. Als sie schon auf dem Rückweg nach Chalkis waren hörten sie über sich die Geräusche eines Kampfes von Flugtieren. Dann fiel ihnen der eine Flederkatze vor die Füße. Mika, tot und eines Auges beraubt.

In einem erneuten Gespräch mit dem Steiger Berandan, den sie schon zuvor einmal zu den Bergwerken befragt hatten erfuhren die beiden, dass die Bergarbeiter einst entdeckten dass der erstaunlich glatte senkrechte Schacht aus weiter Tiefe von unten nach oben gegraben worden ist, nicht einfach von Würmern sondern mit gehauenen Stufen. Als das Bergwerk aufgegeben wurde seien viele Bergleute froh gewesen, dieses Höhlensystem zu verlassen.

In Gesprächen mit Aprosa Atget, der Züchterin der Flederkatzen erreichten sie, dass ein Schiff mit einem Dutzend Flederkatzen-Trainern und je etwa 20 Tieren aus Silur nach Chalkis entsandt werden soll. Fünf Flederkatzen verstärken die Bastion der Traumritter in Chalkis von nun an gegen fliegende Bedrohungen und die dämonischen Flederjäger. Cylios und Albran wollen sie auch nutzen, um erneut und weiter, mit einigen ihnen anvertrauten Novizen zusammen, das Höhlenlabyrinth und die Herkuft dieser dreiflügligen Finsterwesen zu ergründen.

Einige Tage später bringt Frau Atget die fünf neu erwordenen Flederkatzen: Gerra, Elamia, Trak, Trenna und Gand. Sie rät Cylios, der gerne eins der Tiere als Begleiter gewonnen hätte ihre Schwester Benediktin Atget zu besuchen, welche im Heiligen Hain von Chalkis lebt.

Cylios erreicht nach kurzem Ritt einen Häusern umstandenen Platz am Rande des Haines, wo die Wächter des Haines und Druiden wohnen. Der Wächter Eladon empfängt sie und führt sie über einen schmalen Pfad und eine Furt zu einer Lichtung tiefer im Hain wo Benediktin Adget in einem Zelt lebt um Insekten zu zeichnen. Sie bezeichnet sich als Gelehrte, Künstlerin, Priesterin und Druidin, so wie der Hain stehen auch seine Bewohner für Wachstum und Wandel.

Sie begleitet Cylios nach Chalkis und erklärt ihm genauer das Leben der Flederkatzen. Auch wenn nichts großes geschieht gelingt doch Petas Zähmung und während die Katze jagt erfährt Cylios mehr über diese Wesen. Benediktin schlägt vor, dass er eine Nacht mit Peta in ihren Jagdgründen bei den Bergwerken verbringt und verabschiedet sich am Morgen.

Weiterführend Bearbeiten

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